Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 666: Friedrich Behlen

Der Soldat Friedrich Behlen stammte aus Halsbek, einem Stadtteil der niedersächsischen Stadt Westerstede. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in der Maschinengewehr-Kompanie des 187. Infanterie-Regiments. Am 23.09.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Lingekopf (französisch: Collet du Linge) – Schratzmännele.

Die Sterberegion von Friedrich Behlen:

Man begrub Friedrich Behlen auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 107.

Das Grab von Friedrich Behlen auf dem Soldatenfriedhof Münster

Sonderbeitrag: Hauptmann Adam Becker

Der Soldat Adam Becker stammte aus der Stadt Deidesheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 18.08.1915 fiel er im Kampf in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Lingekopf.

Über den Todestag und die Todesumstände von Adam Becker berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

In der Nacht zum 18. August übernahm das I. Bataillon die Stellungen am Lingekopf.
Ein Teil der Lingekopf-Stellung hatte den Besitzer wiederholt gewechselt, er war am 4. August den Franzosen wieder entrissen worden und es war deshalb damit zu rechnen, daß dieselben ihn wieder zu erlangen trachten würden.
Am 17. August hatte ab 4° nachm. feindliches Artilleriefeuer auf dem Lingekopf und dem Raum östlich davon gelegen und bis 10° nachts mit ziemlicher Heftigkeit angedauert. Ein Infanterieangriff war aber nicht erfolgt. In der Nacht vom 17./18. August hielt der Feind die Stellung unter mäßig starkem Infanteriefeuer, war zahlreiche schwere Minen auf den Ostabhang und machte zeitweise kurze Artillerieüberfälle.

Der Vormittag des 18. August verlief ruhig. 3., 1. und 4. Komp. waren vorne eingesetzt, 2. Komp. Reserve. Die vorderste Linie war nur mit schwachen Postierungen besetzt, die übrigen Teile der Kompagnien waren gruppenweise in den Unterschlüpfen der Reservestellung untergebracht. Die 2. Komp. lag mit zwei Zügen in den Unterständen nächst dem Bataillonsunterstand, ein Zug hatte die Riegelstellung besetzt.

3⁴⁵ nachm. setzte lebhaftes Artilleriefeuer auf den Lingekopf ein, vom Schwarzberg kam Flankenfeuer auf den Ostabhang. Vor diesem äußerst heftigen Feuer wich die 1. Komp. unter Zurücklassung von Postierungen bis zur Riegelstellung zurück, ebenso ein Teil der 4. Komp.

Da nun ein Angriff mit Sicherheit zu erwarten war, zog der Kommandeur I./L.S.R. 1 das ihm unterstellte III./R.I.R. 74 heran, das aber nur mit ganz geringer Gefechtsstärke eintraf.

Das Artilleriefeuer dauerte bis gegen 7⁰ abends. Dann brach der Angriff so wuchtig los, daß die Alpenjäger die nur schwach besetzte erste und die nahe dahinter liegende zweite Linie überrannten und fast bis an den sogenannten Riegel‑Graben (3. Linie) vordrangen.

Die Kompagnien des Bataillons hatten den Tag über im heftigsten Feuer ausharrend hinter den Resten von Unterständen, hinter Felsen und abgeschossenen Baumstämmen einigermaßen Deckung suchend den feindlichen Angriff abgewartet.

Der schon in den Morgenstunden in der Stellung vorne gegebene Befehl des Regimentskommandeurs hatte gelautet:
„H. Major, Angriff ist heute bestimmt zu erwarten. Treffen Sie alle Vorbereitungen, sodaß das Bataillon dem Angriff in augenblicklichem Gegenstoß entgegentritt. Sorgen Sie besonders für Aufrechthaltung der Verbindung mit den vorne zu belassenden Posten und behalten Sie selber so Verbindung mit den Kompagnien, daß diese auf ihren Befehl unverzüglich losgehen können. Dem Feind darf keine Minute Zeit gelassen werden, sich festzusetzen und einzurichten!“
Auf wiederholte Anfragen während des schweren Artillerie‑ und Minenfeuers antwortete der Bataillonskommandeur, Major Drff, stets:
„Herr Oberstlt. können sich verlassen, alles ist bereit, Verbindung nach oben (1. Linie) und zu den Kompagnien besteht fortwährend; sobald der Angriff kommt, gehen wir augenblicklich los!“

Die Sicherheit zu dieser beruhigenden Meldung erhielt Major Orff durch das vorbildliche Verhalten der Leutnants Burre und Hampp, wie des Feldwebel‑Leutnants Niggl, die die Verbindungsposten zur ersten Linie trotz schwersten Feuers immer wieder nachsahen und für Ergänzung der Verluste sorgten.

