Sonderbeitrag: Fritz Brötz

Der Soldat Fritz Brötz wurde am 30.05.1896 in der hessischen Stadt Limburg an der Lahn geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier. Am 28.05.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Saint-Mard, wo man ihn auch zunächst begrub.

Später bettete man Fritz Brötz auf den Soldatenfriedhof Soupir in Block 3, Grab 1.114 um.

Das Familiengrab der Familie Brötz mit einer Gedenktafel für Fritz Brötz auf dem Friedhof von Limburg an der Lahn
Die Gedenktafel für Fritz Brötz
Gedenktafel für Helmut und Wolfgang Brötz

Seinen Angehörigen Helmut und Wolfgang Brötz gedenkt man auf dem gleichen Grabdenkmal auf dem Friedhof von Limburg an der Lahn.

Wolfgang Brötz wurde am 23.05.1921 geboren und fiel am 23.06.1944 im Raum Witebsk. Er wurde 23 Jahre alt. Seine Grablage ist unbekannt.

Helmut Brötz wurde am 17.03.1917 in Großalmerode geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier. Am 26.02.1943 fiel er in Tunesien 5 Kilomter nördlich El Aroussa. Man begrub ihn auf dem Soldatenfriedhof Bordj-Cedria in Hof NAS Ossario 12A Tafel 4.

Sonderbeitrag: Hauptmann Friedrich Hollenbach

Der Soldat Friedrich Hollenbach wurde am 14.07.1877 in der bayerischen Gemeinde Werneck geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann in der 6. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er war vom 16. bayerischen Infanterie-Regiment dorthin abkommandiert worden. Am 20.02.1915 fiel er während der 1. Schlacht bei Münster im Alter von 43 Jahren. Er wurde bei Mühlbach (französisch: Muhlbach-sur-Munster) getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände von Friedrich Hollenbach berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Die unübersichtlichen Geländeverhältnisse und die weit auseinandergezogenen Kompanien waren Grund dafür, dass diese Rückwärtsbewegung erst in der Frühe des 20. Februar vollendet war. Die Stellung verlief von Punkt 553 am Ostrand des Wäldles bis Steinbruch südlich Meyerhof. Bei einem schneidend kalten Wind graben sich die Leute mühsam mit dem kleinen Schanzzeug in den hartgefrorenen, felsigen Boden ein. Schon im Laufe der Nacht gelingt es, knietiefe einzelne Schützenlöcher herzustellen.

Der Gefechtsstand des Regiments wurde nach Mühlbach verlegt. Ein Panzerzug brachte im Laufe der Nacht Pioniermaterial und Nahkampfmittel vor. Es galt den Ausbau der gewonnenen Stellung so rasch als möglich und mit allen Kräften zu fördern. Die Verstärkungsarbeiten konnten nur mit größter Vorsicht vorgenommen werden. Der unruhig gewordene Feind hält die Linie Mönchberg-Reichackerkopf-Sattel-Klitzerstein-Tännle-Gaschneykopf besetzt.

Die Kämpfe um Muhlbach hatten dem Regiment die ersten schweren Verluste gebracht. Hauptmann Hollenbach 6./18, Feldwebel Breitschaft 1/18 fielen im Gefecht, Hauptmann Freiherr von Pechmann 2./18 wurde tödlich verwundet, mit ihnen starben oder sind ihren Todeswunden erlegen 42 Unteroffiziere und Mannschaften. Verwundet wurden Leutnant der Reserve Buchert 5./18 und Drexel 8./18 und die beiden Bataillonsadjutanten Leutnant Freiherr von Speidel I./18, Leutnant der Reserve Anton Weinberger II./18, mit ihnen 110 Unteroffiziere und Mannschaften, ungezählt eine große Anzahl Leichtverwundeter, die bei der Truppe verblieben. Der Friedhof von Mühlbach nahm eine allzugroße Zahl braver 18er auf!“

Man begrub Friedrich Hollenbach zunächst in Mühlbach (französisch: Muhlbach-sur-Munster). Nach dem Ersten Weltkrieg wurden seine Gebeine auf den Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 5, Grab 47 umgebettet.

Das heutige Grab von Friedrich Hollenbach auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach
Das heutige Grab von Friedrich Hollenbach auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach
Ein altes Foto des Grabes von Friedrich Hollenbach in Mühlbach

 

Soldatenschicksale des 2. Weltkrieges Teil 204: Karl Schleich

Der Soldat Karl Schleich wurde am 01.06.1925 in der bayerischen Gemeinde Altenstadt geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter und Kradmelder in einer Panzer-Kompanie der deutschen Wehrmacht. Am 12.11.1944 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Baronweiler in Lothringen.

Man begrub Karl Schleich zunächst zunächst begraben in Baronweiler. Später bettete man ihn auf den Soldatenfriedhof Andilly in Block 20, Reihe 8, Grab 545 um.

Sterbebild von Karl Schleich
Rückseite des Sterbebildes von Karl Schleich

Soldatenschicksale des 2. Weltkrieges Teil 186: Johann Wild

Der Soldat Johann Wild wurde am 06.05.1907 in St. Ulrich geboren und war Landwirt. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einer Armee-Sanitäts-Abteilung. Er wurde mit der Ostmedaille ausgezeichnet. Am 19.10.1943 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Passika  an der Ostfront

Man begrub Johann Wild zunächst bei Radomyschl in der Ukraine und bettete seine Gebeine später auf den Sammelfriedhof Kiew in ein Massengrab um.

Sterbebild von Johann Wild
Rückseite des Sterbebildes von Johann Wild