{"id":8507,"date":"2026-10-09T00:00:52","date_gmt":"2026-10-08T22:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=8507"},"modified":"2025-12-06T20:56:22","modified_gmt":"2025-12-06T19:56:22","slug":"soldatenschicksale-des-1-weltkrieges-teil-732-anton-wibner","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=8507","title":{"rendered":"Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 732: Anton Wibner"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Anton Wibner stammte aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meihern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meihern<\/a>, einem Ortsteil der bayerishen Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Riedenburg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Riedenburg<\/a>. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Landwehrmann in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 04.09.1914 verstarb er w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe in den Vogesen nahe der Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Munster_(Haut-Rhin)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnster<\/a> (franz\u00f6sisch: Munster, els\u00e4ssisch: Menschter). Er wurde schwer verwundet und starb im Lazarett M\u00fcnster.<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag und die Todesumst\u00e4nde von Anton Wibner berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;04. September. Bei Tagesanbruch wurden diese Sicherungen verst\u00e4rkt: auf der Kuppe nordwestlich Barrenkopf die 8. Kompanie, auf dem Wettstein zwei Drittel 7. Kompanie, H\u00f6rnleskopf ein Drittel 7. Kompanie, 5. und 6. Kompanie im Walde am Nordhang H\u00f6rnleskopf. Um 7.30 Uhr griff der Feind mit etwa zwei Kompanien die Stellung der 7. Kompanie an. Infolgedessen wurden 5. Kompanie und 6. Kompanie links der 7. auf der Wettstein-H\u00f6he eingesetzt. Gleich nach Entwicklung des Bataillons setzte starkes feindliches Artilleriefeuer ein, das verlustbringend war.<\/em><\/p>\n<p><em>Die feindliche Infanterie kam aus Ober-Schulzbach gegen Oberh\u00fctten, stellte aber in unserem Feuer den Vormarsch sofort ein, und blieb in dem vorgelegenen Talgrund liegen. Als um 8.15 Uhr vormittags unsere schweren Batterien vom K\u00fchberg aus auf den feindlichen Angriff wirkten, liefen die Franzosen, etwa drei Kompanien, auseinander und zum Teil wieder den H\u00f6henr\u00fccken hinauf, von dem sie gekommen waren.<\/em><\/p>\n<p><em>H\u00f6chst unangenehm war die feindliche Gebirgsartillerie, deren Stellung nicht zu ermitteln war. Ihr hatte man den Gro\u00dfteil der Verluste zu verdanken.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 10.20 Uhr vormittags r\u00fcckten neue feindliche Kr\u00e4fte aus der Richtung Schwarzer See auf Oberh\u00fctten, was eine Umgruppierung des Bataillons erforderlich machte. Da aber um 12 Uhr nur mehr wenig feindliche Infanterie vor der Front war, wurde das Bataillon aus dem Artilleriefeuer herausgenommen und sammelte um 1 Uhr nachmittags hinter der Weggabel bei Punkt 880 im Walde. Gegen 11 Uhr war schon III.\/2 zur Unterst\u00fctzung in diesem Walde angekommen, eine Verbindung mit demselben war aber nicht zu erreichen. Der R\u00fcckw\u00e4rtsbewegung von II.\/1 schloss es sich aber an.<\/em><\/p>\n<p><em>Da infolge neuerlich einsetzenden feindlichen Artilleriefeuers eine Verbindung mit den zur Unterst\u00fctzung eingetroffenen III.\/2. und I.\/2 nicht m\u00f6glich war, nahm II.\/1 die 5. und 6. Kompanie um 3 Uhr nochmals auf den s\u00fcdlich abfallenden R\u00fccken des H\u00f6rnles-Kopfes vor, mit dem Befehl, den H\u00f6rnles-Kopf zu halten. Zwei Drittel 7. und 8. Kompanie gingen in voller Ordnung, nur von Artilleriefeuer bel\u00e4stigt nach dem Kuhkopf zur\u00fcck, wo sie um 5 Uhr eintrafen. Als dann II.\/2, das zur Aufnahme am H\u00f6rnles- und Barrenkopf bestimmt war, eintraf, wurden um 6 Uhr die 5. und 6. Kompanie und um 6.30 Uhr der letzte Zug der 7. Kompanie, der am H\u00f6rnles-Kopf Stellung genommen hatte, zur\u00fcckgenommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 7 Uhr abends traf das Bataillon zum Biwak in Giragoutte ein.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Man begrub Anton Wibner auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-root=\"1\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/P4rSTZbxnXm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Munster<\/a><\/span> in einem Massengrab.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4212\" aria-describedby=\"caption-attachment-4212\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4212\" src=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Massengrab-Muenster-Munster.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Massengrab-Muenster-Munster.jpg 800w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Massengrab-Muenster-Munster-300x135.jpg 300w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Massengrab-Muenster-Munster-768x346.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4212\" class=\"wp-caption-text\">Das Massengrab auf dem Soldatenfriedhof M\u00fcnster &#8211; in ihm sind 20 deutsche und franz\u00f6sische Soldaten beigesetzt, drei davon blieben unbekannt.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_5776\" aria-describedby=\"caption-attachment-5776\" style=\"width: 1015px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5776\" src=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Soldatenfriedhof-Muenster-im-Krieg.jpg\" alt=\"\" width=\"1015\" height=\"707\" srcset=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Soldatenfriedhof-Muenster-im-Krieg.jpg 1015w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Soldatenfriedhof-Muenster-im-Krieg-300x209.jpg 300w, http:\/\/soldatenschicksale.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Soldatenfriedhof-Muenster-im-Krieg-768x535.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5776\" class=\"wp-caption-text\">Der Soldatenfriedhof M\u00fcnster im Ersten Weltkrieg<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Anton Wibner stammte aus Meihern, einem Ortsteil der bayerishen Stadt Riedenburg. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Landwehrmann in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 04.09.1914 verstarb er w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe in den Vogesen nahe der Stadt M\u00fcnster (franz\u00f6sisch: Munster, els\u00e4ssisch: Menschter). Er wurde schwer verwundet und starb im Lazarett M\u00fcnster. &hellip; <a href=\"http:\/\/soldatenschicksale.de\/?p=8507\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSoldatenschicksale des 1. 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