Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 722: Wilhelm Haug

Der Soldat Wilhelm Haug wurde am 02.04.1883 in der Hauptstadt des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg, Stuttgart. Er lebte in der bayerischen Stadt Nürnberg, war verheiratet und von Beruf Goldschläger. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.02.1915 fiel er währen der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) im Alter von 31 Jahren am Barrenkopf.

Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Haug berichtet die Regimentsgeschichte des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am Morgen des 21.02. kehrten sie zum Bataillon zurück. Am gleichen Morgen wurde der Angriff gegen den Combekopf nochmals versucht. Nach kurzer Artillerievorbereitung brachen 9. und 10./R. 23 wieder aus dem Walde hervor, gefolgt von 11. und 12./R. 23 in 2. Linie, es gelang auch einzelnen Zügen nach vorne Raum zu gewinnen, aber wieder schlug Flankenfeuer den Angriff zu Boden, wieder zeigte sich, dass ein frontales Anfassen der feindlichen Stellung unmöglich war. Nach nochmaliger einstündiger Artillerievorbereitung wurde um 12.30 Uhr nachmittags 10. und 11./R. 23 aus südöstlicher Richtung angesetzt, während 9./R. 23 gegen die Flankierungsanlagen auf dem Hörnleskopf vorging. Aber es gelang nicht, die Flankierungsanlagen des Feindes zu brechen, auch dieser Angriff brach im Flankenfeuer zusammen.

Um 6 Uhr abends befahl das Regiment: „Das Bataillon greift nicht weiter an, sondern verschanzt sich in seiner Stellung und hält diese. 12./R. 23 wird dem II./R. 23 zur Verfügung gestellt.“

Damit wurde endgültig auf die Gewinnung des Combekopfes von Osten her verzichtet. Obgleich das Bataillon sein Äußerstes hergegeben und drei Tage lang Kälte und Schnee und im wütenden feindlichen Feuer das Menschenmögliche versucht hatte, in immer erneuten Angriffen gegen den Gipfel vorzubrechen, war ihm nur der Erfolg beschieden gewesen, den Gegner zu binden und ihn zu verhindern, an andere bedrohte Punkte Kräfte wegzuziehen.“

Man begrub Wilhelm Haug auf dem Soldatenfriedhof Munster in einem Massengrab

Das Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Münster – in ihm sind 20 deutsche und französische Soldaten beigesetzt, drei davon blieben unbekannt.
Der Soldatenfriedhof Münster im Ersten Weltkrieg

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 671: Josef Lochner

Der Soldat Josef Lochner stammte aus der bayerischen Gemeinde Regenstauf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als  Infanterist in der 10. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.04.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Josef Lochner auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 112.

Das Grab von Josef Lochner und Karl Langer auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 671: Johann Schauer

Der Soldat Johann Schauer kämpfte im Ersten Weltkrieg als Infanterist in der 10. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 18.04.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Johann Schauer auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 111.

Das Grab von Albert Stocker und Johann Schauer auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 665: Franz Sigmund

Der Soldat Franz Sigmund stammte aus Bergstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Laaber. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 9. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.09.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde bei Stoßweier (französisch: Stosswihr, elsässisch Stooswihr) durch schwere Verwundung getötet.

Über den Zeitraum des Todes von Franz Sigmund berichtet die Regimentsgeschichte des 23. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Der September fand I./R. 23 zuerst wieder auf dem Sattelköpfle, dann in Stoßweier, dann vom 14.09. bis 21.09. in Mühlbach und endlich wieder auf dem Sattelköpfle, dazwischen jedesmal einige Tage in Ruhe in Weier im Thal und Günsbach. Besondere taktische Ereignisse sind nicht zu verzeichnen.“

Man begrub Franz Sigmund auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 106.

In seiner Heimatgemeinde Bergstetten gedenkt man Franz Sigmund noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/bergstetten_markt-laaber_lk-regensburg_wk1_wk2.html

Das Grab von Jakob Bohn und Franz Sigmund auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 663: Georg Windsheimer

Der Soldat Georg Windsheimer stammte aus Burgambach, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Scheinfeld, und war von Beruf Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 10. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.01.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er wurde in Stoßweier (französisch: Stosswihr, elsässisch: Stooswihr)Stooswihr getötet.

Man begrub Georg Windsheimer auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 103.

