Der Soldat Hans von Jacobs wurde am 05.06.1868 in Potsdam geboren, der Hauptstadt des heutigen Bundeslandes Brandenburg. Er war Jurist und im konsularischen Dienst beschäftigt. Später schied er aus dem diplomatischen Dienst aus und wurde Vorstandsvorsitzender der Deutschen Levante-Linie.
Hans von Jacobs 1888
Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann der Reserve im 1. Garde-Regiments zu Fuß. Am 14.02.1915 fiel er bei Metz durch Verwundung, bei der eine Sepsis eintrat.
Hans von Jacobs war auch in der General-Direktion der deutschen Levante-Linie eingesetzt.
Man begrub Hans von Jacobs auf dem Soldatenfriedhof Metz Chambiere in Block 4, Grab 120.
Das Grab von Hans von Jacobs auf dem Soldatenfriedhof Metz
Der Soldat Max (Viktor) Kuhn wurde am 28.01.1876 in der Hauptstadt des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg, Stuttgart, geboren und war von Beruf Goldschmied. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Kompanieführer in der 5. Kompanie des 180. Infanterie-Regiments. Am 09.08.1914 fiel er im Alter von 38 Jahren während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Markirch (französisch: Sainte-Marie-aux-Mines).
Über den Todestag und die Todesumstände von Max Kuh berichtet die Regimentsgeschichte des 180. Infanterie-Regiments:
„In den Vogesen.
Nun sollte es wahr werden, es ging dem Feinde entgegen, jenem französischen Erbfeinde, der seit Jahrunderten Deutschland bedrohte, immer wieder mit Krieg überzog, und seit dem Jahre 1870, als seine Eitelkeit durch unseren Waffenruhm aufs tiefste verletzt wurde, fortgesetzt auf Rache sann und schon lange mit Russland enge Fühlung suchte und fand, um das verhasste Deutschland von beiden Seiten her zu erdrücken. Es galt also, diesem hartnäckigen Feinde gegenüber seine ganze Kraft einzusetzen, und da war auch kein Mann im Regiment, der nicht den festen Willen gehabt hätte, für die Ehre des Vaterlandes sein Leben bis zum letzten Blutstropfen einzusetzen. Bei drückender Hitze, aber in froher Kampfesstimmung, marschierte man vormittags über Baldenheim auf Schlettstadt, das gegen 11.15 Uhr erreicht wurde, da kam der Befehl, dass das Regiment der in Kolmar befindlichen 82. Infanterie-Brigade unterstellt sei und sofort nach Sigolsheim, nordwestlich Kolmar, marschieren sollte. Demgemäß wurde in Schlettstadt nach Süden abgebogen, und man war noch im Marsche durch die Stadt, als ein befehl dieser 82. Brigade kam, dass ein Bataillon des Regiments sofort nach Markirch geschickt werden sollte zur Unterstützung der dort den Grenzschutz haltenden Jäger-Bataillone, die in ernsten Kämpfen überlegenen feindlichen Kräften gegenüberstanden. Dazu wurde das hinterste Bataillon, d. h. das II., bestimmt; welches nach dem Bahnhof abrückte und dort, solange der Zug bereitgestellt wurde, aus den Feldküchen sich verpflegte. Um 2.45 Uhr nachmittags traf das Bataillon in Markirch ein, legte am Bahnhof die Tornister ab, ließ auf Befehl die 7. Kompanie als Reserve zurück und marschierte nach der bewaldeten Kasinohöhe 908 nördlich des Städtchens. Der Aufstieg war bei der glühenden Hitze überaus anstrengend, ein Forstbeamter diente als Führer, auf den engen Waldpfaden zog sich die Kolonne auf etwa 3 Kilometer Tiefe auseinander, und etwa 4.45 Uhr nachmittags traf die Spitze auf der Höhe ein. Die Jäger hatten im Laufe des Tages mehrere Angriffe der Franzosen erfolgreich abgeschlagen, doch gegen 5 Uhr nachmittags drohte ein erneuter Angriff von der linken Flanke her, und so war es notwendig, die einzelnen Teile des Bataillons gleich nach ihrem Eintreffen, erschöpft und atemlos, wie sie waren, nach links in das Gefecht eingreifen zu lassen. Der Angriff der Franzosen wurde immer drohender, der Bataillonsstab sah sich beinahe in die Linie der zurückweichenden Jäger verwickelt, da ließ der Bataillonskommandeur, Major Fleischmann, das Signal „Seitengewehr pflanzt auf!