Der Soldat Karl Schmall wurde am 28.04.1880 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Hessischer Oberförster. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.11.1914 fiel er im Alter von 34 Jahren an der Westfront. Er wurde wahrscheinlich während der Schlacht bei Ypern (Erste Flandernschlacht) in Belgien getötet.
Die Gebeine von Karl Schmall wurden wahrscheinlich in die Heimat überführt und im Familiengrab auf dem Alten Friedhof in Gießen beigesetzt.
Auf dem Grabstein der Familie Schmall sind noch folgende beiden Gefallenen der Familie aus dem Zweiten Weletkrieg vermerkt:
Karl Heinz Schmall, geboren am 26.02.1924, gefallen im Feburar 1945 im Alter von 21 Jahren an der Ostfront.
Hermann Datz, geboren am 04.02.1913, Hauptmann in der Wehrmacht, gestorben am 02.03.1944 im Alter von 31 Jahren bei Nowi-Schachtinsk in russischer Gefangenschaft. Er wurde im Kriegsgefangenenlager Schachty begraben
Das Grab auf dem Alten Friedhof in Gießen mit der Inschrift für Karl SchmallDie Inschrift für Karl Schmall
Der Soldat Horst von Kurnatowski wurde am 21.06.1884 in der hessischen Stadt Bad Hersfeld geboren und war Regierungsassessor. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant der Reserve in der 6. Batterie des 1. Garde-Feldartillerie-Regiments. Am 18.07.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Krasnostaw in Wolhynien (Ukraine).
Man begrub Horst von Kurnatowski nach Überführung in die Heimat auf dem Alten Friedhof in Gießen.
Das Grab von Horst von Kurnatowski auf dem Altern Friedhof GießenDie Grablage „von Kurnatowski“ auf dem Alter Friedhof Gießen
Der Soldat Heinrich Thönges stammte aus dem hessischen Ort Steinfurth, einem Stadtteil von Bad Nauheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 221. Reserve-Infanterie-Regiments. Im Dezember 1915 fiel er in Galizien an der Ostfront.
Die Lage des Grabes von Heinrich Thönges ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
In seinem Heimatort Steinfurth gedenkt man Heinrich Thönges noch heute auf einer Gedenktafel des Turn-Verein Steinfurth.
Gedenkstein für Eberhard Brod, Konrad Thönges, Heinrich Arnoldi, Heinrich Thönges und Ludwig Falk auf dem Friedhof von Steinfurth (Bad Nauheim)
Der Soldat Konrad Thönges wurde am 21.01.1884 in Steinfurth geboren, einem Ortsteil der hessischen Stadt Bad Nauheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 8. Kompanie des 121. Infanterie-Regiments. Am 14.08.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Lubowicz im damaligen Rußland und heutigen Polen.
Die Lage des Grabes von Konrad Thönges ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Eine Gedenktafel des Turn-Verein Steinfurth gedenkt Konrad Thönges noch heute auf dem Friedhof von Steinfurth.
Gedenkstein für Eberhard Brod, Konrad Thönges, Heinrich Arnoldi, Heinrich Thönges und Ludwig Falk auf dem Friedhof von Steinfurth (Bad Nauheim)
Der Soldat Reinhold Braatz wurde am 25.01.1888 in der hessischen Stadt Limburg an der Lahn geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 2. Kompanie des 253. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.03.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Stellungskämpfe nördlich Przasnysz in Polen.
Man überführte seinen Leichnam in die Heimat und begrub ihn auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Limburg an der Lahn im Familiengrab.
Gedenkplatte für Reinhold BraatzDas Grab von Reinhold Braatz
Bei einem Spaziergang über den städtischen Friedhof der kleinen hessischen Stadt Hungen stieß ich auf ein Grab mit einem Gedenkhinweis auf Leutnant der Reserve Karl Schmidt. Er stammte aus Seligenstadt, Offenbach und wurde am 05.12.1896 geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 1. Kompanie des 221. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.11.1915 fiel er im Alter von 18 Jahren bei Siemikowce (ukrainisch: Semykivtsi) im damaligen Russland und in der heutigen Ukraine.
