Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 737: Johann Drapp

Der Soldat Michael Obermeier wurde am 28.12.1887 in der Gemeinde Sinzheim im heutigen Bundesland Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 10. Kompanie des 111. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.09.1914 starb er nach schwerer Verwundung im Festungslazarett Straßburg XXII Lyceum.

Man begrub Johann Drapp auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg in Block 1, Grab 213.

Das Grab von Karl Preisendanz und Johann Drapp auf dem Soldatenfriedhof Straßburg

 

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 733: Kaspar Prätorius

Der Soldat Kaspar Prätorius stammte aus Oggersheim, einem Stadtteil von Ludwigshafen am Rein im heutigen Bundesland Rehinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 10. Kompanie des 17. bayerischen Infanterie-Regiments.Am 25.08.1914 fiel er bei Rozelieures (Verlustliste: Haudonviller).

Über den Todestag und die Todesumstände von Kaspar Prätorius berichtet die Regimentsgeschichte des 17. bayerischen Infanterie-Regiments:

„25.08. Die erreichte Stellung sollte gehalten werden. 5.30 Uhr stand das Regiment gefechtsbereit und zwar I. Bataillon rechts, II. Bataillon links der Straße Remenoville-Vennezey in vorderer Linie, III. Bataillon in zweiter Linie hinter dem rechten Flügel.

Etwa 7 Uhr vormittags griff der Feind mit starken Kräften aus südlicher Richtung an. Gleichzeitig setzte starkes feindliches Artilleriefeuer auf die vordere Linie und den Südrand von Remenoville ein. Trotz der erheblichen Verluste und des Munitionsmangels, der in vorderster Linie eintrat, wurden die Stellungen behauptet. Zur Entlastung des schwer bedrängten I. Bataillons war inzwischen das III. Bataillon am rechten Flügel des Regiments eingesetzt worden. Um denm verlustreichen feindlichen Artilleriefeuer auszuweichen, ging die vordere Linie zum Gegenangriff über, III. Bataillon drang in Rozelieures ein. II. Bataillon und Teile des I. Bataillons entrissen dem Feind nach heftigem Kampf Vennzey und besetzten es. Das Vorgehen wurde von der Maschinengewehr-Kompanie tatkräftig unterstützt, die mit zwei Zügen am linken und mit einem Zug am rechten Flügel des II. Bataillons eingesetzt wurde.

Infolge des immer mehr sich fühlbar machenden feindlichen Druckes am rechten Flügel und abermals eingetretenen Munitionsmangels gab die Division 4 Uhr nachmittags den Befehl zum Rückzug auf Gerbéviller. Die Loslösung vom Feinde gelang ohne besondere Schwierigkeiten, da er nicht nachdrängte, aber das feindliche Artilleriefeuer verursachte teilweise noch große Verluste. Vor Gerbéviller wurden die Verbände geordnet, nachts bezog das Regiment Biwak am Ostrand von Gerbéviller.“

 

Man begrub Kaspar Prätorius auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in Block 2, Grab 67.

Das Grab von Kaspar Prätorius auf de Soldatenfriedhof Gerbéviller

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 727: Eugen Mareis

Der Soldat Eugen Mareis wurde am 02.08.1876 in der bayerischen Ortschaft Weissenhorn geboren, lebte in Stuttgart, der Landeshauptstadt des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg, und war von Beruf Wirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 13. Kompanie des 121. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 04.09.1914 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Mönchberg.

Über den Todestag und die Todesumstände von Eugen Mareis berichtet die Regimentsgeschichte des 121. Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Der 4. September

Ein heißer Tag war es fürwahr
Mittag schlug es vom Turm
Als unsere brave Landwehrschar
Den Mönchberg nahm im Sturm.

In dunklen Waldeshöhen
Der Feind lag gut gedeckt
Wir konnten nichts erspähen
Bis uns sein Feuer schreckt

Ein grausam Kugelregen
Schlägt ein in unsere Reih’n
Nun gilt es sich zu regen
„Kameraden, jetzt haut drein“.

So ruft der tapfre Hauptmann
Zum langersehnten Kampf
Es blitzt, es kracht und Mann für Mann
Liegt nun im Pulverdampf

Das Sturmsignal „Kartoffelsupp“
Tönt drauf an unser Ohr
Mit aufgepflanztem Bajonett
Geht jetzt die Landwehr vor.

Man denkt noch kurz an Weib und Kind
UNd auch ans Mütterlein
Dann „Gott mit uns – furchtlos und treu“
Der Sieg muss unser sein.