“ geben und führte persönlich die ankommenden Teile vor. Diesen vereinten Kräften gegenüber wichen die Franzosen zurück unter Zurücklassung zahlreicher Toter und Verwundeter. Etwa 6.30 Uhr nachmittags war die Lage vollständig wiederhergestellt, die Kompanien konnten ihre Verbände wieder ordnen und das Bataillon stellte sich auf dem linken Flügel bereit, um von dort aus gegen 7 Uhr abends zum Angriff gegen den anscheinend schwachen Feind vorzugehen. Anfangs ging alles gut, als man aber im dichten Hochwalde auf einen starkbesetzten feindlichen Schützengraben stieß, da entspann sich ein heftiger Kampf. Von Baum zu Baum springend näherte man sich der feindlichen Stellung bis auf etwa 80 Meter, als man sah, dass der Rest der Besatzung den Schützengraben in wilder Flucht verließ. Nun ging’s rasch vorwärts unter dem Schlagen des Tambours und dem Blasen der Hornisten bis in den Schützengraben hinein, der gefüllt war mit Toten, Schwerverwundeten, Waffen und Gepäckstücken. Weiter vorwärts ging die Verfolgung des geschlagenen Gegners, doch bald kam der Vormarsch zum Stehen infolge allgemeiner Erschöpfung, erheblicher Verluste und weil sich auf französischer Seite Verstärkungen fühlbar machten. Jetzt war es geboten, das Bataillon wieder in die ursprüngliche Stellung zurückzunehmen, wo es von frischen Jägertrupps aufgenommen wurde. Hier bekam der Bataillonskommandeur einen Schuss in den rechten Unterschenkel, der ihn leicht verwundete, aber ihm noch ermöglichte, alle weiteren Anordnungen für die Aufstellung des Bataillons selbst zu treffen. Die Franzosen folgten nicht und als gegen 10 Uhr abends die Dunkelheit eingetreten war, konnten die Kompanien zur Ruhe übergehen, litten aber während der Nacht an Hunger und Durst, der erst am anderen Morgen gestillt werden konnte, als Essen und Trinkwasser heraufgeschafft worden war.
Die Feuertaufe des Bataillons hatten sich die Angehörigen, Führer wie Mannschaften, aufs glänzendste geschlagen. Der Fahnenträger, Sergant Schuppert, befand sich mit entfalteter Fahne in vorderster Linie und fiel sehr bald. Ein zweiter Unteroffizier, der sie ergriff, fiel ebenfalls und jetzt nahm sie der tapfere Musketier Härer (8. Kompanie), der Bursche des dreimal verwundeten Leutnant Stauch, brachte sie zurück und übergab sie dem Bataillonsadjutanten. Sie war von zwanzig Schüssen durchbohrt worden. Härer erhielt für seine Heldentat das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse, sowie die Goldene Militärverdienstmedauille.
Hauptmann Kuhn und tapfere 60 andere Kameraden erlitten den Heldentod, Hauptmann Freiherr von Mühlen und Leutnant Stauch wurden schwer, Major Fleischmann leicht verwundet, 132 Unteroffiziere und Mannschaften verwundet und 20 vermisst.
Auf telegrafischen Bericht des kommandierenden Generals antwortete Seine Majestät der König: „Besten Dank für gütige Mitteilung. Sehr glücklich, dass meine II./180 so brav seine Schuldigkeit getan.“
Man begrub Max Kuhn auf dem Soldatenfriedhof Ste.-Marie-aux-Mines in Block 2, Grab 73.
Das Grab von Max Kuhn auf dem Soldatenfriedhof Markirch (französisch: Ste.-Marie-aux-Mines)
Der Soldat Graf Wilhelm Fugger von Glött stammte aus der bayerischen Gemeinde Oberndorf am Lech. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Stabs-Hauptmann in der 8. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 fiel er bei Lunéville.
Man begrub Graf Wilhelm Fugger von Glött auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in Block 2, Grab 70.
Der Soldat Wilhelm von Falkenhausen wurde am 13.01.1876 in der bayerischen Stadt Dillingen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann im Stab des II. Bataillons des bayerisches Infanterie-Leib-Regiments. Am 13.04.1918 wurde er während der Schlacht bei Armentières schwer verwundet und verstarb am 15.04.1918 an seine Wunden.