Der Gegenstoß wurde auch augenblicklich angesetzt, mit bewundernswerter Kraft und verbissener Entschlossenheit erstürmte das tapfere Bataillon — voran die 4. Komp. — den steilen felsigen Gipfel, über den die Alpenjäger, wie oben gesagt, schon ein erhebliches Stück vorgebrochen waren.

Die Franzosen, die bereits zwei Maschinengewehre herangebracht hatten, wurden über unsere erste Linie hinaus — wieder restlos in ihre alte Stellung zurückgeworfen. Ein französischer Gefangener erzählte gelegentlich, daß ihnen das furcht‑ und schreckenerregende, allen Gefechtslärm übertönende „Hurra“ der anstürmenden Germanen durch Mark und Bein gefahren sei, so daß ihm niemand standzuhalten vermochte.

Die Franzosen mußte auch geradezu eine Panik ergriffen haben, da sie ihre Gewehre, die mit der Mündung in den Graben herein sahen, dutzendweise liegen ließen und zunächst davon rannten, im Graben selbst lagen massenhaft tote Franzosen, einer neben dem anderen.

Der feindliche Graben lag auf nächste Entfernung gegenüber, wütender Handgranatenkampf folgte gegen die weiter folgenden Angriffswellen der Franzosen.

Seine eigenen Handgranaten hatte das Bataillon bald verworfen. Die Alpenjäger hatten jedoch massenhaft Handgranaten, die viele wie an einer Perlenschnur um den Hals getragen und dann wohl über 1000 bei ihrer Flucht zurückgelassen — Handgranaten, die zunächst nicht zu gebrauchen wußte.

Feldwebelleutnant Niggl jedoch versuchte so lange daran herum, bis es ihm gelang, sie zu handhaben. Dann wurden auch diese noch sämtlich in die Gräben der Franzosen geschleudert. Hieran hatte Niggl ein besonderes Verdienst.

Die Verluste des Bataillons betrugen in einer Stunde vier Offiziere (Hptm. Becker, der erst tags vorher aus Krankenurlaub gekommen war, und Offizierstellvertreter Fischer tot, Hptm. Reissinger und Offizierstellvertreter Gut, dieser schwer verwundet.)

26 tote, 174 verwundete und 6 vermißte Unteroffiziere und Mannschaften, zusammen 210.

Trotzdem führte das Bataillon den schweren Angriff durch mit dem Erfolg, daß es die ihm anvertraute Stellung restlos behauptete, daß damit der Lingekopf in deutscher Hand blieb, während der gleichzeitig angegriffene, von preußischen Truppen besetzte Schrazmännele‑Nordrücken und die Spitze des Schrazmännele verloren gingen.“

Man begrub Adam Becker auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 1, Grab 68.

Hauptmann Adam Becker
Das Grab von Hauptmann Adam Becker

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 605: Josef Lang

Der Soldat Josef Lang stammte aus der bayerischen Gemeinde Tittling. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Offiziersstellvertreter in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.07.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Lingekopf.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Lang berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Am 22. Juli um 5.30 Uhr vormittags setzte starkes Artilleriefeuer leichten und schweren Kalibers auf die Hauptstellung am Lingekopf ein, wodurch die 8. Kompanie schwere Verluste erlitt. (Leutnant Drangmeister gefallen). Auch bei der in Reserve befindlichen 6. Kompanie gab es Verluste.

Als zwischen 9 Uhr und 10 Uhr vormittags das Artilleriefeuer schwächer wurde, ließ der Kommandeur von II./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 in Erwartung des Infanterieangriffs die Hauptstellung am Lingekopf noch durch zwei Züge verstärken, nahm sie aber alsbald wieder zurück, weil neuerdings heftiges Artilleriefeuer, untermischt mit Infanterie- und Maschinengewehrfeuer, eingesetzt.

