Der Soldat Hans von Jacobs wurde am 05.06.1868 in Potsdam geboren, der Hauptstadt des heutigen Bundeslandes Brandenburg. Er war Jurist und im konsularischen Dienst beschäftigt. Später schied er aus dem diplomatischen Dienst aus und wurde Vorstandsvorsitzender der Deutschen Levante-Linie.
Hans von Jacobs 1888
Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann der Reserve im 1. Garde-Regiments zu Fuß. Am 14.02.1915 fiel er bei Metz durch Verwundung, bei der eine Sepsis eintrat.
Hans von Jacobs war auch in der General-Direktion der deutschen Levante-Linie eingesetzt.
Man begrub Hans von Jacobs auf dem Soldatenfriedhof Metz Chambiere in Block 4, Grab 120.
Das Grab von Hans von Jacobs auf dem Soldatenfriedhof Metz
Der General der Infanterie Kurt von Schwerin wurde am 04.04.1817 in Königs Wusterhausen im heutigen Bundesland Brandenburg geboren. Am 13.04.1884 verstarb er im Alter von 67 Jahren in Metz, deren Gouverneur er war. Er starb während des Dienstes an einem Gehirnschlag.
General der Infanterie Kurt von Schwerin
Man begrub Kurt von Schwerin auf dem Soldatenfriedhof Metz in Grab 113.
Das Grab des Generals der Infanterie Kurt von Schwerin
Der General der Kavallerie Maximilian von Hagenow wurde am 09.03.1844 in Langenfelde geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Glewitz im heutigen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Am 14.02.1906 verstarb er im Alter von 62 Jahren in Metz.
Man begrub Maximilian von Hagenow auf dem Soldatenfriedhof Metz in Grab 114.
Das Grab des Generals der Kavallerie Maximilian von Hagenow auf dem Soldatenfriedhof Metz
Der General der Infanterie Christoph von Schmidt wurde am 26.07.1809 in Königsberg in Ostpreußen geboren. Am 11.11. 1876 starb er im Alter von 67 Jahren in der Garnison von Metz und wurde dort in Grab 116 begraben. Er hatte sich bei einer mehrstündigen Truppenbesichtigung in einem Unwetter eine schwere Erkältung und ein Unterleibsleiden zugezogen, an dem er nach mehrwöchigen Krankenlager starb.
Das Grab des Generals der Infanterie Christoph von Schmidt
Der Soldat Carl Wilhelm von Windheim wurde am 14.09.1838 in Hameln im heutigen Bundesland Niedersachsen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Premier-Leutnant in der 4. Kompanie des 7. Ostpreußischen Infanterie-Regiments Nr. 44. Am 14.08.1870 wurde er im Deutsch-Französischen Krieg bei Metz durch einen Schuss durch den rechten Oberschenkel schwer verwundet. Am 07.09.1870 verstarb er im Alter von 31 Jahren in der saarländischen Garnisonsstadt Saarlouis an seinen Wunden.
Carl Wilhellm von Windheim
Über den Tag der schweren Verwundung von Carl Wilhelm von Windheim berichtet die Regimentsgeschichte des 7. Ostpreußischen Infanterie-Regiments Nr. 44:
„Am Sonntag, den 14. August, nämlich Nachmittags 5 Uhr, begann der Vormarsch zur Schlacht von Colombey-Nouilly, hart östlich von Metz.
Die Bataillone rückten – Kompanien auseinandergezogen – unter Massenfeuer des Feindes vor. Oft sah man feindliche Abteilungen erst dann, wenn dieselben aus ihren Verstecken in den Weinbergen plötzlich hervorbrachen. Unsere Lage war mehrere Male eine bedenkliche, die Verluste waren so stark, dass mehrfach zwei Kompanien sich zu einer formierten; die 1. Kompanie, sie sich zu weit an die Festung herangewagt, wurde buchstäblich aufgerieben. Auf französischer und preußischer Seite hörte man nur das Signal „Vorwärts“. Am meisten kämpfte das Regiment um die Höhen und den Wald von May.
Der schwere Kampf dauerte bis spät in die Dunkelheit, das Feuer verstummte allmählig, der Sieg aber war auf unserer Seite. Und dieser wie die beiden Schlachten von Mars-la-tour und Gravelotte am 16. und 18. August, an denen das Regiment nicht beteiligt war, hatten dazu beigetragen, dass der französische Marschall Bazaine mit seiner großen Armee sich in die Festung Metz zurückziehen musste und hier von allen Seiten von unsern Truppen eingeschlossen werden konnte.
Die Verluste unseres Regiments am 14. August hatte betragen:
tot: 8 Offiziere, 130 Unteroffiziere und Gemeine;
verwundet: 15 Offiziere, 325 Unteroffiziere und Gemeine;
vermisst: 7 Unteroffiziere und Gemeine.
Es hatte also beim ersten Gefecht den dritten Teil seiner Offiziere und den sechsten seiner Mannschaft verloren.
In dieser Schlacht am 14. August wurde das Tuch von der Fahne des Füsilier-Bataillons oberhalb des Adlers zwischen dem äußern Namenszug und der untersten Granate von einem feindlichen Granatsplitter getroffen. Es entstand ein ungefähr 7 Zentimeter langer Riss, in dessen Mitte sich ein Eckloch befindet. Außerdem verletzten das Tuch mehrere Chassepotkugeln. Die Fahnenstange blieb unverletzt. Gleichfalls wurde das Tuch der Fahne des 1. Bataillons mehrfach von feindlichen Kugeln durchlöchert.“
Hier ruht in Gott
Carl Wilhelm von Windheim
Premier-Lieutenant und Führer der 4. Compagnie
7. Ostpreußisches Infanterie-Regiment Pr 44 geboren den 14. September 1838 zu Hameln
gestorben den 7. September 1870 in Saarlouis
an einer in der Schlacht von Metz den 14. Aug.
erhaltenen Schußwunde
Wer für das Vaterland als Held gefallen,
der lebt unsterblich fort in unsern Herzen.“
Das Grab von Carl Wilhelm von Windheim auf dem Garnisonsfriedhof Saarlouis
Der Soldat Eduard Gotzmann stammte aus Zauditz (seit 1945 tschechisch: Sudice). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Soldat im 15. Armierungs-Bataillon (Verlustliste: Festungs-Fuhrpark-Kolonne 15 in Metz). Am 10.03.1916 verstarb er im 2. Reserve-Lazarett in der saarländischen Stadt Saarlouis an einer Krankheit.
Der Soldat Hugo Wertheim wurde am 02.11.1869 in Oestrich geboren, einem Stadtteil der Stadt Iserlohn im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen, und war Schlachthausdirektor in Saarlouis. Im Ersten Weltkrieg diente er als Stabsveterinär und Oberveterinär im Stab des Ersatz-Bataillons des 12. Fußartillerie-Regiments. Am 10.06.1915 verstarb er im Alter von 45 Jahren im Sankt Christiana Lazarett in Metz an einer Krankheit.
Man begrub Hugo Wertheim nach Überführung seines Leichnams in die Heimat auf dem Garnisonsfriedhof Saarlouis.
Hugo Wertheim war jüdischen Glaubens.
Grab des Stabsveterinärs Hugo Wertheim auf dem Garnisonsfriedhof Saarlouis