Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 309: Nikolaus Zechmeister

Der Soldat Nikolaus Zechmeister stammte aus der bayerischen Gemeinde Schönau am Königssee. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 18.04.1915 verstarb er am Verbandplatz Drei Ähren, nachdem er bei den Kämpfen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) schwer verwundet worden war. Nikolaus Zechmeister wurde 31 Jahre alt.

Über den Tag und die Umstände der schweren Verwundung von Nikolaus Zechmeister berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Am 16. April unternahm I./12 auf Befehl der Division einen Angriff auf Creux d’Argent, das jedoch nur von der 4. Kompanie erreicht wurde, während die übrigen drei Kompanien nicht herankamen. Dadurch kam die 4. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 12 in eine ziemlich bedrohliche Lage, sodass I./1. nachts 12 Uhr einen Zug der am rechten Flügel stehenden 1. Kompanie zur Unterstützung vorschickte und es dadurch ermöglichte, einen um 4 Uhr morgens erfolgten Gegenangriff der Franzosen durch Feuer abzuweisen. Die 4. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 12 und der Zug 1. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 1 konnten sich jedoch in dem starken Flankenfeuer nicht halten, zumal die von der Division zur Unterstützung vorbefohlenen zwei Kompanien Landwehr-Infanterie-Regiment 2 nicht eintrafen, und gingen deshalb noch vor Tagesanbruch in ihre Ausgangsstellung bei Urbeis zurück.“

Man begrub Nikolaus Zechmeister auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 239.

In seiner Heimatgemeinde Schönau am Königssee gedenkt man Nikolaus Zechmeister noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2021/schoenau-a-koenigsee_lk-berchtesgadener-land_wk1_wk2_by.html

Das Grab von Nikolaus Zechmeister auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr