{"id":7153,"date":"2026-03-26T00:00:52","date_gmt":"2026-03-25T23:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=7153"},"modified":"2025-10-06T07:22:23","modified_gmt":"2025-10-06T05:22:23","slug":"soldatenschicksale-des-1-weltkrieges-teil-574-florian-oswald","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=7153","title":{"rendered":"Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 574: Florian Oswald"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Florian Oswald wurde am 24.02.1894 in Altbabensham geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Babensham\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Babensham<\/a>. Er k\u00e4mpfte im Ersten Weltkrieg als Infanterist in der 2. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.04.1915 fiel er w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe in den Vogesen nahe der Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Munster_(Haut-Rhin)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnster<\/a> (franz\u00f6sisch: Munster, els\u00e4ssisch: Menschter). Er wurde bei der Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Metzeral\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Metzeral<\/a> im Alter von 21 Jahren get\u00f6tet.<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag und die Todesumst\u00e4nde von Florian Oswald berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Die Nacht vom 19. zum 20. verl\u00e4uft ruhig. Es werden Schanzarbeiten des Feindes am Waldrand beim roten Haus festgestellt und diese durch mehrere Feuerwellen unserer Artillerie gest\u00f6rt. Unsererseits wird die Nacht \u00fcber die durch das feindliche Artillerie vollkommen zerst\u00f6rte Stellung auf H\u00f6he 830 wieder hergestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Morgen des 20. April ist die Besetzung der Stellung folgende: Reserve-Radfahrer-Kompanie 8 in Steinabr\u00fcck, zwei Z\u00fcge von 1.\/18 und 5.\/19 am Hange, ein Halb 4.\/18 und ein Halb 4.\/19 auf dem Winterberg, Reste von 4.\/18, 4.\/19 und 2.\/18 und 830.<\/em><\/p>\n<p><em>Nachdem die ersten Vormittagsstunden ruhig verlaufen, setzt gegen 10 Uhr vormittags das feindliche Artilleriefeuer wieder ein und zwar gegen H\u00f6he 830. Gegen Mittag wird es st\u00e4rker und erreicht seinen H\u00f6hepunkt gegen 2 Uhr nachmittags. Die ganze Stellung wird mit Geschossen schweren und leichten Kalibers \u00fcbersch\u00fcttet. Diese veranlasst die Heranziehung der Resre von 4.\/18 und 5.\/18, die allein noch zur Unterst\u00fctzung bereitstanden.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 3 Uhr nachmittags erfolgte der Infanterieangriff, diesmal nicht nur gegen 830 und Winterberg, sondern auch gegen die Stellung der 8. Kompanie (Sillacker-Mitte). Der 8. Kompanie wird nunmehr der Rest von 5.\/18 und der 6. Kompanie der Rest von 4.\/18 als Unterst\u00fctzung zugewiesen. Auch dieser Infanterieangriff endet mit einer vernichtenden Niederlage f\u00fcr den Feind. Unser Infanterie-, Maschinengewehr- und Artilleriefeuer bringen ihm schwere Verluste an Toten und Verwundeten bei. Sie betragen sch\u00e4tzungsweise 450 bis 500 Mann.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf dem Silackerwasen kommt so der feindliche Angriff gegen 5.30 Uhr nachmittags zum Stehen. Teile des Gegners halten am rechten Fl\u00fcgel der Stellung auf 830 in einer Entfernung von 400 bis 500 Meter den Wald am Silckerkopf besetzt, nur am linken Fl\u00fcgel, gegen die Winterbergstellung zu, sind geringe Teile n\u00e4hergekommen. Gegen die westliche Flanke der Winterbergstellung setzt am Sp\u00e4tnachmittag noch ein Angriff vom Abhang her aus dem Wurmsatal ein, aber auch diesem wird durch das Feuer unserer Maschinengewehre und der Maschinengewehre der 14er J\u00e4ger am s\u00fcdlichen Hang des Fechtbachtales bald Halt geboten.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Abend beginnt der Feind neuerdings Steinabr\u00fcck mit leichter und schwerer Artillerie zu beschie\u00dfen. Abgesehen davon, dass Steinabr\u00fcck in Brand geschossen ist, wird durch diesen Angriff auf Steinabr\u00fcck nichts erreicht. Unserer Stellung in Steinabr\u00fcck bleibt nach wie vor besetzt und ein Infanterieangriff auf Steinabr\u00fcck findet nicht statt.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Man begrub Florian Oswald auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-root=\"1\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/P4rSTZbxnXm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Munster<\/a><\/span> in <span data-sheets-root=\"1\">Block 4, Grab 34.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_4099\" aria-describedby=\"caption-attachment-4099\" style=\"width: 913px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4099\" src=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Johann-Steffinger-Florian-Oswald.jpg\" alt=\"\" width=\"913\" height=\"800\" srcset=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Johann-Steffinger-Florian-Oswald.jpg 913w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Johann-Steffinger-Florian-Oswald-300x263.jpg 300w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Johann-Steffinger-Florian-Oswald-768x673.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4099\" class=\"wp-caption-text\">Das Grab von Johann Steffinger und Florian Oswald auf dem Soldatenfriedhof M\u00fcnster<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Florian Oswald wurde am 24.02.1894 in Altbabensham geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Babensham. 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