Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 717: August Linden

Der Soldat August Linden wurde am 11.08.1887 in Lonnerbecke geboren, einem Ortsteil der niedersächsischen Gemeinde Bippen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 10. Kompanie des 92. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). August Linden wurde 27 Jahre alt.

Man begrub August Linden auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 150.

Das Grab von Bruno Gärtner und August Linden auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 715: August Pfennig

Der Soldat August Pfennig stammte aus Lautenthal, einem Stadtteil der Stadt Langelsheim im heutigen Bundesland Niedersachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 3. Kompanie des 14. Jäger-Bataillons. Am 03.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde im Kampf schwer verwundet und starb im Lazarett in Münster an seinen Wunden.

Man begrub August Pfennig auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 148.

Das Grab von August Pfennig auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 666: Friedrich Behlen

Der Soldat Friedrich Behlen stammte aus Halsbek, einem Stadtteil der niedersächsischen Stadt Westerstede. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in der Maschinengewehr-Kompanie des 187. Infanterie-Regiments. Am 23.09.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Lingekopf (französisch: Collet du Linge) – Schratzmännele.

Die Sterberegion von Friedrich Behlen:

Man begrub Friedrich Behlen auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 107.

Das Grab von Friedrich Behlen auf dem Soldatenfriedhof Münster

Sonderbeitrag: Johann Karl Rosendahl

Der Soldat Johann (Verlustliste: Karl) Rosendahl wurde am 21.08.1895  in Lammertsfehn geboren, einem Ortsteil der niedersächsischen Gemeinde Filsum. Im Ersten Weltkrieg diente er im 1. Rekruten-Depot, 2. Ersatz-Bataillon des 30. Infanterie-Regiments. Am 22.08.1915 verstarb er im Reserve-Lazarett Saarlouis an einer Krankheit.

Man begrub Karl Rosendahl auf dem Garnisons-Friedhof Saarlouis in Block 1, Reihe 3, Grab 39.

Das Grab von Karl Rosendahl auf dem Garnisonsfriedhof Saarlouis

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 673: Friedrich Wiemken

Der Soldat Friedrich Wiemken wurde am 15.11.1896 in Hannover geboren, der Hauptstadt des heutigen Bundeslandes Niedersachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant in der 7. Kompanie des 73. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.05.1915 fiel er im Alter von 18 Jahren in Metzeral / Sondernach, nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Friedrich Wiemken auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 4, Grab 26.

Das Grab von Friedrich Wiemken und August Boll auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 662: Friedrich Rasche

Der Soldat Friedrich Rasche stammte aus der niedersächsischen Stadt Wildeshausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 12. Kompanie des 92. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Friedrich Rasche auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 139.

Das Grab von Max Amelang und Friedrich Rasche auf dem Soldatenfriedhof Münster

 

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 628: Theodor Duhme

Dder Soldat Theodor Duhme wurde am 17.06.1888 in der niedersächsischen Gemeinde Kettenkamp. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 10. Kompanie des 92. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.04.1915 starb er nach schwerer Verwundung während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Theodor Duhme auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 15.

Das Grab von Wolfgang Ritter von Welz und Theodor Duhme auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 621: Heinrich Meyerenken

Der Soldat Heinrich Meyerenken (Verlustliste & Denkmal: Meyerrenken) stammte aus Augustenfeld, einem Ortsteil der niedersächsischen Stadt Löningen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Landwehr in der 9. Kompanie des 74. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) bei der Ortschaft Metzeral.

Kämpfe bei Metzeral und am Braunkopf 16.05. – 17.07.1915

Seite 189

Man begrub Heinrich Meyerrenken auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 19.

In seinem Heimatort Helmighausen gedenkt man Heinrich Meyerenken noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/helmighausen_lk-cloppenburg_wk1_wk2_nds.html

Das Grab von Heinrich Meyerenken auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 620: Wilhelm Jürgens

Der Soldat Wilhelm Jürgens stammte aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Offizierstellvertreter in der 6. Kompanie des 73. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 15.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er starb nach schwerer verwundung im Lazarett in Münster.

Man begrub Wilhelm Jürgens auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 24.

Das Grab von Heinrich Behre und Wilhelm Jürgens auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 619: Heinrich Behre

Der Soldat Heinrich Behre wurde am 28.01.1884 in Kettenkamp geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Bersenbrück im heutigen Bundesland Niedersachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 3. Kompanie des 74. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Heinrich Behre wurde 31 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Heinrich Behre berichtet die Regimentsgeschichte des 74. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Die Nacht vom 15. auf 16. Juni vergeht ziemlich ruhig. Jeder Zug hat alle Hände voll zu tun, um die eingedepperten Gräben auszubessern, die Toten und Verwundeten zu bergen.

Aber der Franzmann muss aus dem kleinen Grabenstück, da er noch besetzt hält, wieder heraus, koste es, was es wolle!!

