Der Soldat Horst von Kurnatowski wurde am 21.06.1884 in der hessischen Stadt Bad Hersfeld geboren und war Regierungsassessor. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant der Reserve in der 6. Batterie des 1. Garde-Feldartillerie-Regiments. Am 18.07.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Krasnostaw in Wolhynien (Ukraine).
Man begrub Horst von Kurnatowski nach Überführung in die Heimat auf dem Alten Friedhof in Gießen.
Das Grab von Horst von Kurnatowski auf dem Altern Friedhof GießenDie Grablage „von Kurnatowski“ auf dem Alter Friedhof Gießen
Bei einem Spaziergang über den städtischen Friedhof der kleinen hessischen Stadt Hungen stieß ich auf ein Grab mit einem Gedenkhinweis auf Leutnant der Reserve Karl Schmidt. Er stammte aus Seligenstadt, Offenbach und wurde am 05.12.1896 geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 1. Kompanie des 221. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.11.1915 fiel er im Alter von 18 Jahren bei Siemikowce (ukrainisch: Semykivtsi) im damaligen Russland und in der heutigen Ukraine.
Der Sterbeort von Karl Schmidt:
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Schmit berichtet die Regimentsgeschichte des 221. Reserve-Infanterie-Regiments:
„In der Nacht zum 2. November wurden die Verbände geordnet und ein durchlaufender schützengraben ausgehoben. Ein in den Morgenstunden versuchter Angriff auf die feindlichen Linien brach wiederum zusammen. Nur am rechten Flügel war es der Honved-Division gelungen, in Siemikowce einzudringen. Daraufhin erhielt das III. Bataillon folgenden Befehl: „Honveds haben den M. H. Siemikowce in Besitz genommen und gegen den Feind, der sich zwischen M. H. und III. Bataillon 221 befindet, Front zu machen. III. Bataillon Reserve-Infanterie-Regiment 221 hat bei Einbruch der Dunkelheit, linker Flügel am Seeufer, rechter Flügel an der Straße vorzugehen und den schwachen russischen Gegner auf die Honveds zurückzuwerfen und gefangen zu nehmen. Eile tut not!“ Die Sturmkolonnen wurden im Graben bereitgestellt, und um 10 Uhr abends brachen sie hervor. Sofort setzte wieder furchtbares Infanteriefeuer der Russen ein, die mit Leuchtraketen das ganze Gelände taghell erleuchteten. Die auf dem Bauche vorkriechenden Leute wurden abgeschossen; gewaltig waren die Verluste. Es blieb nichts anderes übrig, als die Kompanien wieder in die Ausgangsstellung zurückzunehmen. Der Sturmversuch war erneut gescheitert.“
Die Lage des Grabes von Karl Schmidt ist heute unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Das Grab mit der Gedenkplatte für Karl SchmidtDie Gedenkplatte für Karl Schmidt
Der Soldat Sebastian Steindl wurde am 26.01.1920 in der bayerischen Gemeinde Saal an der Donau geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Kraftfahrer in einem Sanitätszug. Am 13.07.1941 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Peremyshel‘, 30 km ostw. Ostrog in der Ukraine.
Man begrub Sebastian Steindl auf einem Feldfriedhof bei Peremyshel. Ob sein Grab heute noch existiert, ist unbekannt.
Sterbebild von Sebastian SteindlRückseite des Sterbebildes von Sebastian Steindl
Der Soldat Wolfgang Pitzenbauer wurde am 18.05.1913 in München geboren. Er wurde Kaplan und hatte seine Primiz am 23.05.1937. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Gebirgsjäger-Regiment als Sanitäts-Gefreiter. Am 21.09.1941 fiel er im Alter von 27 Jahren westlich Timoschewka in der Ukraine an der Ostfront.
Man begrub Wolfgang Pitzenbauer auf dem Soldatenfriedhof Kirowograd – Sammelfriedhof in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Kamml wurde am 30.03.1923 in Irlberg , einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Anger, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Jäger in der deutschen Wehrmacht. Am 25.02.1943 fiel er im Alter von 19 Jahren im Raum Einelnikowo Südabschnitt, Ukraine. Der Volksbund gibt Ljuboirowka als Sterbeort an.
Man begrub Josef Kamml auf dem Soldatenfriedhof Ljubomirowka / Saporoshje in der Ukraine auf einem Feldfriedhof. Ob sein Grab noch existiert, ist unklar.
Der Soldat Konrad Kohl wurde am 02.07.1912 in der bayerischen Gemeinde Voggendorf geboren und war Landwirt. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Sanitäter in einem Infanterie-Regiment der Whrmacht. Am 08.08.1943 verstrab er nach schwerer Verwundung im Alter von 31 Jahren im Kriegslazarett 4/607 in der Ukraine an der Ostfront.
Man begrub Konrad Robl wahrscheinlich auf dem Soldatenfriedhof Charkow anonym in einem Massengrab
Sterbebild von Konrad KohlRückseite des Sterbebildes von Konrad Kohl
Der Soldat Johann Merkt wurde am 18.02.1913 in Bayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einer Sanitäts-Kompanie der Wehrmacht. Am 23.06.1944 verunglückte er im Alter von 31 Jahren bei Kamionka Strumiłowa in der heutigen Ukraine an der Ostfront tödlich.
Die Lage des Grabes von Johann Merkt ist unbekannt.
Sterbebild von Johann MerktRückseite des Sterbebildes von Johann Merkt
Der Soldat Hans Eiglstorfer wurde am 01.11.1903 in Haarbach geboren, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg, und war Maurermeister von Beruf. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Sanitäts-Obergefreiter. Am 30.08.1943 fiel er im Alter von 40 Jahren Osten, 500 Meter ostlich Jampol (ukrainisch: Jampil).
Man begrub Hans Eiglsstorfer auf einem Feldfriedhof bei Pruditsche / Gluchow in der heutigen Ukraine. Sein Grab existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Sterbebild von Hans EiglstorferRückseite des Sterbebildes von Hans Eiglstorfer
Der Soldat Johann Wild wurde am 06.05.1907 in St. Ulrich geboren und war Landwirt. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einer Armee-Sanitäts-Abteilung. Er wurde mit der Ostmedaille ausgezeichnet. Am 19.10.1943 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Passika an der Ostfront
Man begrub Johann Wild zunächst bei Radomyschl in der Ukraine und bettete seine Gebeine später auf den Sammelfriedhof Kiew in ein Massengrab um.
Sterbebild von Johann WildRückseite des Sterbebildes von Johann Wild
Der Soldat Erich Guttkuhn wurde am 19.11.1914 in Schivelbein (heute polnisch: Świdwin) geboren und lebte in Praßfeld. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment des Wehrmacht und wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 12.02.1943 fiel er im Alter von 28 Jahren bei den Abwehrkämpfen an der Ostfront in der Nähe von Grischino (Ukraine, heute: Pokrowsk).
Man begrub Erich Guttkuhn auf dem Soldatenfriedhof Charkow in Block 12, Reihe 47, Grab 8.084.
Todesanzeige für Erich Guttkuhn in der Gumbinner allgemeinen Zeitung vom 17.04.1943