Dies die Verse des Wehrmanns Domminik, 2. Kompanie, über den ernsten Tag, um den viele Tränen fließen mussten. – „Brigade von Frech“ hatte sich morgens in Günsbach zum geschlossenen Vormarsch auf Münster versammelt; IV. und I./Landwehr-Infanterie-Regiment 121 mit Maschinengewehren als Vorhut, II. und III. sowie das Landwehrregiment 123 als Gros. Wohlgemut zogen wir in die Spätsommerhitze im Talgrund auf der staubigen nördlichen Fechtstraße nach Westen, voll Erwartung auf den Übergang auf französischen Boden, den wir heute oder morgen erwarteten, denn danach stand jedem der Sinn; Krieg heißt Feindesland. Der Grenzkamm schloss weit hinten den Horizont ab, mächtige Waldkuppen türmten sich davor, ganz vorn der Reichackerkopf und Mönchberg die dicht hinter Münster anstiegen; Kirchturm und Dächer des Städtchens wurden allgemach sichtbar. Links hatten wir das ziemlich breite Münstertal, rechts ragten neben der Straße steile bewaldete Hänge auf; lange Reihen von Kopfscheiben hatten die Franzosen dort oben vor dem Waldrand aufgestellt; wir sollten wohl da hinauf einen Angriff in Szene setzen.

Mädchen kamen uns entgegengeradelt. „Seid ihr endlich da?“, aus allen Häusern winkten die Münsterer, und überall wurden uns Erfrischungen angeboten. „Gestern Abend sind sie abgezogen. Aber Vorsicht: hinter der Stadt sitzen sie in den Bergen!“

Die Vorhut erhielt Befehl, über den Reichackerkopf auf den „Sattel“ und den „Sattelkopf“ zu marschieren; II./L. 121 hatte im „Kleintal“, nördlich davon, die Linie Weiher-Widenthal zu erreichen und mit der bayerischen Landwehr auf den Höhen rechts Verbindung zu suchen; der Rest der Brigade sollte der Vorhut folgen.

11.30 Uhr trat 15./L. 121 als Spitze an; das II. Bataillon zog sich nach seinem nordwestlichen Ortsausgang und schickte die 6. Kompanie zur Aufklärung und Flankendeckung gegen die kahlen Felshänge von Hohrodberg halbrechts hinauf.

300 Meter weit war die 15. Kompanie aus Münster die Bergstraße nach dem Reichackerkopf angestiegen, als an den „Spitaläckern“ aus naher Entfernung ein schwerer Infanteriefeuerüberfall auf sie niederging, der nur zu gut lag. Es kam aus Dickicht, Gehölz und dem Waldrand oberhalb – die Warnung der Männer von Münster: hier hatten sie gelauert und uns dicht herankommen lassen. So rasch das böse Gelände es zuließ, entwickelte die 15. beiderseits des Fahrwegs ihre Schützen, – Raum dazu fehlte, da der Berg rechts scharf abfiel, zur Linken steil aufstieg und begann gegen den Feind zu klimmen. Die 13. Kompanie trat ins Gefecht, dann 14. und 16./L. 121, die Schützenlinie beiderseits verlängernd; hierauf wurde das I. Bataillon eingeschoben. Der Regimentskommandeur und beide Bataillonskommandeure führten ihre Truppen persönlich vor, gruppenweise im heftigsten Feuer, so gut es ging; furchtbar hinderte die Enge der Örtlichkeit jede einfachste Bewegung. Unsere Verluste wuchsen rapid; Oberstleutnant Brock, unser Regimentskommandeur Oberstleutnant Bechtiger, der Adjutant des I., Oberleutnant Paul, die Oberleutnants Schittenhelm und Stübler, Kompanieführer der 16. und 3., Leutnant Müller, 2., einen nach dem andern rafften die Feuergarben der Franzosen in einer Viertelstunde fort, wie sie ihre Leute vorbrachten, und um sie ihre Zug- und Gruppenführer, ihre Mannschaften, und die Zahl der Toten und Verwundeten schwoll mit jeder Minute weiter an. An einheitliche Leitung war nicht zu denken; jeder Führer suchte mit den nächstliegenden Leuten auf dem steinigen Boden aufwärtskriechend, an Wurzeln und Gesträuch sich hochziehend, Überblick und Schussfeld, jeder einzelne kämpfte wütend für sich gegen die Hunde in ihren Buschverstecken und Bäumen oben.

Inzwischen hatte das II. Bataillon, beim Verlassen des Nordwestrands von Münster heftig, aber wirkungslos von französischen Batterien beschossen, sein Ziel Weiher fahren lassen und sich in breiter Front quer durch die Fecht und das „Kleintal“ auf den Gefechtslärm am Reichackerkopf zugestürzt; die feindliche Artillerie folgte ihm durch den Grund mit ihren Granaten und Schrapnells. Es lief den Reichackerkopf von Norden an. Am linken Flügel unserer Linie griff III./L. 121 mit 3 Kompanien und Maschinengewehren ein, Front nach Nordost und fand brauchbares Schussfeld. Der konzentrische Druck duckte die Franzosen, unser zunehmendes Feuer wirkte und sie wurden bescheidener. Unsere Batterie ließ vom Nordwestrand von Münster ihre Schüsse gegen rückwärtige Ziele beim Feind krachen; sie tat gut, sich nicht in das Infanteriegefecht zu mischen, von dessen Stand von unten nichts zu erkennen war. Genug, dass Gruppen des IV. mit ihren blaueb Röcken von eigenen Verstärkungen für Franzosen gehalten und von hinten beschossen worden waren.

Wir waren so weit: Sturm. Mit Zusammenraffung allerKraft war die Linie sich den letzten Sprung über die felsigen Hänge aufwärts und brach in den Wald ein; einiges Handgemenge, ein paar Gefangene, im übrigen flüchtete der Feind. Erschöpft und keuchend nahm die Truppe die Verfolgung auf; sie führte über die obere „Hangstraße“ auf den „Sattel“ zu; Tornister, Waffen und Kleidungsstücke der Franzosen markierten ihren Weg. Beim Wegekreuz am Osthang der Kuppe 771 sammelten und ordneten sich unsere vier Bataillone, dann wurde die Höhe 771 besetzt; Reichackerkopf und Mönchberg waren überwunden.

Der nächste Waldberg in Richtung auf den Vogesenkamm und die deutsche Grenze ist der „Sattelkopf“, von dem nach Stoßweiher, wie in entgegengesetzter, südlicher Richtung tief eingeschnittene Wiesentäler abfallen; jenseits setzt die Walddecke des Sattelkopfmassivs dicht oberhalb des „Sattels“ an. Am Waldrand stehen die „Sattelhäuser“, wenige einzelne Grbäude.

Unsere Bataillone hielten rückwärts der diesseitigen Waldgrenze, um zunächst mit schwachen Patrouillen auf den Wiesengrund vorzufühlen. Und kaum waren diese aus den Bäumen angetreten, als wildes Infanterie- und Maschinengewehrfeuer von drüben auf sie einschlug; Hauptmann Lang, der Kompanieführer der 1. wurde tödlich getroffen. Der Feind hielt im übrigen vielfach zu hoch, so dass uns weitere Blutopfer erspart blieben. Was uns interessierte, wussten wir nun und zogen die Aufklärer zurück, denen der Boden auf ihrem dem Gegner zugeneigten Wiesenhang heiß genug geworden war.

Zwecklos, den Sattelkopf ohne Vorbereitung anzurennen; er war ohne schwere Einbußen nur zu stürmen, wenn seine Verteidiger während unseres Vorgehens durch den Wiesengrund von Artillerie und Maschinengewehren niedergehalten wurden und dafür war’s zu spät; der Abend war da. Ein dünner Schützenschleier wurde als Sicherung an den Waldrand postiert, dahinter legten sich die Reste der geschlossenen Kompanien; einige Reserven wurden ans Wegekreuz zurückgenommen. Die Verpflegungsoffiziere brachten um Mitternacht Leiterwagen voll Brot und Fleischkonserven vor, aber die Truppe wollte nicht viel davon wissen, obschon sie den Tag über nichts gegessen hatte. Besser etwas Schlaf, der auf dem feuchten Waldbosen in der Nachtkühle nicht recht kommen wollte. Zu gleicher Zeit befahl die Brigade, bei Tagesanbruch den Sattel anzugreifen. Ohne Vorbereitung und Feuerunterstützung durch Artillerie? Gleichgültig; nur Ruhe jetzt! Zwei Stunden später wurde die Räumung der Höhen in völliger Stille angeordnet; 4.30 Uhr morgens war damit zu beginnen und der Verstand stand uns vollends still: den Reichackerkopf und den Mönchberg, die eben unter schweren Verlusten gestürmt waren, räumen?

