Sonderbeitrag: Johann Georg von Bentheim

Der Soldat Johann Georg von Bentheim wurde am 17.06.1925 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der deutschen Wehrmacht. Am 12.04.1944 wurde er am Brückenkopf Tettano durch Kopfschuss schwer verwundet und verstarb an dieser Verletzung am 26.04.1944 im Kriegslazarett Svoleto bei Rom.

Man begrub Johann Georg von Bentheim auf dem Soldatenfriedhof Pomezia in Block T, Grab 1.741.

Die Gednkplatte für Johann Georg von Bentheim auf dem Alten Friedhof von Gießen

Sonderbeitrag: Arnold Mueller-Leutert

Der Soldat Arnold Mueller-Leutert wurde am 01.04.1921 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Jagdflieger, und Leutnant. Am 24.04.1944 fiel er im Alter von 23 Jahren bei einem Luftkampf nahe der bayerischen Landeshauptstadt München.

Man begrub Arnold Mueller-Leutert auf dem Waldfriedhof München Reihe 71 Grab 36.

Das Grab mit der Gedenkplatte für Arnold Mueller-Leutert auf dem Alten Friedhof von Gießen
Die Gedenkplatte für Arnold Mueller-Leutert auf dem Alten Friedhof von Gießen

Sonderbeitrag: Hans Schlosser

Der Soldat Hans Schlosser wurde am 15.07.1882 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 10. Kompanie des 99. Infanterie-Regiments. Am 31.10.1914 fiel er während der Ersten Flandernschlacht im Alter von 32 Jahren in Belgien vor Ypern (Flandern) in der Nähe der Ortschaft Gheluvelt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Hans Schlosser berichtet die Regimentsgeschichte des 99. Infanterie-Regiments:

31. Oktober. 5 Uhr vorm. stößt das Regiment auf heftigsten Widerstand an der Windmühlenhöhe südöstlich Gheluvelt. Die vordersten Linien erleiden sehr schwere Verluste und sehen sich zum Eingraben im ebenen flandrischen Boden gezwungen.

Mit Hellwerden setzt eigenes Artilleriefeuer auf die stark besetzte Windmühlenhöhe ein. Oblt. d. R. Walter wird beauftragt mit seiner 2. Komp. die Windmühlenhöhe zu nehmen, während das übrige I. Batln. zur Schließung einer links gegen das Inf.-Regt. 136 klaffenden Lücke eingesetzt wird.

Maschinengewehre sollen den Angriff unterstützen.

In wenigen langen Sprüngen, doch nicht ohne Verluste, gelangt die 2. Komp. von Hecke zu Hecke bis auf nahe Entfernung an den Feind und nimmt den Feuerkampf auf. Um 1 Uhr nachm. soll zum Sturm angetreten werden, gleichzeitig mit dem rechts gegen das Dorf Gheluvelt angesetzten Inf.-Regt. 105. Der Gefechtslärm läßt kaum mehr einen Befehl von Mann zu Mann durchkommen. Die Verluste im feindlichen M.G.-Feuer mehren sich.

Der Regiments-Kommandeur Oberstlt. Nollau wird schwer verwundet, der bewährte Kommandeur des III. Batlns., Major Held, fällt. An ihre Stelle treten Major Reinicke vom I. Batln. und Hauptmann von Kistowski; Hauptmann Bergeré übernimmt die Führung des I. Batlns. Außerdem fallen in kurzer Zeit 3 Offiziere, 10 werden verwundet, die Mannschaftsverluste steigern sich entsprechend. Da zeigt sich in einem Graben an der Windmühlenhöhe ein weißes Tuch, einzelne Engländer laufen fliehend bergan. Oblt. d. R. Walter springt schnell entschlossen hinzu, noch ehe ihm seine hinter undurchdringlicher Hecke liegenden Mannschaften folgen können. Die Engländer treten widerstandslos aus dem Graben und werden abgeführt. Weiterstürmend gewinnt die Kompagnie mit den rechts und links sich anschließenden anderen Teilen des Regiments Mühlengehöft und Höhe, die nach erbittertem Kampf 2,30 Uhr nachm. in unserem Besitz ist. 200 Gefangene sind gemacht, 1 M.G. und zahlreiches Kriegsgerät erbeutet.

Der Feind geht flüchtend zurück, wirksam verfolgt vom Infanterie- und Artilleriefeuer der Unseren.

Dem einzelnen, in der Mitte des Geschehens Stehenden noch unbewußt, ist der Sieg in greifbare Nähe gerückt. Der Durchbruch durch die englischen Linien ist fast vollendete Tatsache und wurde, wie nachträglich geschichtlich feststeht, nur durch das Eingreifen des französischen Generals Foch verhindert.

