Der Soldat Andreas Strobel stammte aus Westernach, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Mindelheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter. Am 29.01.1918 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).
Man begrub Andreas Strobel auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 93.
Das Grab von Xaver Papp und Andreas Strobel auf dem Soldatenfriedhof Münster
Der Soldat Xaver Papp stammte aus Weickenreuth, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stammbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Reserve in der 1. Maschinengewehr-Kompanie des 12. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 15.11.1918 starb er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde bei Oberck Opfer eines Unglücksfalls.
Man begrub Xaver Papp auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 99.
Das Grab von Xaver Papp und Andreas Strobel auf dem Soldatenfriedhof Münster
Der Soldat Josef Greinwald stammte aus der bayerischen Stadt Füssen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 fiel er während der Kämpfe nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Greinwald berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:
Das Regiment verbrachte die Nacht im Wald von Machieles.
Um 5° morgens am 5.9. traf der Befehl ein: Das Regiment geht sofort über Urbeis zurück. Ein Bataillon besetzt die Höhe nördlich von Urbeis beim Grand Faudé, ein Bataillon die Höhe südlich von Urbeis, den Ausläufer des Eichenrains, mit zwei Bataillonen einschließlich eines Bataillons des R[eserve]‑Inf[anterie]‑Reg[iments] 12 die Höhen östlich Lannach. Die vorgeschobenen Bataillone bei Grand Faudé und Eichenrain haben so lange zu bleiben, bis die Kolonne Hübner sich nach Diedolshausen verschoben hat.
Die Freigabe des Eichenrains, die noch dazu aus Mißverständnis zu früh geschah, hat sich bitter gerächt.
Um 2 Uhr kam der Befehl, daß zur Unterstützung des Angriffes auf Diedolshausen je eine Kompagnie nach dem Machieles‑Wald und nach dem Schwarzberg vorzuschieben sei. Durch lebhafte Streifen beider Kompagnien sollte der Eindruck eines geplanten Angriffs hervorgerufen werden. Der vorzeitige Wegzug vom Eichenrain hatte dem Gegner die Bahn frei gemacht, er schob sich unbemerkt vor und als die beiden Kompagnien ihren Zielen zustrebten, wurden sie mit kräftigem Feuer überfallen, besonders die 4. Komp., die nach Machieles bestimmt war, litt stark. Gefallen: Hptm. Keller, 7 Mann; verwundet und vermißt 28 Mann.
Das Regiment blieb mit zwei Bataillonen für die Nacht in Urbeis, um ein Nachrücken des Gegners aufzuhalten.
Damit war das Regiment in seinem Abschnitt gelandet, den es für die nächsten vier Jahre zu halten hatte.
Man begrub Josef Greinwald auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 1, Grab 25.
Der Soldat Josef Gobmatz stammte aus Schönau, Oberpf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 14. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 18.08.1914 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen.
Man begrub Josef Gobmatz auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé in Block 2, Grab 12.
Das Grab von Josef Gobmatz auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé
Der Soldat Rudolf Lattermann wurde am 10.04.1866 in Neustadt a. H. geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Major und Bataillons-Kommandeur im Stab des III. Bataillons des 23. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 21.08.1914 fiel er im Alter von 48 Jahren bei Wirtsdorf bzw. bis 1915 Widersdorf (französisch: Vergaville).
Man begrub Rudolf Lattermann auf dem Soldatenfriedhof Morhange in Block 1, Grab 56.
Der Soldat Johann Ott stammte aus Holzheim, Schwaben. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 12. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 01.03.1918 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).
Man begrub Johann Ott auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 96.
Der Soldat August Meyer zu Stieghorst stammte aus Oldentrup, einem Stadtteil von Bielefeld im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 3. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, gehörte aber eigntlich zum 13. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 20.08.1914 fiel er während der Kämpfe in Lothringen bei Lauterfingen (französisch: Loudrefing, lothringisch: Luterfing).
Man begrub August Meyer zu Stieghorst auf dem Soldatenfriedhof Morhange in Block 4, Grab 63.
Das Grab von August Meyer zu Stieghorst auf dem Soldatenfriedhof Mörchingen (französisch: Morhange)
Der Soldat Friedrich Oldenburg wurde am 01.11.1887 in Martfeld geboren, einem Ortsteil der niedersächsischen Gemeinde Bruchhausen-Vilsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 11. Kompanie des 74. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.06.1915 (Regimentsgeschichte 26.06.1915) fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Friedrich Oldenburg wurde 27 Jahre alt.
Man begrub Friedrich Oldenburg auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 85.
Das Grab von Friedrich Oldenburg auf dem Soldatenfriedhof Münster
Der Soldat Joseph Hollweck wurde am 05.03.1867 in der bayerischen Stadt Schillingsfürst geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Major im Stab des II. Bataillons des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, war aber eigentlich vom 21. bayerischen Infanterie-Regiment dorthin abgeordnet. Am 20.08.1914 fiel er im Alter von 47 Jahren während der Schlacht in Lothringen bei Angweiler (französisch: Angviller-lès-Bisping), einem Ortsteil der Gemeinde Belles-Forêts.