Über den Tag und die Umstände der tödlichen Verwundung von Hauptmann Freiherr von Falkenhausen berichtet die Regimentsgeschichte des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments:
„1 Uhr vormittags des 13. April kann endlich angetreten werden in der Marschordnung: III., II. Bataillon, Infanterie-Begleitbatterie 2/204, I. Bataillon, Tragtierstaffeln, Ergänzungszüge, durch die splitter- und scherbenbedeckten Straßen von Armentières, dann auf einem Feldweg zur Fabrik au Tissage an der Lys. Die Begleitbatterie kann auf dem Feldweg nicht folgen. An den schmalen Holzbrücken, die hier über den Fluss führen, ergeben sich wegen Marschkreuzungen mit dem Jäger-Regiment 1 längere Aufenthalte, und erst um 4 Uhr vormittags liegen die Brücken hinter dem Regiment. Das Rauchen auf dem weiteren Vormarsch, der ziemlich nahe an der Kampffront vorbeiführen soll, wird verboten; das Marschtempo wird hastiger, die begegnenden Kolonnen werden seltener und kürzer, die ersten Geschosse singen hoch über die Vorbeimarschierenden weg. Über L’Epinette-L’Estrade wird das Dorf Steenwerk erreicht, auf dessen Zugänge englische Feldbatterien zeitweise Feuerüberfälle schießen. Inzwischen ist der Regimentsstab beim Stab der 10. Ersatz-Division in Steenwerk über die Lage informiert worden und wartet dort auf den Alpenkorpsbefehl, der erst um 8.25 Uhr vormittags ergeht. Bei Tagesgrauen hat die Marschkolonne des Regiments Steenwerk erreicht und ist gleich im eiligen Vormarsch in allgemeiner Richtung Blanche Maison geblieben. Diese Verschiebung nahe hinter der vorderen Gefechtsfront ist nur durch den dichten Nebel ermöglicht, der auch bis Mittag anhält und dann einem trüben und diesigen Licht weicht.
Bailleul Steenwerk 13.04.1918
Der befohlene Bereitstellungsraum ist im allgemeinen nördlich des Flanche-Baches und beiderseits der Häusergruppe Blanche Maison. Das Gelände ist vollkommen eben, vielfach von Hecken, Drahtzäunen, Baumgruppen abgeteilt, der Flanche-Bach, ein gekrümmter, schmaler und tiefer Wasserlauf, der viele Zuflüsse und Seitenarme aufweist. Niedrige, ärmliche, meist strohgedeckte Gehöfte sind in die Baumgruppen eingestreut, die größeren Bauerngehöfte aber sind von tiefen, bis zu 4 Meter breiten Wassergräben umgeben, so insbesondere die, welche am Nachmittag II./L. anzugreifen haben wird. Erst gegen Mittag wird im Dunst die Stadt Bailleul, in rund 3 Kilometern Entfernung eingebettet zwischen sanftem Hügelland, sichtbar. Da jede Geländedeckung, die halbwegs Schutz gegen Fliegersicht oder Erdbeobachtung verspricht, bereits von Artillerie und Bespannungsstaffeln umlagert ist, gestaltet sich die Unterbringung der zahlreichen Tragetiere schwierig. Der nur ganz langsam sich verdünnende Nebel begünstigt aber die Bereitstellung. Über feindliche Besetzung oder Stellung ist nur sehr wenig bekannt. Erkundende Patrouillen bekommen sehr bald und aus allen Richtungen Maschinengewehr- und Infanteriefeuer. Außer vereinzelten Schüssen aus Feldkalibern, die wegen des Nebels planlos abgegeben werden müssen, verhält sich die feindliche Artillerie ruhig. Der Brigadebefehl enthält die Angriffszeit noch nicht. Das Alpenkorps soll beiderseits der Stadt Bailleul angreifen. Die vom Alpenkorps abgelöste und nach rechts verschobene 10. Ersatz-Division macht aber den Angriff nicht mit, wogegen die mit linkem Flügel bei de Seule zu suchende 117. Infanterie-Division zu gleicher Zeit mit dem Alpenkorps vorgehen wird. Der Gefechtsstreifen rechts fällt dem Infanterie-Leibregiment, der linke dem Jäger-Regiment 2 zu, während das Jäger-Regiment 1 als Korpsreserve bei la Becque aufzumarschieren haben wird. Die Bereitstellung des Leibregiments erfolgt derart, dass rechts II./L. (Kommandeur Hauptmann Freiherr von Falkenhausen), links I./L. (Kommandeur Hauptmann Graf Holnstein) liegen, die Trennungslinie auch beim Angriff ist Blanche Maison und dann ein Punkt 100 Meter ostwärts der Kirche von Bailleul. Das III. Bataillon bleibt hinter der Mitte des Regiments in Reserve. An Hilfsinformationen werden zugeteilt dem I./L.: als Infanterie-Begleitbatterie 1/204, je ein Zug der Regiments-Pionier-Kompanie und Pionier-Kompanie 102, 1 Zug der Regiments-Minenwerfer-Kompanie; dem II./L.: als Infanterie-Begleitbatterie 2/204, 1 Zug der Regiments-Pionier-Kompanie und ½ Zug der Regiments-Minenwerfer-Kompanie; dem III./L.: die Maschinengewehr-Abteilung 204, 1 Zug der Regiments-Pionier-Kompanie und 1 Zug der Regiments-Minenwerfer-Kompanie. Der Regimentsstab bei le Gd. Beaumart bleibt beim Angriff auf der Mittellinie und geht zunächst auf Blanche Maison vor.