In seiner Heimatgemeinde Burgambach gedenkt man Georg Windsheimer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2019/burgambach_stadt-scheinfeld_lk-neustadt-a-d-aisch_wk1_wk2_bay.html

Das Grab von Johann Hoffmann und Georg Windsheimer

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 606: Anton Baumeister

Der Soldat Anton Baumeister stammte aus der bayerischen Stadt Günzburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberstleutnant und Stabskommandeur im Stab des II. Bataillons des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.02.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Über den Todestag und die Todesumstände von Anton Baumeister berichtet die Regimentsgeschichte des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Der neue Tag (20.02.1915) brachte wieder frischen Mut, insbesondere wurde freudig begrüßt, dass erneutes zusammengefasstes Artilleriefeuer von 10 Uhr vormittags ab die feindliche Stellung sturmreif schießen sollte.

Mit inzwischen geordneten Verbänden wurde um 11 Uhr vormittags zum vierten Sturm angetreten. In der Front unterstützt durch 12/bayerisches Landwehr-Infanterie-Regiment 3, von Süden her durch 3. Kompanie des Landwehr-Infanterie-Regiments 121, erkämpfte das Bataillon wieder Schritt für Schritt die Höhe bis zur Sturmentfernung.

Als es dem Bataillonskommandeur, Oberstleutnant z. D. Baumeister, schien, als käme der Angriff wieder ins Stocken, eilte er mit Handgranaten in der Hand in die dicht am Feind befindliche vordere Linie des Bataillons und feuerte durch sein Beispiel zum mutigen Vorwärtsstürmen an. Während unter seiner Führung die vordersten Reihen auf den Gegner eindrangen, brach der tapfere Held, der als verabschiedeter Offizier trotz vorgerückten Alters freiwillig zum Frontdienst zu den Fahnen geeilt war, von mehreren Geschossen tödlich getroffen, zusammen. Mit den Worten „Gott sei Dank, wir haben den Berg!“ fiel er an der Spitze seines Bataillons, ein leuchtendes Beispiel deutschen Heldenmuts und deutschen Pflichtgefühls. Bei dem Versuch, ihn zur Seite zu bringen, fielen drei Leute seines Bataillons, deren Namen dem Verfasser leider nicht bekannt geworden sind, erst dem vierten gelang es, den Sterbenden zu bergen.

Kurze Zeit darauf hatten die Gefechtsgruppen Utz, Eißenberger, Straßer und Zimmermann (die Kompanien waren vollständig vermischt) mit jugelndem Hurra die Höhe genommen, die vom Feinde in wilder Flucht geräumt wurde.

Die Verluste betrugen 36 Tote, 75 Verwundete, 38 Vermisste. Unter den Toten befand sich auch der tapfere Führer der 8./R. 23, Oberleutnant Neumeier, der, an der Spitze seiner Leute in den feindlichen Drahtverhau eingedrungen, von zwei feindlichen Geschossen getroffen, zu Boden sank.

Für den gefallenen Oberstleutnant Baumeister übernahm Hauptmann Utz die Führung des Bataillons.“

Man begrub Anton Baumeister auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 463.

Das Grab von Anton Baumeister auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 591: Johann Stöcker

Der Soldat Johann Stöcker stammte aus Isaar, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Töpen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hornist in der 7. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Johann Stöcker auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 148.

Das Grab von Johann Stöcker auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 575: Johann Hoffmann

Der Soldat Johann Hoffmann stammte aus der bayerischen Gemeinde Steinbach am Wald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 7. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 08.09.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Johann Hoffmann auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 135.

Das Grab von Johann Hoffmann

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 531: Anton Bellert

Der Soldat Anton Bellert stammte aus der bayerischen Stadt Nürnberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 6. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.08.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Anton Bellert auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 79.

Das Grab von Anton Bellert und eines unbekannten deutschen Soldaten auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 530: Heinrich Kolb

Der Soldat Heinrich Kolb wurde am 17.12.1884 in der bayerischen Gemeinde Thurnau geboren. Erkämpfte im Ersten Weltkrieg als Infanterist in der 6. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.03.1916 fiel er während der Kämpfe nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er fiel in der sogenannten Sudelstellung.

Man begrub Heinrich Kolb auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 75.

In seiner Heimatgemeinde Thurnau gedenkt man Heinrich Kolb noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/thurnau_oberfranken_bay.htm

Das Grab von Georg Schmidt und Heinrich Kolb auf dem Soldatenfriedhof Münster