In der Verfolgung vermischten sich die ohnehin durcheinander gekommenen Verbände noch mehr und erschwerten die Führung der ihrer Offiziere meist beraubten Truppe.

Der rechte Flügel des II. Batlns. drang bis zum Nordostrand von Gheluvelt vor und hielt ihn gegen starken Feind, dessen Gegenwirkung namentlich schwer war aus dem in der rechten Flanke liegenden Polygon-Wald, gegen den die rechte Nachbardivision nicht vorwärts gekommen war. Die links anschließende Linie lag hart südwestlich Gheluvelt.“

Man begrub Hans Schlosser auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Das Grab der Familie Schlosser auf dem Alten Friedhof von Gießen mit der Inschrift für Hans Schlosser
Die Gedenkschrift für Hans Schlosser

Sonderbeitrag: Hans Schlosser

Der Soldat Hans Schlosser wurde am 15.07.1882 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Er war Oberlehrer an der Schillerschule. in Frankfurt am Main Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 10. Kompanie des 99. Infanterie-Regiments. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Ersten Flandernschlacht vor Ypern bei Gheluvelt in Belgien.

Über den Todestag und die Todesumstände von Hans Schlosser berichtet die Regimentsgeschichte des 99. Infanterie-Regiments:

„31. Oktober. 5 Uhr vorm. stößt das Regiment auf heftigsten Widerstand an der Windmühlenhöhe südöstlich Gheluvelt. Die vordersten Linien erleiden sehr schwere Verluste und sehen sich zum Eingraben im ebenen flandrischen Boden gezwungen.

Mit Hellwerden setzt eigenes Artilleriefeuer auf die stark besetzte Windmühlenhöhe ein. Oblt. d. R. Walter wird beauftragt mit seiner 2. Komp. die Windmühlenhöhe zu nehmen, während das übrige I. Batln. zur Schließung einer links gegen das Inf.-Regt. 136 klaffenden Lücke eingesetzt wird.

Maschinengewehre sollen den Angriff unterstützen.

In wenigen langen Sprüngen, doch nicht ohne Verluste, gelangt die 2. Komp. von Hecke zu Hecke bis auf nahe Entfernung an den Feind und nimmt den Feuerkampf auf. Um 1 Uhr nachm. soll zum Sturm angetreten werden, gleichzeitig mit dem rechts gegen das Dorf Gheluvelt angesetzten Inf.-Regt. 105. Der Gefechtslärm läßt kaum mehr einen Befehl von Mann zu Mann durchkommen. Die Verluste im feindlichen M.G.-Feuer mehren sich.

Der Regiments-Kommandeur Oberstlt. Nollau wird schwer verwundet, der bewährte Kommandeur des III. Batlns., Major Held, fällt. An ihre Stelle treten Major Reinicke vom I. Batln. und Hauptmann von Kistowski; Hauptmann Bergeré übernimmt die Führung des I. Batlns. Außerdem fallen in kurzer Zeit 3 Offiziere, 10 werden verwundet, die Mannschaftsverluste steigern sich entsprechend. Da zeigt sich in einem Graben an der Windmühlenhöhe ein weißes Tuch, einzelne Engländer laufen fliehend bergan. Oblt. d. R. Walter springt schnell entschlossen hinzu, noch ehe ihm seine hinter undurchdringlicher Hecke liegenden Mannschaften folgen können. Die Engländer treten widerstandslos aus dem Graben und werden abgeführt. Weiterstürmend gewinnt die Kompagnie mit den rechts und links sich anschließenden anderen Teilen des Regiments Mühlengehöft und Höhe, die nach erbittertem Kampf 2,30 Uhr nachm. in unserem Besitz ist. 200 Gefangene sind gemacht, 1 M.G. und zahlreiches Kriegsgerät erbeutet.

Der Feind geht flüchtend zurück, wirksam verfolgt vom Infanterie- und Artilleriefeuer der Unseren.

Dem einzelnen, in der Mitte des Geschehens Stehenden noch unbewußt, ist der Sieg in greifbare Nähe gerückt. Der Durchbruch durch die englischen Linien ist fast vollendete Tatsache und wurde, wie nachträglich feststeht, nur durch das Eingreifen des französischen Generals Foch verhindert.

In der Verfolgung vermischten sich die ohnehin durcheinander gekommenen Verbände noch mehr und erschwerten die Führung der ihrer Offiziere meist beraubten Truppe.