Der Sterbeort von Karl Schmidt:
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Schmit berichtet die Regimentsgeschichte des 221. Reserve-Infanterie-Regiments:
„In der Nacht zum 2. November wurden die Verbände geordnet und ein durchlaufender schützengraben ausgehoben. Ein in den Morgenstunden versuchter Angriff auf die feindlichen Linien brach wiederum zusammen. Nur am rechten Flügel war es der Honved-Division gelungen, in Siemikowce einzudringen. Daraufhin erhielt das III. Bataillon folgenden Befehl: „Honveds haben den M. H. Siemikowce in Besitz genommen und gegen den Feind, der sich zwischen M. H. und III. Bataillon 221 befindet, Front zu machen. III. Bataillon Reserve-Infanterie-Regiment 221 hat bei Einbruch der Dunkelheit, linker Flügel am Seeufer, rechter Flügel an der Straße vorzugehen und den schwachen russischen Gegner auf die Honveds zurückzuwerfen und gefangen zu nehmen. Eile tut not!“ Die Sturmkolonnen wurden im Graben bereitgestellt, und um 10 Uhr abends brachen sie hervor. Sofort setzte wieder furchtbares Infanteriefeuer der Russen ein, die mit Leuchtraketen das ganze Gelände taghell erleuchteten. Die auf dem Bauche vorkriechenden Leute wurden abgeschossen; gewaltig waren die Verluste. Es blieb nichts anderes übrig, als die Kompanien wieder in die Ausgangsstellung zurückzunehmen. Der Sturmversuch war erneut gescheitert.“
Die Lage des Grabes von Karl Schmidt ist heute unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Das Grab mit der Gedenkplatte für Karl SchmidtDie Gedenkplatte für Karl Schmidt
Der Soldat Felix Erdniß stammte aus Judenbach, einem Ortsteil der thüringischen Gemeinde Föritztal. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 5. Kompanie des 52. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1915 fiel er in Polen an der Bzura.
Die Lage des Grabes von Felix Erdniß ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Grabstein mit der Gedenkinschrift für Felix und Ernst Erdniß auf dem Alten Friedhof HadamarGedenkinschrift für Felix und Ernst Erdniß auf einem Grabstein auf dem Alten Friedhof Hadamar
Der Soldat Alois Gundermann wurde am 07.06.1920 in Faulbach geboren, einem Ortsteil der hessischen Stadt Hadamar. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Oberschütze in der deutschen Wehrmacht. Am 14.10.1941 fiel er im Alter von 21 Jahren in einem Wald 4 Kilometer nordwestlich von Gurjewa (Russland).
Die Lage des Grabes von Alois Gundermann ist unbekannt.
Das Grab der Familie Gundermann auf dem Alten Friedhof in Handamar
Der Soldat Karl Semmler (Verlustliste: „Semler“) wurde am 04.01.1870 in der hessischen Stadt Grünberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 8. Kompanie des 4. Hessischen Landsturm-Bataillons. Am 27.11.1914 wurde er bei Lötzen (seit 1945 polnisch: Giżycko) schwer verwundet. Am 03.01.1915 verstarb er im Alter von 44 Jahren in einem Lazarett in Kiel.
Man begrub Karl Semmler nach Überführung seines Leichnams in die Heimat auf dem Alten Friedhof Grünberg.
Grab von Karl Semmler auf dem Alten Friedhof in Grünberg (Hessen)
Der Soldat Heinrich Balser stammte aus der hessischen Ortschaft Albach, einem Ortsteil der Gemeinde Fernwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 3. Kompanie des 222. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.12.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht bei Łódź in Polen.
Die Lage des Grabes von Heinrich Balser ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Gedenkstein für Wilhelm Balser und Heinrich Balser auf dem Friedhof von Fernwald-Albach