{"id":3627,"date":"2025-02-19T00:00:53","date_gmt":"2025-02-18T23:00:53","guid":{"rendered":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=3627"},"modified":"2025-01-31T14:53:01","modified_gmt":"2025-01-31T13:53:01","slug":"soldatenschicksale-des-2-weltkrieges-teil-180-martin-lettenbichler","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=3627","title":{"rendered":"Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 180: Martin Lettenbichler"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Martin Lettenbichler stammte aus Eyrain, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irschenberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Irschenberg<\/a>. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Wehrmann in der 8. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 03.08.1915 verstarb er im Lazarett <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trois-%C3%89pis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Drei \u00c4hren<\/a> (franz\u00f6sisch: Trois-\u00c9pis), nachdem er im Kampf zuvor w\u00e4hrend der Vogesenk\u00e4mpfe am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Collet_du_Linge\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lingekopf<\/a> n\u00f6rdlich der Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Munster_(Haut-Rhin)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnster<\/a> (franz\u00f6sisch: Munster, els\u00e4ssisch: Menschter) schwer verwundet worden war.<\/p>\n<p>\u00dcber den Zeitraum der schweren Verwundung von Martin Lettenbichler berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Am 1. August nachts 3 Uhr setzte au\u00dferordentlich starkes feindliches Artilleriefeuer ein, das abermals einen neuen Angriff des Feindes erwarten lie\u00df. II.\/1 wurde wieder alarmiert und r\u00fcckte nach 855 vor; abends wurden 6. und 8. Kompanie bei starkem feindlichen Artilleriefeuer nach B\u00e4renstall vorgezogen. Sie legten den Weg in Gruppenspr\u00fcngen zur\u00fcck, erlitten aber schon hier Verluste. Am sp\u00e4ten abend griffen die Franzosen auch wirklich an und es gelang ihnen auch am Schratzm\u00e4nnele in unseren Graben (am Steinbruch) einzudringen. Aus einem Teil wurden sie durch die sofort nach Ankunft eingesetzten zwei Z\u00fcge der 6. und 8. Kompanie wieder hinausgeworfen.<\/p>\n<p>Um Mitternacht erhielt der F\u00fchrer der 8. Kompanie vom Abschnittskommandeur (I.\/92) den Befehl, mit seinen beiden noch nicht eingesetzten Z\u00fcgen, gemeinsam mit 3.\/92 den Feind aus dem noch besetzten Z\u00fcgen, gemeinsam mit 3.\/92 den Feind aus dem noch besetzten Grabenteil vor dem Steinbruch hinauszuwerfen. Nach eingehender Erkundung wurde der Sturm um 3.50 Uhr vormittags angesetzt. Zug Pfannenschmidt kroch an den Feind heran, war um 3.40 Uhr auf n\u00e4chste Entfernung an ihn gekommen und ging auf das Hurra des F\u00fchrers im Sturm gegen den Graben vor. Dadurch wurde das ganze feindliche Feuer auf diesen Zug gelenkt und konnte infolgedessen Leutnant Hetzel mit seinem Zug und etwa 40 Leute der 6. Kompanie den Feind in der linken Flanke fassen. Dieser, so von zwei Seiten angepackt, geriet ins Wanken und fl\u00fcchtete, auch die Truppen der Mitte und seines rechten Fl\u00fcgels mitrei\u00dfend. Durch das Verfolgungsfeuer erlitt er noch schwere Verluste. Um 4 Uhr morgens war der ganze Graben, in dem die Franzosen eine Menge Waffen, Munition und Schanzzeug zur\u00fccklie\u00dfen, im Besitz der 6. und 8. Kompanie. Leider war der Erfolg teuer erkauft: das Regiment verlor bei diesem Sturm einen seiner besten Offiziere. Leutnant Pfannenschmidt fiel an der Spitze seines Zuges. Au\u00dferdem wurden Oberleutnant Keil und Leutnant Strohmeier verwundet.<\/p>\n<p>Am 3. August wurden II.\/1 durch Infanterie-Regiment 74 abgel\u00f6st und r\u00fcckte nach Drei \u00c4hren in Ortsunterkunft.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Man begrub Martin Lettenbichler auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-root=\"1\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/Ammerschwihr,+Frankreich\/@48.1167085,7.2318824,13z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479161162b7e2d4f:0x40a5fb99a3940d0!8m2!3d48.1256119!4d7.281956\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ammerschwihr<\/a><\/span> in <span data-sheets-root=\"1\">Grab 81.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3320\" aria-describedby=\"caption-attachment-3320\" style=\"width: 584px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3320\" src=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Martin-Lettenbichler.jpg\" alt=\"\" width=\"584\" height=\"800\" srcset=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Martin-Lettenbichler.jpg 584w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Martin-Lettenbichler-219x300.jpg 219w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 85vw, 584px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3320\" class=\"wp-caption-text\">Das Grab von Martin Lettenbichler auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Martin Lettenbichler stammte aus Eyrain, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Irschenberg. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Wehrmann in der 8. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 03.08.1915 verstarb er im Lazarett Drei \u00c4hren (franz\u00f6sisch: Trois-\u00c9pis), nachdem er im Kampf zuvor w\u00e4hrend der Vogesenk\u00e4mpfe am Lingekopf n\u00f6rdlich der Stadt M\u00fcnster (franz\u00f6sisch: Munster, els\u00e4ssisch: &hellip; <a href=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=3627\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSoldatenschicksale des 1. 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