Am folgenden Tage, dem 16. Juni, soll deshalb ein zweiter Gegenstoß erfolgen. Diesmal unter Mitwirkung der Artillerie. Er beginnt am linken Flügel mit der 9. und 10. Kompanie. Der 9. Kompanie weit voraus stürmt ihr Führer Oberleutnant Engel. Er will den Graben wiedergewinnen. Ein fürchterliches, jeder Beschreibung spottendes Artillerie-, Minen- und Gewehrfeuer setzt ein. Aber Oberleutnant Engel führt seine todesmutige Schar immer näher heran. Als erster springt er in den Graben, wird schwer verwundet. Seine Leute ihm nach. Mit blankem Bajonett säubern sie das Grabenstück, das so eingeebnet ist, dass es kaum noch den Namen „Graben“ verdient.

Besonders bewährt sich jetzt der Unteroffizier Götze von der 1. Kompanie. Kurz vorher war er verschüttet worden. Es gelingt ihm aber, sich von den Steinmassen selbst zu befreien. Da wird er von den Franzosen umzingelt. Einen unbewachten Augenblick benutzt er durchzubrechen. Erreicht die 9. Kompanie und ist jetzt für den schwer verwundeten Oberleutnant Engel die Seele des Angriffs. Bald ist auch der letzte Franzmann herausgehauen. Die Stellung ist wieder unser.

Gleich darauf setzt ein mörderisches Trommelfeuer ein. Es konzentriert sich auf dieses soeben wiedergewonnene Grabenstück. Unmöglich, es zu halten. Die kleine heldenhafte Schar muss wieder zurück. Sie ist ja schutzlos dem Feuer ausgesetzt. Vorher schnappt sie sich aber noch Alpenjäger und bringt sie mit zurück.

Am rechten Flügel ist unser Gegenangriff erfolgreicher. Hier stürmt Leutnant Bernett mit seiner 11. Kompanie den fast ebenen Graben, in dem sich schon der Franzmann eingenistet hat. Mit Handgranaten werfen sie ihn hinaus. Den zu unserm zerstörten Maschinengewehr führenden Graben, den die Alpenjäger besetzt halten, riegeln sie rasch mit einer Barrikade aus Steinen und Sandsäcken ab.

Immer wieder versuchen die Franzosen, in unseren Linien Fuß zu fassen. Geschickt nutzen sie jede Lücke, jede Verwirrung aus. Einmal gelingt es ihnen sogar, mit etwa 20 Mann in den Rücken der 2. Kompanie zu gelangen. Aber die Freude dauert nicht lange. Unsere Leute pfeffern ihnen gewaltig auf den Balg. In wenigen Minuten ist auch diese Gefahr beseitigt.

Immer schwieriger wird jetzt die Verteidigung. Der Franzmann sitzt in dem Grabenstück der 1. Kompanie auf dem Braunkopf und schießt uns dauernd von oben herab in die Flanke. Wir verschanzen uns hinter Sandsackpackungen. Hauptmann Meyer, der gerade mit seinen Leuten zu einem Gegenangriff antritt, sinkt durch die Brust getroffen nieder. Er fühlt, dass seine Wunde tödlich ist. Er drückt noch dem Tambour Röskamp die Hand und beauftragt ihn, seine Frau und Kinder zu grüßen. Dann verlässt ihn das Bewusstsein. Kurz darauf schlägt sein Herz den letzten Schlag.

Zu allem Überfluss schießt jetzt auch unsere eigene Artillerie zu kurz. Ein Volltreffer zerstört die Sandsackbarrikade, so dass wir wieder dem Flankenfeuer ausgesetzt sind. Leutnant Bernett wird schwer verwundet. Schnell wird aus den Sandsäcken ein neuer Riegel aufgebaut. Dabei zeichnet sich besonders der Gefreite Buttjer, 11. Kompanie, aus.

Gegen 5 Uhr nachmittags setzt die feindliche Artillerie mit ganzer Kraft ein. Sie trommelt den linken Flügel des Abschnitts Bowien derart zusammen, dass selbst die letzten Verbindungswege und Unterstände verschüttet werden. Stück für Stück der Stellung bröckeln ab. Unter den Steintrümmern der verschütteten Gräben liegt ein Teil der braven 6. Kompanie. Viele sind verwundet, nur ein kleiner Rest hält todesmutig aus.

Alle Reserven sind bereits längst eingesetzt und zum Teil aufgerieben. Auf Unterstützung der Artillerie ist nicht zu rechnen, da alle Fernsprechleitungen zerstört sind. Unter solchen Umständen wird Befehl erteilt, den Abschnitt Bowien, also den Braunkopf zu räumen. Ordnungsmäßig wird bei Einbruch der Dunkelheit der Rückzug auf Metzeral angetreten. Hier werden unsere Leute dem Hauptmann Lorenz zur Verteidigung des Ortes zur Verfügung gestellt.

Die Kämpfe der Kompanien einzeln und ausführlich zu schildern, ist nicht möglich. Jede Stellung hatte ihre besondere Eigenart, die durch das wechselreiche Gelände bestimmt wurde. Und eshalb haben sich auch Abwehr und Angriff innerhalb der Kompanien ganz verschieden abgespielt.“

Man begrub Heinrich Behre auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 23.

Das Grab von Heinrich Behre und Wilhelm Jürgens auf dem Soldatenfriedhof Münster