{"id":2560,"date":"2024-11-08T00:00:22","date_gmt":"2024-11-07T23:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=2560"},"modified":"2024-11-06T16:26:32","modified_gmt":"2024-11-06T15:26:32","slug":"soldatenschicksale-des-1-weltkrieges-teil-78-heinrich-frischholz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=2560","title":{"rendered":"Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 78: Heinrich Frischholz"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Heinrich Frischholz stammte aus der hessischen Ortschaft <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albach_(Fernwald)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Albach<\/a>, einem Ortsteil der Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fernwald\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fernwald<\/a>, geboren. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er Unteroffizier in der 4. Kompanie des 83. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.07.1915 fiel er im Alter von 47 Jahren bei Cholm (polnisch: Che\u0142m), welches damals russisch war. Er wurde w\u00e4hrend der Schlacht bei Woyslawice get\u00f6tet.<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag und die Todesumst\u00e4nde von Heinrich Frischholz berichtet die Regimentsgeschichte des 83. Reserve-Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Bereits am 24.07. von 5.45 Uhr nachmittags ab lag die Stellung des Regiments unter st\u00e4ndigem feindlichen Infanterie-, Maschinengewehr- und Artilleriefeuer, das auf Angriffsabsichten des Gegners schlie\u00dfen lie\u00df. Der Angriff traf daher das I. Bataillon, das besonders unter der Beschie\u00dfung zu leiden gehabt hatte, wohl vorbereitet, und das sofort bei uns einsetzende Infanterie- und Maschinengewehrfeuer und das Feuer der dem Bataillon zugeteilten leichten Feldhaubitz- und Feldkanonen-Batterie lie\u00df den Angriff der &#8211; an einer Stelle unter Ausnutzung der Schluchten bis auf 30 Meter &#8211; heranst\u00fcrmenden Russen blutig scheitern.<\/em><\/p>\n<p><em>Eine Wiederholung des Angriffs nach dieser letzten Abfuhr wagte der Feind nicht. Dagegen geht das Bekidenkorps am 25.07. morgens wieder zum Angriff \u00fcber, und nachdem 7.50 Uhr vormittags die Artillerie die am Waldrand eingenisteten Maschinengewehre unter Feuer genommen hat, erreichen II. und III. Bataillon zusammen mit dem rechts an Stelle des Landwehr-Infanterie-Regiment 107 eingesetzten Infanterie-Regiment 168, 8.15 Uhr vormittags im ersten Anlauf den Waldrand.<\/em><\/p>\n<p><em>Obwohl die feindliche Infanterie und Artillerie, sowie das dichte Unterholz das weitere Vordringen sehr erschweren, erk\u00e4mpft das III. Bataillon bis 10.15 Uhr vormittags mit rechtem Fl\u00fcgel den S\u00fcdrand der Waldbl\u00f6\u00dfe Nowiny und dringt das II. Bataillon, dem ein Zug des I. Bataillons und zwei Maschinengewehre als Verst\u00e4rkung zugeteilt werden, bis 11.50 Uhr vormittags bis zur einspringenden Waldecke s\u00fcdlich Bienen-H. vor.<\/em><\/p>\n<p><em>Dabei ist abre rechts die Verbindung mit Infanterie-Regiment 168 abgerissen und der linke Fl\u00fcgel des Bataillons zu weit vorgeprellt, so dass er v\u00f6llig in der Luft h\u00e4ngt. In dieser Lage wird er in Front und Flanke \u00fcberraschend von \u00fcberlegenen russischen Kr\u00e4ften angegriffen, leistet aber dem Feinde, ohne dass ihm vom Bataillon in dem g\u00e4nzlich un\u00fcbersichtlichen Waldgel\u00e4nde Hilfe gebracht werden kann, in z\u00e4hester Gegenwehr bis zum letzten Mann Widerstand.<\/em><\/p>\n<p><em>Da beim II. Bataillion die Lage ungekl\u00e4rt und unsicher ist, geht es so weit zur\u00fcck, dass die Verbindung mit Infanterie-Regiment 168 und III.\/R, 83 wieder hergestellt wird und gr\u00e4bt sich im Walde in der neu eingenommenen Linie ein.<\/em><\/p>\n<p><em>3 Uhr nachmittags erh\u00e4lt auch das I. Bataillon, das bisher das Vorgehen des III. Bataillons in der linken Flanke zu sichern hatte, Befehl zum Angriff gegen die Waldh\u00f6he 271. Nachdem es sich 4 Uhr nachmittags unter heftigem feindlichen Feuer mit 2. und 3. Kompanie etwa 300 Meter vorgearbeitet hatte, wird es jedoch auf Anordnung der Division wieder in die Ausgangsstellung zur\u00fcckgenommen, da das Anschlussregiment, Infanterie-Regiment 149, gleichfalls wieder zur\u00fcckgegangen war.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Lage des Grabes von Heinrich Frischholz ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2539\" aria-describedby=\"caption-attachment-2539\" style=\"width: 535px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2539\" src=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Heinrich-Frischholz.jpg\" alt=\"\" width=\"535\" height=\"800\" srcset=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Heinrich-Frischholz.jpg 535w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Heinrich-Frischholz-201x300.jpg 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 535px) 85vw, 535px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2539\" class=\"wp-caption-text\">Gedenkstein f\u00fcr Heinrich Frischholz auf dem Friedhof von Fernwald-Albach<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Heinrich Frischholz stammte aus der hessischen Ortschaft Albach, einem Ortsteil der Gemeinde Fernwald, geboren. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er Unteroffizier in der 4. Kompanie des 83. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.07.1915 fiel er im Alter von 47 Jahren bei Cholm (polnisch: Che\u0142m), welches damals russisch war. Er wurde w\u00e4hrend der Schlacht bei Woyslawice get\u00f6tet. \u00dcber &hellip; <a href=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=2560\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSoldatenschicksale des 1. 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