Der rechte Flügel des II. Batlns. drang bis zum Nordostrand von Gheluvelt vor und hielt ihn gegen starken Feind, dessen Gegenwirkung namentlich schwer war aus dem in der rechten Flanke liegenden Polygon-Wald, gegen den die rechte Nachbardivision nicht vorwärts gekommen war. Die links anschließende Linie lag hart südwestlich Gheluvelt.“

Man begrub Hans Schlosser auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Die Gedenkschrift für Hans Schlosser
Das Grab der Familie Schlosser auf dem Alten Friedhof von Gießen mit der Inschrift für Hans Schlosser

Sonderbeitrag: Alfred Scheel

Der Soldat Alfred Scheel wurde am 19.05.1870 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Forstmeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann der Reserve in der 12. Kompanie des 125. Infanterie-Regiments. Am 22.10.1914 fiel er im Alter von 44 Jahren in Nordfrankreich nahe der Ortschaft Le Maisnil.

Der Sterbeort von Alfred Scheel:

Man begrub Alfred Scheel auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines ini Block 1, Grab 28.

Die Inschrift für Alfred Scheel auf dem Familien-Grabstein auf dem Alten Friedhof Gießen

Sonderbeitrag: Karl Schmall

Der Soldat Karl Schmall wurde am 28.04.1880 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Hessischer Oberförster. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.11.1914 fiel er im Alter von 34 Jahren an der Westfront. Er wurde wahrscheinlich während der Schlacht bei Ypern (Erste Flandernschlacht) in Belgien getötet.

Die Gebeine von Karl Schmall wurden wahrscheinlich in die Heimat überführt und im Familiengrab auf dem Alten Friedhof in Gießen beigesetzt.

Auf dem Grabstein der Familie Schmall sind noch folgende beiden Gefallenen der Familie aus dem Zweiten Weletkrieg vermerkt:

  1. Karl Heinz Schmall, geboren am 26.02.1924, gefallen im Feburar 1945 im Alter von 21 Jahren an der Ostfront.
  2. Hermann Datz, geboren am 04.02.1913,  Hauptmann in der Wehrmacht, gestorben am 02.03.1944 im Alter von 31 Jahren bei Nowi-Schachtinsk in russischer Gefangenschaft. Er wurde im Kriegsgefangenenlager Schachty begraben
Das Grab auf dem Alten Friedhof in Gießen mit der Inschrift für Karl Schmall
Die Inschrift für Karl Schmall

Sonderbeitrag: Andreas Hüter

Der Soldat Andreas Hüter wurde am 13.01.1899 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger, Pionier und Gefreiter. Am 16.07.1918 fiel er in der Nähe von Aussonce in den Ardennen.

Man begrub Andreas Hüter auf dem Soldatenfriedhof Aussonce in Block 2, Grab 392.

Die Lage der Gedenkplatte für Andreas Hüter auf dem Alten Friedhof Gießen
Die Gedenkplatte für Andreas Hüter auf dem Alten Friedhof in Gießen
Rückseite des Grabes mit der Gedenkplatte für Andreas Hüter

Sonderbeitrag: Oberlehrer Ludwig Schmidt

Der Soldat Ludwig Schmidt wurde am 12.03.1885 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war von Beruf Oberlehrer. Er war Mitglied der Gießener Burschenschaft Alemannia.

Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve im 1. Garde-Reserve-Feldartillerie-Regiment. Am 31.03.1918 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Puissieux-au-Mont.

Man begrub Ludwig Schmidt auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.-Vaast in Block 29, Grab 251.

Gedenkplatte für Ludwig Schmidt auf dem Alten Friedhof Gießen
Der Standort der Gedenkplatte für Ludwig Schmidt auf dem Alten Friedhof Gießen

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 97: Heinrich Krömmelbein

Der Soldat Heinrich Krömmelbein wurde am 01.06.1890 in der hessischen Stadt Lauterbach geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 2. Kompanie des 117. Infanterie-Leib-Regiments. Am 19.04.1915 wurde er bei Saint-Quentin, genauer gesagt bei Chaulnes an der Somme schwer verwundet. Am 05.07.1915 verstarb er im Alter von 25 Jahren im Vereinslazarett der hessischen Stadt Gießen an seinen Wunden.

Man begrub Heinrich Krömmelbein auf dem Alten Friedhof Grünberg in Grab 5.

Grab von Heinrich Krömmelbein auf dem Alten Friedhof Grünberg

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 96: Johannes Sauer

Der Soldat Johannes Sauer wurde am 21.04.1870 in der hessischen Ortschaft Lumda geboren, einem Ortsteil der Stadt Grünberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann im 7. Pußartillerie-Regiment. Am 11.08.1917 verstarb er im Alter von 47 Jahren in einem Lazarett in der hessischen Stadt Gießen an einer Krankheit.

Man begrub Engelhard Weber auf dem Alten Friedhof Grünberg in Grab 3.

Grab für Johannes Sauer auf dem Alten Friedhof in Grünberg (Hessen)