12 Uhr mittags verlegte die feindliche Artillerie ihr Feuer nach rückwärts, was auf einen bevorstehenden Angriff deutete. Deshalb erhielt die 6. Kompanie den Befehl, die Hauptstellung am Lingekopf durch sämtliche drei Züge zu verstärken. Tatsächlich setzte auch gleich darauf der Angriff ein. Der Feind griff den ganzen Lingekopf an und gelangte bis zu dem durch Artilleriefeuer stark beschädigten Drahthindernis vor der Lingekopfstellung, durch welches er an einigen Stellen durchdrang. Beim Vorgehen versteckten sich die französischen Alpenjäger sehr gewandt hinter Steinblöcken und Büschen. Sie feuerten weiße und rote Signalkugeln ab. Infolge unseres heftigen Infanteriefeuers gelang es ihnen jedoch nicht, obwohl sie sich stellenweise im toten Winkel Deckung verschaffen konnten, an die Hauptstellung heranzukommen. Als sie die Unmöglichkeit hiezu erkannt hatten, versuchten sie, wie durch eine von der Nordseite des Lingekopfs vorgeschickte Patrouille erkundet wurde, sich unter Benützung des toten Winkels etwa 100 Meter vor der Lingekopf-Stellung einzugraben. Einem von Norden her vorgeschickte Halbzug der 10. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 3 gelang es, durch Flankenfeuer diesen Versuch zu vereiteln. Auch durch Flankenfeuer eines Maschinengewehrs aus Bastion I auf dem Eichenrain wurde der Lingekopf-Hang bestrichen, was die Lage wesentlich erleichterte. Dem weiteren Versuch der Franzosen, ein Maschinengewehr heranzubringen, wurde mit Handgranaten wirksam begegnet. Zwischen 4 Uhr und 5 Uhr 30 nachmittags lag starkes Artilleriefeuer auf dem Bärenstall, zwischen 6.30 Uhr und 8.30 Uhr abends desgleichen auf Schratzmännele, Lingekopf und Lingehang.

Bei diesen Kämpfen zeichnete sich besonders Wehrmann Josef Sattler der 8. Kompanie aus. Nachdem Zugführer, Leutnant Drangmeister, und stellvertretender Zugführer, Unteroffizier Oelkofner, gefallen waren, übernahm bei Beginn des Angriffs Sattler die Führung von drei Gruppen, warf die Franzosen zurück und brachte durch Handgranaten einen Versuch des Feindes, sich ungefähr 100 Meter vor der Stellung im toten Winkel einzugraben, zum Scheitern. Den Gefreiten Digeser, der bei dieser Gelegenheit schwer verwundet wurde, holte er zwei Stunden später herein. Fürsein Verhalten wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen und durch den Regimentskommandeur persönlich überreicht.“

Man begrub Josef Lang auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 280.

Das Grab von Josef Langgartner auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 409: Karl Koch

Der Soldat Karl Koch stammte aus der bayerischen Landeshauptstadt München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 10.06.1916 starb er schwer verwundet in einem Lazarett in Drei Ähren (französisch: Trois-Épis). Die Verwundung zog er sich bei den Kämpfen in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) nahe Lingekopf, Schratzmännele und Barrenkopf zu.

Man begrub Karl Koch auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 225.

Der alte Grabstein von Karl Koch
Das Grab von Karl Koch auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 401: Cornelius Zauscher

Der Soldat Cornelius Zauscher stammte aus der bayerischen Stadt Gundelfingen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 23.05.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde während der Stellungskämpfe am Lingekopf, Schratzmaennele und Barrenkopf getötet.

Man begrub Cornelius Zauscher auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 162.

In Babenhausen gedenkt man Cornelius Zauscher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/babenhausen_wk1u2_bay.htm

Das Grab von Cornelius Zauscher auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 373: Josef Weiss

Der Soldat Josef Weiss stammte aus der bayerischen Ortschaft Paßlsberg, Niederb.. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 09.06.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde ein Opfer der Stellungskämpfe am Lingekopf, Schratzmaennele und Barrenkopf.

Man begrub Josef Weiss auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 139.

Das Grab von Josef Weiss auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 344: Georg Schütz

Der Soldat Georg Schütz stammte aus der bayerischen Gemeinde Sontheim.  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 24.07.1915 wurde er während der Kämpfe in den Vogesen am Lingekopf nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) schwer verwundet. Ein Tag später, am 25.07.1915, starb er an seinen Wunden.

Über die Todesumstände und den Todeszeitraum von Georg Schütz berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Kämpfe des III. Bataillons am Lingekopf und Schratzmännele

Der französische Angriff gegen Hilsenfirst in der zweiten Junihälfte war nicht durchgedrungen. Die französische Gefechtsleitung legte ihr Schwergewicht nunmehr gegen die rechte deutsche Schutzflanke des Reichackerkopfs, gegen Barrenkopf, Lingekopf und Schratzmännele. Ihre Angriffsweise bietet ein neues Bild, sie lässt sich mit Annäherungsgräben heranarbeiten. Wir waren bass erstaunt, als wir eines Tages im Juni eine kilometerlange Baummaske feststellen konnten, die längs eines Höhenwegs von Nord nach Süd über den Haufenmannkopf lief. Sie gehörte auch, wie später klar wurde, zum Lingekopfangriff und sollte gestatten, die Gegend um den Weißen See mit ihren durch den Buchenkopf bedingten besseren rückwärtigen Verbindungen auszunützen.