Im aufklarenden Nebel wird das Infanteriefeuer heftiger, es entstehen die ersten Verluste. Der Artilleriebefehl, der die Mitwirkung von 5 schweren Feldhaubitz-, 3 10 cm-Kanonen, 15 Feldkanonen und Feldhaubitz, 3 Gebirgsbatterien vorsieht, ist ganz auf beobachtetes Feuer gegen erkannte Ziele basiert, die Batterien sind also erst einzuschießen. Im übrigen wird keine Feuerwalze dem Infanteriesturm vorangehen. Sparsamkeit im Munitionseinsatz ist empfohlen. Endlich trifft 2.55 Uhr nachmittags der endgülige Korpsbefehl ein, der den Sturmbeginn auf 3.30 Uhr nachmittags ansetzt. Ein Einschießen der Artillerie auf den tiefen und sehr unübersichtlichen Angriffsraum hat vor allem wegen des andauernden trübnebligen Wetters nicht stattfinden können, ein Teil der Artillerie scheint überhaupt noch im Stellungswechsel und in der Zieleinweisung nach der Karte begriffen zu sein. Die vom Regiment zur Nahaufklärung entsandten Patrouillen sind überall auf sofortigen Feuerwiderstand gestoßen. Ein Einblick in das unübersichtliche, parkartige Angriffsgelände ist überall verwehrt geblieben; es hat sich nur feststellen lassen, dass der Engländer über sehr zahlreiche Maschinengewehre verfügt und die eingestreuten Häuser auch zu überhöhendem Feuer ausnützt. Beim II./L. haben Pioniere tragbare Laufbrücken vorbereitet. Kurz vor 3.30 Uhr nachmittags verstärkt zwar die Artillerie ihr Feuer, doch zeigt der Angriffsbeginn sogleich, dass von einer Sturmvorbereitung durch Artilleriewirkung keine Rede ist. Beim Antreten setzt sofort der Infanteriekampf auf meist nahen Entfernungen ein. Von rechts herein sind die Kompanien 7, 5, 3, 1 als erste Treffen eingesetzt. 1. Kompanie (Oberleutnant Graf L. Bothmer) und 3. Kompanie (Leutnant der Reserve Halt) machen, von Begleitbatterien und Minenwerfern unterstützt, allmählich Fortschritte. Dagegen kann das II. Bataillon nur ganz langsam in Einzelsprüngen und unter erheblichen Verlusten gegen die vorliegenden Gebäude und Baumgruppen Boden gewinnen. Von Anfang an leiden die Kompanien unter einem heftigen Feuer von rechts aus der offenen Flanke. Sehr bald muss die 8. Kompanie (Leutnant der Reserve Dunker) mit Front nach Osten, also beinahe rechtwinklig zur eigentlichen Angriffsrichtung eingesetzt werden. Leutnant der Reserve Limmer der 5. Kompanie fällt als Zugführer, Hauptmann Freiherr Wilhelm von Falkenhausen wird tödlich verwundet, als er zur 1. Linie vorspringt. Er stirbt nach zwei Tagen am erhaltenen Rückenschuss in einem Kriegslazarett in Lille, vom Regiment als hervorragend tüchtigen Kommandeur tief betrauert. In erbittertem Nahkampf dringen 7. Kompanie (Leutnant Freiherr von Ow) und 5. Kompanie (Leutnant der Reserve Kammerer) langsam zwischen Hecken und Gebäuden vor. Die Infanterie-Begleitbatterie 2/204 fährt geschützweise in der vordersten Infanterielinie auf und erledigt in direktem Schuss auf 70 und 100 Meter englische Widerstandsnester. Die Geschütze verlieren fast die ganze Bedienungsmannschaft und sämtliche Pferde und werden von Pionieren und Leibern im weiteren Stellungswechsel vorgerollt. Das überhöhende Feindfeuer vom Mont de Lille her bleibt andauernd wirksam. Ein Zug der Regiments-Minenwerferkompanie kann mit sichtbarem Erfolg im Kampf um die Gehöfte eingreifen. Im Streifen des I. Bataillons hat die 3. Kompanie mit Sturmbeginn den heftigsten Widerstand aus vorbereiteten Maschinengewehr-Stellungen zu brechen. Die Gehöfte, die der Straße nach Baulleul entlang liegen, werden nacheinander gestürmt, eine Anzahl Maschinengewehre im Kampfe erbeutet. Minenwerfer und Begleitartillerie unterstützen auch hier höchst wirkungsvoll den Infanteriekampf. Nach den ersten Erfolgen der 3. Kompanie gewinnt die links anschließende 1. Kompanie, die über freies Gelände anzugreifen hat, einigen Boden, aber das Überwinden eines 600 Meter breiten, ganz deckungslosen Raumes gegen den Bahnhof von Bailleul zu bringt schwere Verluste. Der Kompanie-Führer, Oberleutnant Graf Ludwig von Bothmer, wird durch Lungenschuss schwer verwundet. Eine Lücke, die zwischen 1. Kompanie und dem anschließenden Jäger-Regiment 2 zu klaffen beginnt, wird durch den Einsatz der 4. Kompanie (Leutnant der Reserve Broel) geschlossen, die in der Abenddämmerung die südlichsten Gebäude der Vorstadt St. Quentin zusammen mit Jägern erreicht. Auch Teile der 2. Kompanie (Leutnant der Reserve Melz) haben im Kampfe in die Linie der 1. eingeschoben. Um 5 Uhr nachmittags setzt ein englisches Halbbataillon aus Richtung Bailleul und Liller Berg zum Gegenangriff an. Teile der 1. Maschinengewehr-Kompanie (Rittmeister von Spies) und die 7. Kompanie bringen ihn verlustreich zum Stehen. Ein zweiter, mit wesentlich stärkeren Kräften geführter Gegenstoß, der in der Dämmerung einsetzt, wird vom II. Bataillon völlig abgewiesen. In der vorderen Linie macht sich Munitionsmangel geltend, da der Feuerkampf auch in die Dunkelheit hinein andauert.