Über den Todestag und die Todesumstände von Major Joseph Hollweck berichtet die Regimentsgeschichte des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
Schon am 18. August hatten Teile der 1. Reserve-Division im sieg-
reichen Gefecht bei Mittersheim die Probe auf ihre Kriegstüchtigkeit able-
gen dürfen. Am folgenden Tage mußte das 1. Res.Korps die Lücke
zwischen dem I. b. A.K. bei Saarburg und dem preuß. XXI. A.K. bei
Lauterfingen ausfüllen. Zu diesem Zwecke rückte die 5. Res.Div. über
Wiebesweiler nach Insweiler und schob die Vorhut*) noch gegen den
Salinentantal zwischen Lauterfingen und Mittersheim vor. Für den 20.,
den Tag des allgemeinen Angriffs der 6. Armee Kronprinz Rupprecht,
erhielt G.d.I. Ritter von Fasbender den Auftrag, mit seinem
Korps die linke Flanke des preuß. XXI. A.K. zu decken und einen Durch-
bruch des Feindes durch die Waldungen beiderseits Mittersheim zu ver-
hindern. Er entschloß sich, diesen schweren Auftrag angriffsweise zu lösen.
Der Kommandeur der 5. Res.Div., mit der Aufgabe betraut, über Hoffnung -Bisping auf Germingen–Freiburg vorzustoßen, beabsichtigte, durch den
ausgedehnten Forst von Albersdorf bis Angweiler nur die nördlich
Lauterfingen stehende Vorhut vorzutreiben, die 11. R.J.B. dagegen in das
freie Gelände bei Hoffnung und Rohrbach zu werfen.
Unser Regiment, in den frühesten Morgenstunden des 20. unerwartet
alarmiert und in Marsch gesetzt, wird als Reserve der Division zunächst
in die Mulde n.ö. Höhe 251 n.ö. Lauterfingen befohlen. „Bei dem
Vormarsch dorthin, südlich Insweiler, kommt ein Trupp flüchtender
Einwohner mit allen Anzeichen der Angst und des Entsetzens vorüber,
bepackt mit Bündeln, mit Kindern, Kinderwagen und Handkarren. Die
Häuser zeigen vielfach Geschoß-Spuren und Verwüstungen durch die
zurückgegangenen Franzosen. Ein Meldereiter sprengt über die Höhe,
Schrapnells platzen über ihm, die ersten Grüße des nahen Gegners.
Während in dem Walde östlich der Marschstraße durch das dichte
Unterholz etwas Luft geschafft wird, nehmen die Feldgeistlichen
Gelegenheit zu erhebenden und ergreifenden Ansprachen an das
versammelte Regiment. In dem Sonnenschein lauschen die Männer der
kurzen, aber zündenden Predigt des Divisionsgeistlichen Hoessler, innig
ergriffen herrscht nach dem Rollen des Artillerie- und Infanteriefeuers
heilige Stille, um den Drang, nun endlich selbst mitkämpfen, alles
geschwellt von dem Gefühl, nun endlich selbst mitkämpfen und mitziehen
zu dürfen.
Gegen 9³⁰ Uhr rückt das Regiment gegen Lauterfingen, vorüber an vielen
Toten, meist Franzosen, auch Gefangenentrupps marschieren vorbei. Das Regiment erhält nunmehr Befehl, östlich an Rohrbach vorbei,
verstärkt durch zwei Batt. des R.F.A.R. 5, zur Entlastung des im Forst
Albersdorf schwer ringenden R. 7 auf Angweiler vorzugehen. Gegen
13 Uhr hatte das Regiment Rohrbach erreicht. Das III. Batt., durch
andere Truppen auf der Anmarschstraße abgedrängt, war nach Hoffnung
abgekommen. Der Regimentskommandeur befiehlt nunmehr: „I./R.6
beiderseits entlang der Straße Rohrbach–Angweiler, II./R.6 rechts davon
Richtung Angweiler zunächst den Wald absuchen und säubern, rechts
Anschluß an Brigade Reuter, links Verbindung mit R.7 suchen. Weiteres
Vorgehen gegen Angweiler erst auf Befehl.
Da das III. Batt. fehlte, stellten sich auf Anrufen das I. und II. Batt.
R.10 als Reserve zur Verfügung, um später in der Lücke zwischen
unserem linken Flügel und R.7 einzugreifen. Die beiden zur Verfügung
stehenden Batt. erhielten den Auftrag, südlich des Waldes aufzufahren
und zurückgehenden Gegner unter sechsten Batl. das Feuer. Angweiler war vom Feinde besetzt. Das I. Bat. gliederte sich zum Angriff folgendermassen: 2. Kp. in vorderster Linie, 3. und 4. Kp. in 2. Linie, 4. Kp. rechts gestaffelt. Nachdem 1 Zug der
2. Kp. den Waldrand nordwestl. Angweiler erreicht hatte, eröffnete er das
Feuer, links wurden nunmehr 2 Züge der 1., rechts 2 Züge der 3. Kp.,
zuletzt noch die 4. Kp. eingesetzt. Nach Nachlassen des Artilleriefeuers
wurde der Angriff vorgetragen, auch das II. Batl. rechts vom I. eingesetzt.
Die M.G.K. folgte den Schützen des I. Batl. südlich der Straße
Rohrbach–Angweiler.
Die Schützenlinien arbeiteten sich wie auf dem
Exerzierplatz an den Feind heran
Major Hollweck, Kommandeur des II. Bataillons, war bei der enthüllten Fahne seines Bataillons, die das feindliche Artilleriefeuer auf sich zog, gefallen, der Fahne selbst wurde der die Stange krönende Löwe abgeschossen. 3 Offiziere, — Oblt. Pollmann, Oblt.d.R. Loschge,
Lt.d.R. Meisser, — von denen Oblt. Pollmann der M.G.K. tags darauf
starb, und 148 Untffz. und Mannschaften hatten ihren Fahneneid mit
ihrem Tode oder mit ihrem Blute besiegelt.“
Man begrub Joseph Hollweck auf dem Soldatenfriedhof Morhange in Block 4, Grab 71.
Das Grab von Major Joseph Hollweck auf dem Soldatenfriedhof Mörchingen (Morhange)