Die Angriffe brachen am 20.07. los und dauerten Tage lang. Anfänglich war das Regiment nur als Beobachter beteiligt. Vom Buchenkopf, Rabenbühl waren schon seit langem die französischen Annäherungsarbeiten erkannt worden; am ersten Kampftag füllten sich seit Mittag die Sturmstellungen mit Annäherungsgräben. Dringend gingen die Meldungen weiter.

Um 4 Uhr setzten die Franzosen zum Sturm an, nach einer Stunde sah man starke Teile in ihre Gräben am Combekopf zurückfluten. Zwei Tage später wiederholte sich das Bild. Es wurden alle Übersichtsposten mit Offiziersbeobachtern besetzt, die über ihre Feststellungen Buch zu führen hatten. Das III. Bataillon wurde aber selbst in den Kampf gezogen. Am 20.07. übten zwei Kompanien während der Ruhezeit in Kaysersberg auf der Sigolsheimer Höhe, zwei Kompanien waren in Colmar auf dem Schießplatz, da erreichte um 10.15 Uhr vormittags das Bataillon der Befehl, die schießenden Abteilungen zurückzurufen, Sonderzug stehe in Colmar bereit, die Truppen verpflegen, Munition ergänzen, Meldung an Regiment, wenn marschbereit. Stab, 11. und 12. marschieren um 3 Uhr nachmittags über Ammerschweier nach Drei Ähren, sie treffen dort um 7.15 Uhr ein und treten unter Befehl der 1. bayerischen Landwehr-Brigade, General Reuter. Die anderen beiden Kompanien vereinigen sich mit dem Bataillon in Giragoutte, wohin dieses geschoben worden war.

Dem Bataillon war als Stellung der Raum zwischen Lingekopf und Schratzmännele zugewiesen, der unter schwerstem Artilleriefeuer lag. Da diese Stellungen sehr mäßig waren, so traten auch Verluste ein, die sich bei Abwehr der feindlichen Angriffe erheblich steigerten. Bei einem solchen Angriff gelang es dem Feind, sich vor der Front festzusetzen, die Alpenjäger haben in einem weiteren Angriff den Erfolg zu vertiefen versucht und in der Tat brachen zwei Alpenjägerkompanien beim Schratzmännele durch und gelangten bis zum Bärenstall. Hier war es die 9. Kompanie unter Hauptmann Lohner und die 11. unter Hauptmann Jäger, welche mit Hilfe des Gardeschützenbataillons, Teilen des bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments 2, die beiden feindlichen Kompanien in Flanken und Front packten, abschnürten und vernichteten, und im Gegenstoß die bisherigen vordersten Linien wieder gewannen. Der Erfolg war gesichert, weil Reserven und besonders schwere Artillerie genügend eintrafen. Der Feind stellte seine Angriffe erst am 28.07. ein.“

Man begrub Georg Schütz auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 190.

Das Grab von Georg Schütz und Johann Weiss auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 340: Xaver Bucher

Der Soldat Xaver Bucher stammte aus Untermauerbach, einem Stadtteil von Aichach in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 7. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 19.05.1916 fiel er während der Vogesenkämpfe nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er fiel während der Stellungskämpfe am Lingekopf, Schratzmaennele und Barrenkopf.

Man begrub Xaver Bucher auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 164.

Das Grab von Xaver Bucher auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 332: Karl Socher

Karl Socher stammte aus der bayerischen Gemeinde Türkheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 5. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 24.04.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er starb während der Stellungskämpfe am Lingekopf, Schratzmaennele und Barrenkopf.

Man begrub Karl Socher auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 148.

In Holzhausen bei Buchloe gedenkt man Karl Socher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/igling-holzhausen_wk1u2_bay.htm

Das Grab von Karl Socher auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 323: Rudolf Renner

Der Soldat Rudolf Renner stammte aus Leimen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, und kämpfte im Ersten Weltkrieg als Wehrmann in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am  24.07.1915 starb er nach schwerer Verwundung während der zweiten Schlacht bei Münster nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) während der Kämpfe in den Vogesen. Er erlitt seine schwere Verwundung während der Kämpfe am LingekopfSchratzmänneleBarrenkopf. Rudolf Renner starb im Lazarett Drei Ähren (französisch: Trois-Épis).

Man begrub Rudolf Renner auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 184.

Das Grab von Josef Maier und Rudolf Renner auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr