{"id":5116,"date":"2025-08-02T00:00:16","date_gmt":"2025-08-01T22:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=5116"},"modified":"2025-05-01T13:33:47","modified_gmt":"2025-05-01T11:33:47","slug":"soldatenschicksale-des-1-weltkrieges-teil-344-georg-schuetz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=5116","title":{"rendered":"Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 344: Georg Sch\u00fctz"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Georg Sch\u00fctz stammte aus der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sontheim_(Schwaben)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sontheim<\/a>.\u00a0 Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Gefreiter in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 24.07.1915 wurde er w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe in den Vogesen am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Collet_du_Linge\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lingekopf<\/a> n\u00f6rdlich der Stadt M\u00fcnster (franz\u00f6sisch: Munster, els\u00e4ssisch: Menschter) schwer verwundet. Ein Tag sp\u00e4ter, am 25.07.1915, starb er an seinen Wunden.<\/p>\n<p>\u00dcber die Todesumst\u00e4nde und den Todeszeitraum von Georg Sch\u00fctz berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;K\u00e4mpfe des III. Bataillons am Lingekopf und Schratzm\u00e4nnele<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Angriff gegen Hilsenfirst in der zweiten Junih\u00e4lfte war nicht durchgedrungen. Die franz\u00f6sische Gefechtsleitung legte ihr Schwergewicht nunmehr gegen die rechte deutsche Schutzflanke des Reichackerkopfs, gegen Barrenkopf, Lingekopf und Schratzm\u00e4nnele. Ihre Angriffsweise bietet ein neues Bild, sie l\u00e4sst sich mit Ann\u00e4herungsgr\u00e4ben heranarbeiten. Wir waren bass erstaunt, als wir eines Tages im Juni eine kilometerlange Baummaske feststellen konnten, die l\u00e4ngs eines H\u00f6henwegs von Nord nach S\u00fcd \u00fcber den Haufenmannkopf lief. Sie geh\u00f6rte auch, wie sp\u00e4ter klar wurde, zum Lingekopfangriff und sollte gestatten, die Gegend um den Wei\u00dfen See mit ihren durch den Buchenkopf bedingten besseren r\u00fcckw\u00e4rtigen Verbindungen auszun\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Angriffe brachen am 20.07. los und dauerten Tage lang. Anf\u00e4nglich war das Regiment nur als Beobachter beteiligt. Vom Buchenkopf, Rabenb\u00fchl waren schon seit langem die franz\u00f6sischen Ann\u00e4herungsarbeiten erkannt worden; am ersten Kampftag f\u00fcllten sich seit Mittag die Sturmstellungen mit Ann\u00e4herungsgr\u00e4ben. Dringend gingen die Meldungen weiter.<\/p>\n<p>Um 4 Uhr setzten die Franzosen zum Sturm an, nach einer Stunde sah man starke Teile in ihre Gr\u00e4ben am Combekopf zur\u00fcckfluten. Zwei Tage sp\u00e4ter wiederholte sich das Bild. Es wurden alle \u00dcbersichtsposten mit Offiziersbeobachtern besetzt, die \u00fcber ihre Feststellungen Buch zu f\u00fchren hatten. Das III. Bataillon wurde aber selbst in den Kampf gezogen. Am 20.07. \u00fcbten zwei Kompanien w\u00e4hrend der Ruhezeit in Kaysersberg auf der Sigolsheimer H\u00f6he, zwei Kompanien waren in Colmar auf dem Schie\u00dfplatz, da erreichte um 10.15 Uhr vormittags das Bataillon der Befehl, die schie\u00dfenden Abteilungen zur\u00fcckzurufen, Sonderzug stehe in Colmar bereit, die Truppen verpflegen, Munition erg\u00e4nzen, Meldung an Regiment, wenn marschbereit. Stab, 11. und 12. marschieren um 3 Uhr nachmittags \u00fcber Ammerschweier nach Drei \u00c4hren, sie treffen dort um 7.15 Uhr ein und treten unter Befehl der 1. bayerischen Landwehr-Brigade, General Reuter. Die anderen beiden Kompanien vereinigen sich mit dem Bataillon in Giragoutte, wohin dieses geschoben worden war.<\/p>\n<p>Dem Bataillon war als Stellung der Raum zwischen Lingekopf und Schratzm\u00e4nnele zugewiesen, der unter schwerstem Artilleriefeuer lag. Da diese Stellungen sehr m\u00e4\u00dfig waren, so traten auch Verluste ein, die sich bei Abwehr der feindlichen Angriffe erheblich steigerten. Bei einem solchen Angriff gelang es dem Feind, sich vor der Front festzusetzen, die Alpenj\u00e4ger haben in einem weiteren Angriff den Erfolg zu vertiefen versucht und in der Tat brachen zwei Alpenj\u00e4gerkompanien beim Schratzm\u00e4nnele durch und gelangten bis zum B\u00e4renstall. Hier war es die 9. Kompanie unter Hauptmann Lohner und die 11. unter Hauptmann J\u00e4ger, welche mit Hilfe des Gardesch\u00fctzenbataillons, Teilen des bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments 2, die beiden feindlichen Kompanien in Flanken und Front packten, abschn\u00fcrten und vernichteten, und im Gegensto\u00df die bisherigen vordersten Linien wieder gewannen. Der Erfolg war gesichert, weil Reserven und besonders schwere Artillerie gen\u00fcgend eintrafen. Der Feind stellte seine Angriffe erst am 28.07. ein.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Man begrub Georg Sch\u00fctz auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-root=\"1\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/Ammerschwihr,+Frankreich\/@48.1167085,7.2318824,13z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479161162b7e2d4f:0x40a5fb99a3940d0!8m2!3d48.1256119!4d7.281956\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ammerschwihr<\/a><\/span> in Grab 190.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3564\" aria-describedby=\"caption-attachment-3564\" style=\"width: 553px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3564\" src=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Georg-Schuetz-Johann-Weiss.jpg\" alt=\"\" width=\"553\" height=\"800\" srcset=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Georg-Schuetz-Johann-Weiss.jpg 553w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Georg-Schuetz-Johann-Weiss-207x300.jpg 207w\" sizes=\"auto, (max-width: 553px) 85vw, 553px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3564\" class=\"wp-caption-text\">Das Grab von Georg Sch\u00fctz und Johann Weiss auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Georg Sch\u00fctz stammte aus der bayerischen Gemeinde Sontheim.\u00a0 Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Gefreiter in der 9. 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