Der Regimentskommandeur hatte mit Beginn des Angriffs seinen Gefechtsstand nach Maison Blanche verlegt und beobachtete aus seinem Hausgiebel den Verlauf des Kampfes. Das Einweisen der Artillerie auf die von den Batterien gar nicht erkannten zahlreichen Ziele war seine Hauptsorge. Das III. Bataillon (Major Graf Robert Bothmer), zur Verfügung des Regimentskommandeurs, lag zunächst in einer flachen Mulde hart ostwärts des Gefechtsstandes und hatte durch Strichfeuer einige Verluste. Gegen 4 Uhr nachmittags rückten Stab III./L., 9. und 12. Kompanie dem II. Bataillon nach. Das Gelände nördlich Maison Blanche lag immer noch unter heftigem Maschinengewehr-Feuer aus nordostwärtiger Richtung. Hier fiel beim Vorgehen durch Kopfschuss der ausgezeichnete Bataillonsarzt, Oberarzt der Reserve Schwarz.
Ostwärts des Alpenkorps war bis zum Abend Nieuwekerke genommen worden. Westlich dieser Ortschaft sprang die erreichte Linie aber weit nach Süden zurück, da die zwischen Nieuwekerke und Bailleul angesetzte 117. Infanterie-Division, wesentlich vorwärts gekommen war. Links vom Leib-Regiment hatte das Jäger-Regiment 2 den Bahndamm, die 11. Reserve-Division Belle Croix erreicht.
Am Abend war die Lage beim Infanterie-Leib-Regiment folgende: 8. Kompanie lag mit Front rein nach Osten, den Gegner im Handgranaten- und Feuerkampf auf nächste Entfernung aus Gräben und Hecken zurückdrängend; der Kompanieführer Leutnant der Reserve Dunker war durch Kopfstreifschuss verwundet, ebenso der zugführende Leutnant der Reserve Kammergruber. Im Anschluss kämpfte 5. ebenso noch auf nächste Entfernung im unübersichtlichen Parkland. Teile der 6. (Leutnant der Reserve Brettschneider) und die ganze 7. Kompanie hatten die Gebäude, die beiderseits der auf den Mont de Lille zuführenden Straße liegen, gestürmt, einige englische Offiziere und Mannschaften gefangen und Maschinengewehre erbeutet. Die Vorstadt le Nouveau Monde und die Bahnlinie waren aber nicht erreicht, vielmehr sprach sich dort der Hauptwiderstand der zurückgedrückten Engländer aus, der durch ein paar 100 Meter ziemlich offenen Gelände begünstigt wurde. Ein Teil der 6. Kompanie lag nahe hinter der Mitte des Bataillons beim Bataillonsstab in Reserve. Regimentspioniere, Minenwerfer, die Züge der 2. Maschinengewehr-Kompanie waren auf der ganzen Front des Bataillons eingestreut. Im engen Anschluss an 7. standen 3., dann 2., 1. und 4. Kompanie. Auch das I. Bataillon hatte sich voll verausgabt und seine zugeteilten Formationen in die Kampflinie eingesetzt. Das Bataillon stand ebenfalls mit Front nach Nordosten im allgemeinen der Straße von Blanche Maison nach St. Quentin entlang. Das ganz freie Feld bis zu den Bahndämmen und Bahnhofsanlagen trennte vom Feind. Die südlichsten Häuser von St. Quentin waren von 4. Kompanie im engen Anschluss an die Jäger besetzt. Auch hier waren zwei Offiziere und etwa 15 Engländer gefangen und einige Maschinengewehre erbeutet. Auf Befehl des Regiments hatte III. Bataillon dem I. die 10. Kompanie zur Verfügung gestellt. Erst die völlige Nacht ließ den Infanteriekampf in einzelne Postenschüsse und kurze Maschinengewehr-Feuerüberfälle sich auflösen. Der Engländer räumte gegen Mitternacht seine Postierungen gegenüber der 8. und 7., war aber in Nouveau Monde und am Bahndamm außerordentlich wachsam. Erst die Dunkelheit erlaubte ein Ordnen der Verbände. Die Pionierformationen wurden um Mitternacht herausgezogen und rückten als Regimentsreserve zum III. Bataillon ein. Die zahlreichen Verwundeten wurden zurückgeschafft. Das II. Bataillon schied die 6. Kompanie, das I. Bataillon die 1. Kompanie als Bataillonsreserve aus. Auch die Engländer hatten schwer gelitten. Tote und Verwundete lagen zahlreich in ihren Stellungen. Englische Garden und ein Ausbildungskurs von Offizieren und Unteroffizieren am Maschinengewehr, der in Bailleul zusammengezogen war, hatten die Abwehr geführt, daher die vielen toten