Sonderbeitrag: Josef Greinwald

Der Soldat Josef Greinwald stammte aus der bayerischen Stadt Füssen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 fiel er während der Kämpfe nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Greinwald berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

Das Regiment verbrachte die Nacht im Wald von Machieles.
Um 5° morgens am 5.9. traf der Befehl ein: Das Regiment geht sofort über Urbeis zurück. Ein Bataillon besetzt die Höhe nördlich von Urbeis beim Grand Faudé, ein Bataillon die Höhe südlich von Urbeis, den Ausläufer des Eichenrains, mit zwei Bataillonen einschließlich eines Bataillons des R[eserve]‑Inf[anterie]‑Reg[iments] 12 die Höhen östlich Lannach. Die vorgeschobenen Bataillone bei Grand Faudé und Eichenrain haben so lange zu bleiben, bis die Kolonne Hübner sich nach Diedolshausen verschoben hat.

Die Freigabe des Eichenrains, die noch dazu aus Mißverständnis zu früh geschah, hat sich bitter gerächt.

Um 2 Uhr kam der Befehl, daß zur Unterstützung des Angriffes auf Diedolshausen je eine Kompagnie nach dem Machieles‑Wald und nach dem Schwarzberg vorzuschieben sei. Durch lebhafte Streifen beider Kompagnien sollte der Eindruck eines geplanten Angriffs hervorgerufen werden. Der vorzeitige Wegzug vom Eichenrain hatte dem Gegner die Bahn frei gemacht, er schob sich unbemerkt vor und als die beiden Kompagnien ihren Zielen zustrebten, wurden sie mit kräftigem Feuer überfallen, besonders die 4. Komp., die nach Machieles bestimmt war, litt stark. Gefallen: Hptm. Keller, 7 Mann; verwundet und vermißt 28 Mann.

Das Regiment blieb mit zwei Bataillonen für die Nacht in Urbeis, um ein Nachrücken des Gegners aufzuhalten.

Damit war das Regiment in seinem Abschnitt gelandet, den es für die nächsten vier Jahre zu halten hatte.

Man begrub Josef Greinwald auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 1, Grab 25.

In seiner Heimatstadt Füssen gedenkt man Josef Greinwald noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2019/fuessen_lk-ostallgaeu_wk1_bay.html

Das Grab von Josef Greinwald auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 536: Richard Leichtle

Der Soldat Richard Leichtle wurde am 17.02.1888 in der bayerischen Gemeinde Landensberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 16.08.1914 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Markirch (französisch: Sainte-Marie-aux-Mines). Er wurde im Alter von 26 Jahren bei Deutsch Rumbach (französisch: Rombach-le-Franc)
getötet.

Man begrub Richard Leichtle auf dem Soldatenfriedhof Ste.-Marie-aux-Mines in Block 1, Grab 39.

Das Grab von Johann Zankl und Richard Leichtle auf dem Soldatenfriedhof Markirch (französisch: Sainte-Marie-aux-Mines)

Sonderbeitrag: Isidor Epstein

Der jüdische Soldat Isidor Epstein wurde am 08.09.1882 in der Ortschaft Merzweiler (französisch: Mertzwiller) geboren, war ledig und von Beruf Händler. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 23.08.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Rabenbühl. Er wurde 22 Jahre alt.

Man begrub Isidor Epstein auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 279.

Das Grab von Isidor Epstein auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 354: Johann Zeller

Der Soldat Johann Zeller wurde am 22.06.1877 in Leiterberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Betzigau. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 27.07.1915 verstarb er bei Drei Ähren (französisch: Trois-Épis), nachdem er zuvor am 26.07.1915 während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) schwer verwundet worden war. Johann Zeller wurde 38 Jahre alt.

Man begrub Johann Zeller auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 198.

In seiner Heimatgemeinde Betzigau gedenkt man Johann Zeller noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2025/betzigau-fdh_lk-oberallgaeu_wk1_wk2_by.html

Das Grab von Johann Zeller und Willi Hoferecht auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 353: Rudolf Riefler

Der Soldat Rudolf Riefler stammte aus Hörich, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Nesselwang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 27.07.1915 verstarb er bei Drei Ähren (französisch: Trois-Épis) nachdem er zuvor im Kampf in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) schwer verwundet worden war.

Man begrub Rudolf Riefler auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 197.

In seiner Heimatgemeinde Nesselwang gedenkt man Rudolf Riefler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2025/nesselwang-dkm_lk-ostallgaeu_70-71_wk1_wk2_by.html

Das Grab von Georg Waigel und Rudolf Riefler auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 345: Johann Weiss

Der Soldat Johann Weiss wurde am 07.08.1879 in dem bayerischen Ort Pferenberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Grünenbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 11. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 23.07.1915 starb er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter), nachdem er zuvor im Kampf am Lingekopf schwer verwundet worden war. Er starb im Lazarett Drei Ähren (französisch: Trois-Épis).

Man begrub Johann Weiss auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 191.

Das Grab von Georg Schütz und Johann Weiss auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 344: Georg Schütz

Der Soldat Georg Schütz stammte aus der bayerischen Gemeinde Sontheim.  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 24.07.1915 wurde er während der Kämpfe in den Vogesen am Lingekopf nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) schwer verwundet. Ein Tag später, am 25.07.1915, starb er an seinen Wunden.