Die Beweggründe zu dieser Entschließung? Jenseits des Großtals, beim Hörnleskopf, Hohrodberg und Hohrod, im bayerischen Abschnitt, schien es nicht nach Wunsch gegangen zu sein. Unsere 6. Kompanie hatte auf ihrer Erkundung nahe bei Hohrod Kampfspuren, ein zerschossenes Geschütz und anderes angetroffen, Bayern nicht. Die auf die Höhe nordwestlich Münster vorgeschiebenen Züge der 6. und 7./L. 121, unsere Artilleriebedeckung, Flankensicherung und Verbindungstruppe nach Norden hatte bis in den Nachmittag nach rechts hinauf Fühlung mit einem bayerischen Unteroffiziersposten im Hof Bergbrochen gehabt, abends war Bergbrochen plötzlich von Franzosen besetzt und dass die Bayern ohne Nachricht abgezogen waren, kostete uns einen Mann, den der Feind aus unserer nächsten Verbindungspatrouille abschloss. Sie waren demnach zurückgegangen, die Franzosen gefolgt, und wenn der Gegner auf den nördlichen Münstertalbergen über Münster vorgekommen war, so beherrschte er unsere Zufahrtsstraße und konnte uns abschneiden. Später hörten wir, dass auch vom Gebweilertal her Alpenjäger mit Gebirgsartillerie gemeldet waren, kurz, es war in unserem Rücken wohl nicht geheuer und was die Einnahme und Wiederaufgabe einiger Berge angeht, so war man damals und im Bewegungskrieg überhaupt nicht überbedenklich. Im dämmernden Morgen stiegen die Bataillone schweigend wieder ins Tal hinab, vorbei an den beiderseits des Weges liegenden stillen Kameraden und den gefallenen Franzosen, von denen viele durch unsere Krankenträger und die Hilfe leistenden Einwohner von Münster noch nicht hatten geborgen werden können; die Verluste waren zu groß gewesen. Dann durch das schlummernde Münster; an seinem Ortsausgang wurde gesammelt. – Einer aber war auf dem Reichackerkopf geblieben: der lange Vizefeldwebel und Offiziersaspirant Brudermüller – „natürlich wieder ein früherer Einjähriger“ – hatte abseits seiner Kompanie unter einem lauschigen Strauch den Abmarsch und alles miteinander verschlafen und war in der Dunkelheit auch nicht vermisst worden; es fehlten so viele. Als er erwachte, war’s hell um ihn und alles leer, worauf er, allein der Verteidigung des Reichackerkopfes sich nicht gewachsen fühlend, beunruhigt den Rückzug antrat und bei der Rückmeldung in seiner Kompanie kein geringes Gelächter hervorrief. Es pflanzte sich durch das ganze Regiment fort und tat wunderbar gut; ermuntert und schon etwas gehoben gingen wir in den neuen Tag.“

Man begrub Eugen Mareis auf dem Soldatenfriedhof Munster in einem Massengrab.

Das Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Münster – in ihm sind 20 deutsche und französische Soldaten beigesetzt, drei davon blieben unbekannt.
Der Soldatenfriedhof Münster im Ersten Weltkrieg

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 722: Wilhelm Haug

Der Soldat Wilhelm Haug wurde am 02.04.1883 in der Hauptstadt des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg, Stuttgart. Er lebte in der bayerischen Stadt Nürnberg, war verheiratet und von Beruf Goldschläger. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.02.1915 fiel er währen der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) im Alter von 31 Jahren am Barrenkopf.

Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Haug berichtet die Regimentsgeschichte des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am Morgen des 21.02. kehrten sie zum Bataillon zurück. Am gleichen Morgen wurde der Angriff gegen den Combekopf nochmals versucht. Nach kurzer Artillerievorbereitung brachen 9. und 10./R. 23 wieder aus dem Walde hervor, gefolgt von 11. und 12./R. 23 in 2. Linie, es gelang auch einzelnen Zügen nach vorne Raum zu gewinnen, aber wieder schlug Flankenfeuer den Angriff zu Boden, wieder zeigte sich, dass ein frontales Anfassen der feindlichen Stellung unmöglich war. Nach nochmaliger einstündiger Artillerievorbereitung wurde um 12.30 Uhr nachmittags 10. und 11./R. 23 aus südöstlicher Richtung angesetzt, während 9./R. 23 gegen die Flankierungsanlagen auf dem Hörnleskopf vorging. Aber es gelang nicht, die Flankierungsanlagen des Feindes zu brechen, auch dieser Angriff brach im Flankenfeuer zusammen.

Um 6 Uhr abends befahl das Regiment: „Das Bataillon greift nicht weiter an, sondern verschanzt sich in seiner Stellung und hält diese. 12./R. 23 wird dem II./R. 23 zur Verfügung gestellt.“

Damit wurde endgültig auf die Gewinnung des Combekopfes von Osten her verzichtet. Obgleich das Bataillon sein Äußerstes hergegeben und drei Tage lang Kälte und Schnee und im wütenden feindlichen Feuer das Menschenmögliche versucht hatte, in immer erneuten Angriffen gegen den Gipfel vorzubrechen, war ihm nur der Erfolg beschieden gewesen, den Gegner zu binden und ihn zu verhindern, an andere bedrohte Punkte Kräfte wegzuziehen.“

Man begrub Wilhelm Haug auf dem Soldatenfriedhof Munster in einem Massengrab

Das Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Münster – in ihm sind 20 deutsche und französische Soldaten beigesetzt, drei davon blieben unbekannt.
Der Soldatenfriedhof Münster im Ersten Weltkrieg

Sonderbeitrag: Martin Reuss

Der Soldat Martin Reuss wurde am 14.07.1889 in der hessischen Stadt Friedberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 3. Kompanie des 19. Landsturm-Infanterie-Regiments. Am 21.10.1915 wurde er bei Marka in Russland schwer verwundet. 24.10.1915 starb er im Alter von 26 Jahren im Feldlazarett 20 Neugut in Russland.

Die Lage des Grabes von Martin Reuss ist unbekannt, wahrscheinlich existiert es nicht mehr.

In seiner Heimatstadt Friedberg gedenkt man Martin Reuss noch heute auf einem Denkmal. http://www.denkmalprojekt.org/2013/friedberg_wartturm_wetteraukreis_1870_wk1_hs.html

Das Grab der Familie Reuss auf dem Hauptsfriedhof Friedberg mit der Gedenkinschrift für Martin Reuss

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 676: Friedrich Hoffmann

Der Soldat Friedrich Hoffmann stammte aus Alexandrowo. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 12. Kompanie des 187. Infanterie-Regiments. Am 24.01.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Friedrich Hoffmann auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 121.

Das Grab von Wilhelm Kürbis und Friedrich Hoffmann auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 664: Jakob Bohn

Der Soldat Jakob F. Bohn stammte aus der bayerischen Gemeinde Kleinheubach.  Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Gefreiter in der 2. Kompanie des 22. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.09.1915 verunglückte er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) tödlich.

Man begrub Jakob F. Bohn auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 105.

In seiner Heimatgemeinde Kleinheubach gedenkt man Jakob Bohn noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/kleinheubach_wk1_bay.html

Das Grab von Jakob F. Bohn

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 663: Johann Hoffmann

Der Soldat Johann Hoffmann stammte aus Steinbach in Oberfranken. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Chevaulegers Gefreiter in der 7. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.09.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde während der zweiten Schlacht um Münster getötet.

Man begrub Johann Hoffmann auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 104.

Das Grab von Johann Hoffmann und Georg Windsheimer

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 684: Walter Schröcke

Der Soldat Walter Schröcke stammte aus der Stadt Schlettau in Sachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter im Stab des 21. Ulanen-Regiments. Am 20.06.1918 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde bei Hohrod durch einen Volltreffer in das Regiments-Gefechtszimmer verschüttet und getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände von Walter Schröcke berichtet die Regimentsgeschichte des 21. Ulanen-Regiments:

„Am 20.06.1918 zerstörte ein Volltreffer den Unterstand, in dem sich das Regiments-Gefechtszimmer befand. Der Regiments-Schreiber, Vizewachtmeister Grohmann, der Gefreite Schröck und Ulan Arnold wurden verschüttet und fanden so den Heldentod. Wie durch ein Wunder entging der Unteroffizier Berthold, der gerade den Unterstand betrat, dem gleichen Schicksal; er wurde durch den Luftdruck meterweit zur Seite geschleudert. Auf dem Ehrenfriedhof zu Münster wurden die drei bei Ausübung ihrer Pflicht gefallenen allgemein beliebten Kameraden am 23. unter militärischen Ehren zur ewigen Ruhe gebettet.“

Man begrub Walter Schröcke am 23.06.1918 auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 98.

Das Grab von Peter Hofbauer und Walter Schröck auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 670: Wilhelm Fleischmann

Der Soldat Wilhelm Fleischmann stammte aus Durlach, einem Stadtteil von Karlsruhe im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.05.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Wilhelm Fleischmann auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 4, Grab 30.

Das Grab von Wilhelm Fleischmann auf dem Soldatenfriedhof Münster