Dienstgrade, die auffallende Geländekenntniss und die vorbildliche Art der Verteidigung. Schotten waren am Nachmittage in Eilmärschen aus Ypern herangekommen und hatten am Abend die beiden Gegenangriffe geführt. Es scheint, dass damals bereits der Engländer planmäßig seine Verteidigung in einer tiefen Zone führte. Begünstigt durch die mangelnde Erkundungs- und Aufklärungsmöglichkeit und das Versagen der Artillerievorbereitung hemmte er die Stoßkraft des Angreifers und löste seinen Sturm bald in Einzelkämpfe auf, die einen nur verhältnismäßig kleinen Raumgewinn brachten. Gering war die Wirkung der feindlichen Artillerie geblieben, es war offenbar nur wenig eingesetzt oder vorhanden.
Hauptmann Freiherr von Pranckh übernahm am Abend die Führung des II. Bataillons.
Kurz vor Mitternacht ordnete ein Regimentsbefehl die Gliederung zur Verteidigung an und beauftragte das III. Bataillon, im Anschluss an das II. den Zusammenhang mit der rechten Nachbardivision sicherzustellen (9. Kompanie).“
Der Soldat Otto Graf Basselet de La Rosée wurde am 21.09.1878 in Isareck im dortigen Schloss in Oberbayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er erst als Oberleutnant, dann als Hauptmann in der 8. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiment. Am 25.09.1914 fiel er in Frankreich an der Somme bei Vermandovillers.
Am Sternwald 25.09. – 25.10.1914
Über den Todestag und die Todesumstände von Otto Graf Basselet de La Rosée berichtet die Regimentsgeschichte des bayerischen Leib-Infanterie-Regiment:
„Noch lag der erhabene Friede einer schwülen, sternenklaren Nacht über Freund und Feind, als am 25. September 3 Uhr morgens das Leibregiment alarmiert wurde und sich zum Abmarsch bereitstellte. Doch erst 5.30 Uhr morgens trat es – in der Reihenfolge III., II., I. Bataillon – an. Es hatte Befehl erhalten, als Divisionsreserve an den Südrand von Vermandovillers zu marschieren.
Auf dem Marsche dorthin wurden plötzlich in der rechten Flanke in einer Entfernung von etwa 1½ Kilometer in breiter Ausdehnung vorgehende französische Schützenlinien gesichtet. Nun heißt es für das Regiment rasch handeln, um den der Division drohenden Flanken- ja teilweise Rückenangriff abzuwehren. Die 6. und 8. Kompanie werden unverzüglich aus der Marschkolonne heraus nach rechts geworfen, um in dem kleinen Wald dort drüben, der nach der Karte so sternförmig von Schneusen durchschnitten ist, einzudringen und den Feind, so er darin schon Fuß gefasst haben sollte, wieder hinauszuwerfen. Wie losgelassene Hunde gehen beide Kompanien auf das Wäldchen los; sie wissen, Eile tut not. Bald haben sie es erreicht und dringen mit aufgepflanztem Seitengewehr ein. Da schlagen ihnen Gewehrsalven entgegen von gut eingenisteter französischer Infanterie, und sichtbare Baumschützen jagen todbringende Geschosse in ihre Reihen. Doch dem Leibersturm ist feindliche Infanterie kein Hindernis; er braust weiter, reißt Widerstandsnester auf und treibt Fliehende vor sich her. Schon erreicht die 8. Kompanie den jenseitigen Waldrand. Als erster tritt, siegesbewusst, ihr Führer Oberleutnant Otto Graf La Rosée, mit der Pistole den nachkommanden Mannschaften winkend, aus dem Walde. Da streckt ihn ein Kopfschuss nieder. Otto La Rosée, vor wenigen Stunden erst ward Dir durch die Feldpost Kunde von dem Heldentode Deines Bruders Emanuel geworden, und nun bist Du ihm selbst in den Tod gefolgt. Du warst der Besten einer von uns, und Deine Freunde und Deine Kompanie beweinen Dich; doch Dein Tod war Deines Lebens würdig! Auch die 6. Kompanie hatte den Waldrand erreicht; ihr Führer, Hauptmann Robert Graf Bothmer, war kurz vorher verwundet worden. Nun setzte schweres Artilleriefeuer ein und riss manche Lücke in die sich am Walde einkrallenden Kompanien. Die 7. Kompanie, die rechts verlängert hatte, erlitt ebenfalls empfindliche Verluste. Die 5. Kompanie hielt sich am Ortseingange von Vermandovillers zum Eingreifen bereit.
Während dieser Kampfhandlung beim II. Bataillon wurde das I. Bataillon, das III. Bataillon gestaffelt. Das I. Bataillon bestand allerdings nur aus der 1. Kompanie; die 2. Kompanie war 5.30 Uhr vormittags zuerst als Artilleriebedeckung nach Soyécourt befohlen un 8 Uhr vormittags der 2. Infanterie-Division unterstellt worden. Die gestern mit Brückenschutz beauftragte 3. und 4. Kompanie waren bisher noch nicht wieder beim Regimente eingetroffen. Auch das III. Bataillon war nur mit Teilen zur Stelle und zwar mit der 10. und 11. Kompanie, da die 9. frühmorgens zur Bedeckung der Baggage des Generalkommandos befohlen und die 12. Kompanie, von der noch eigens zu berichten sein wird, schon gestern Abend zur Verfügung der 2. Infanterie-Brigade abgestellt wurde.
Der Regimentsstab hatte seinen Gefechtsstand am Nordausgange von Vermandovillers. In der Nähe lag ein Verbandplatz. Unaufhörlich wurden Verwundete dorthin gebracht. Unter ihnen auch der zu Tode verwundete Fähnrich Anton Freiherr von Speidel. „Wie steht’s denn mit dem Angriff des Regiments?“ war seine Frage kurz nach seiner Verwundung. Und als ihm hierauf eine günstige Antwort wurde, da sagte der junge, im Sterben liegende Held: „Das ist recht! Wenn’s nur vorwärts geht, dann sterbe ich ja gerne!“ Wenn solche Worte einer spricht, dem Schaum auf den Lippen steht und das Blut aus der Brust quillt, dann sind es Worte, wert, mit goldenen Lettern geschrieben zu werden in die Geschichte eines Regiments, dem Helden zur Ehr. Der Regimentskommandeur nahm sich sein Eisernes Kreuz ab und heftete es dem Fähnrich auf die Brust. Ein dankbarer Blick war dessen Dank. Wider Erwarten genas er von seiner schweren Verwundung, durfte manche Dienste seinem Regimente tun, überstand den Krieg, wurde dann aber von tückischer Krankheit dahingerafft.
Herleville
Im Laufe des Vormittags erhielt das Regiment Befehl, Rosières anzugreifen. Dieser Befehl war jedoch undurchführbar, solange das in unserer Flanke liegende Herleville noch vom Feinde besetzt war. Das Regiment bat daher, zuerst diese Ortschaft wegnehmen zu dürfen; die Division genehmigte zuerst diese Bitte nicht, da die Ausdehnung sonst eine zu große sein würde; 11 Uhr vormittags jedoch wurde dem Regiment der Angriff auf Herleville befohlen. Das Halbbataillon Schuster (10. und 11. Kompanie) hatte ihn mit Unterstützung durch die 6./1. Feldartillerie-Regiment auszuführen. Dank der außergewöhnlichen Tapferkeit dieser beiden Kompanien ging der Angriff in einer Frontbreite von 1 Kilometer gut vorwärts, doch kostete er starke Verluste. Besonders die ihrem todverachtenden Führer Oberleutnant Emmerich Freiherr von Sodin begeistert folgende 11. Kompanie litt schwer; sie verlor 33 Prozent ihres Bestandes; Oberleutnant Freiherr von Sodin selbst wurde verwundet; von drei Offizierstellvertretern fiel einer, während zwei schwer verwundet niederbrachen; auch der prächtige junge Degenfähnrich, Fritz Freiherr von Feilitzsch, der sich schon mehrfach durch ganz besondere Tapferkeit vor dem Feinde ausgezeichnet hatte und kurz vor der Beförderung zum Offizier stand, wurde, seinen Zug zum Sturme führend, dahingerafft. 12 Uhr mittags lagen die Schützenlinien etwa 300 Meter vor Herleville. Da stürzte Major Schuster mit dem Bataillonsstab und der Fahne des Bataillons in die vordere Linie und riss diese mit sich vor. Ohne einen Schuss zu tun, legte das Halbbataillon die letzten 300 Meter zurück und stürmte unter wildem Hurra die Ortschaft; allen voran der verwundete Oberleutnant Freiherr von Godin. Sich widersetzender Feind wurde niedergemacht. Die Masse des Feindes ergriff jedoch kurz vor dem Einbruche der Leiber die Flucht. 12.15 Uhr nachmittags war Herleville im Besitze der Sieger. Die Kompanien richteten sich am Ostrande ein. Ein 2 Uhr nachmittags auf Herleville anfahrender französischer Radfahrer wurde erschossen. Bei seiner Durchsuchung fand man den französischen Armeebefehl für den heutigen Tag. Welch glücklicher Fund! Auf dem raschesten Weg wurde dieser Befehl zur Division, zum Generalkommando gebracht. Er beleuchtete schlagartig unsere Lage. Während das Generalkommando unseren Feind bisher nur als Kavallerie und schwache Infanterie wertete, verriet der aufgefangene Befehl des Feindes wahre Stärke: 2½ Armeekorps und 1 Kavallerie-Division! Die Lage des Korps, das heute als äußerste rechte Truppe des deutschen Heeres kämpfte, war eine ernste. Der Feind schien in der Front stark überlegen, und die Flanke war bedroht. Statt den feindlichen Nordflügel zu umfassen, drohte plötzlich die Gefahr, selbst umfasst zu werden!
Im Laufe des Nachmittags nahm das Leibregiment Verbindung mit der rechts von ihm eingesetzten 3. Infanterie-Brigade auf. Dem Halbbataillon Schuster wurde die 2./2. Infanterie-Regiment und die 3. Pionier-Kompanie unterstellt. Von 4 – 7 Uhr lag anhaltend Artilleriefeuer auf Herleville, das den Ort zum größten Teil in Brand setzte. Nach 7 Uhr abends entwickelte sich ein starker Infanterieangriff auf die Ortschaft. 1½ Züge der 10. Kompanie schlossen sich mit dem Kompanieführer Oberleutnant der Reserve Graf Courten den vor dem übermächtigen Druck des feindlichen Angriffs zurückgenommenen Teilen der 3. Infanterie-Brigade an. So waren die 11. Kompanie mit der 2./2. Infanterie-Regiment, der 3. Feld-Pionier-Kompanie und 1 Zug der 10. Kompanie die einzigen Verteidiger von Herleville geblieben. Die Lage wurde immer ernster, zumal die Munition zur Neige ging und pro Gewehr nur mehr zwanzig Schuss zur Verfügung standen. In dieser Stunde der Gefahr gab der Bataillons-Adjutant Leutnant Freiherr von Feilitzsch ein leuchtend Beispiel heldenhafter Tapferkeit. Das Monokel im Auge, ging er, sich mit kleiner Feile die Nägel feilend, gemächlich die Schützenlinien auf und ab und ermunterte lachend und scherzend die Leute zu weiterem Ausharren. Endlich wurde in Zeltbahnen Munitionen herbeigebracht, sodass das Feuer der Leiber wieder aufflackerte und der feindliche Angriff auf 150 Meter vor der Ortschaft zum Stehen gebracht werden konnte. Abends wurden die Verwundeten zurückgebracht; auch Oberleutnant Freiherr von Sodin, der bis jetzt ausgehalten hatte, wurde zurückgefahren. Dort traf 8 Uhr abends der Divisionsbefehl ein, das Leibregiment solle sich in der Linie Soyécourt-Sternwald (so wurde von nun an der Wald genannt, den die 6. und 8. Kompanie heute Morgen genommen hatten) zu hartnäckigster Verteidigung einrichten. Trotz des Einwandes des Regiments musste also das heute mit so viel Blut und Opfern genommene Herleville aufegegeben werden. Unter dem Schutze von zwei Gruppen der 11. Kompanie ging nach Einbruch der Dunkelheit die tapfere Besatzung von Herleville in voller Ordnung in die befohlene Linie zurück. Ihr folgten als Nachspitze die genannten zwei Gruppen, in einer Zeltbahn die Leiche des Degenfähnrichs von Feilitzsch mit sich tragend.
Unbelästigt vom Feinde hoben sodann im schützenden Dunkel der Nacht III./L. bei Soyécourt, II./L. am Sternwalde Schützengräben aus. Es waren, uns allen unbewusst, die ersten Spatenstiche zum Stellungskrieg.
Die Nacht zum 26. September verlief verhältnismäßig ruhig. Heute sollte das I. bayerische Armee-Korps vorerst seine Stellung halten, bis das Vorgehen des nördlich der Somme angesetzten II. bayerischen Armee-Korps und zweier Kavallerie-Korps eine entscheidende Wendung zu gunsten der Deuschen herbeiführen würde.“
Man begrub Hauptmann Otto Graf Basselet de La Rosée Vermandovillers in einem Massengrab.