Über die Todesumstände und den Todeszeitraum von Georg Schütz berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Kämpfe des III. Bataillons am Lingekopf und Schratzmännele

Der französische Angriff gegen Hilsenfirst in der zweiten Junihälfte war nicht durchgedrungen. Die französische Gefechtsleitung legte ihr Schwergewicht nunmehr gegen die rechte deutsche Schutzflanke des Reichackerkopfs, gegen Barrenkopf, Lingekopf und Schratzmännele. Ihre Angriffsweise bietet ein neues Bild, sie lässt sich mit Annäherungsgräben heranarbeiten. Wir waren bass erstaunt, als wir eines Tages im Juni eine kilometerlange Baummaske feststellen konnten, die längs eines Höhenwegs von Nord nach Süd über den Haufenmannkopf lief. Sie gehörte auch, wie später klar wurde, zum Lingekopfangriff und sollte gestatten, die Gegend um den Weißen See mit ihren durch den Buchenkopf bedingten besseren rückwärtigen Verbindungen auszunützen.

Die Angriffe brachen am 20.07. los und dauerten Tage lang. Anfänglich war das Regiment nur als Beobachter beteiligt. Vom Buchenkopf, Rabenbühl waren schon seit langem die französischen Annäherungsarbeiten erkannt worden; am ersten Kampftag füllten sich seit Mittag die Sturmstellungen mit Annäherungsgräben. Dringend gingen die Meldungen weiter.

Um 4 Uhr setzten die Franzosen zum Sturm an, nach einer Stunde sah man starke Teile in ihre Gräben am Combekopf zurückfluten. Zwei Tage später wiederholte sich das Bild. Es wurden alle Übersichtsposten mit Offiziersbeobachtern besetzt, die über ihre Feststellungen Buch zu führen hatten. Das III. Bataillon wurde aber selbst in den Kampf gezogen. Am 20.07. übten zwei Kompanien während der Ruhezeit in Kaysersberg auf der Sigolsheimer Höhe, zwei Kompanien waren in Colmar auf dem Schießplatz, da erreichte um 10.15 Uhr vormittags das Bataillon der Befehl, die schießenden Abteilungen zurückzurufen, Sonderzug stehe in Colmar bereit, die Truppen verpflegen, Munition ergänzen, Meldung an Regiment, wenn marschbereit. Stab, 11. und 12. marschieren um 3 Uhr nachmittags über Ammerschweier nach Drei Ähren, sie treffen dort um 7.15 Uhr ein und treten unter Befehl der 1. bayerischen Landwehr-Brigade, General Reuter. Die anderen beiden Kompanien vereinigen sich mit dem Bataillon in Giragoutte, wohin dieses geschoben worden war.

Dem Bataillon war als Stellung der Raum zwischen Lingekopf und Schratzmännele zugewiesen, der unter schwerstem Artilleriefeuer lag. Da diese Stellungen sehr mäßig waren, so traten auch Verluste ein, die sich bei Abwehr der feindlichen Angriffe erheblich steigerten. Bei einem solchen Angriff gelang es dem Feind, sich vor der Front festzusetzen, die Alpenjäger haben in einem weiteren Angriff den Erfolg zu vertiefen versucht und in der Tat brachen zwei Alpenjägerkompanien beim Schratzmännele durch und gelangten bis zum Bärenstall. Hier war es die 9. Kompanie unter Hauptmann Lohner und die 11. unter Hauptmann Jäger, welche mit Hilfe des Gardeschützenbataillons, Teilen des bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments 2, die beiden feindlichen Kompanien in Flanken und Front packten, abschnürten und vernichteten, und im Gegenstoß die bisherigen vordersten Linien wieder gewannen. Der Erfolg war gesichert, weil Reserven und besonders schwere Artillerie genügend eintrafen. Der Feind stellte seine Angriffe erst am 28.07. ein.“

Man begrub Georg Schütz auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 190.

Das Grab von Georg Schütz und Johann Weiss auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 299: Hermann Albrecht

Der Soldat Hermann Albrecht wurde am 12.09.1887 in der bayerischen Gemeinde Altusried geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 27.07.1915 verstarb er am Verbandsplatz Drei Ähren (französisch: Trois-Épis), nachdem er zuvor am 26.07.1915 am Lingekopf in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) schwer verwundet worden war. Hermann Albrecht wurde 27 Jahre alt.

Man begrub Hermann Albrecht auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 120.

Das Grab von Hermann Albrecht auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 296: Sebastian Huber

Der Soldat Sebastian Huber stammte aus Moosmühle, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neufahrn bei Freising. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 27.07.1915 fiel er am Lingekopf, nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) während der Kämpfe in den Vogesen.

Man begrub Sebastian Huber auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 244.

In Zolling gedenkt man Sebastian Huber noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2022/zolling-kirche_lk-freising_wk1_wk2_by.html

Das Grab von Alois Schwarz und Sebastian Huber auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 295: Alois Schwarz

Der Soldat Alois Schwarz stammte aus der bayerischen Gemeinde Thyrnau. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 27.07.1915 fiel er während der Vogesenkämpfe nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde am Lingekopf schwer verwundet und verstarb am selben Tag im Lazarett Drei Ähren (französisch: Trois-Épis).

Man begrub Alois Schwarz auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 243.

In seiner Heimatgemeinde Thyrnau gedenkt man Alois Schwarz noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/thyrnau_lk-passau_wk1_wk2_bay.html

Das Grab von Alois Schwarz auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr