Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 619: Heinrich Behre

Der Soldat Heinrich Behre wurde am 28.01.1884 in Kettenkamp geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Bersenbrück im heutigen Bundesland Niedersachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 3. Kompanie des 74. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Heinrich Behre wurde 31 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Heinrich Behre berichtet die Regimentsgeschichte des 74. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Die Nacht vom 15. auf 16. Juni vergeht ziemlich ruhig. Jeder Zug hat alle Hände voll zu tun, um die eingedepperten Gräben auszubessern, die Toten und Verwundeten zu bergen.

Aber der Franzmann muss aus dem kleinen Grabenstück, da er noch besetzt hält, wieder heraus, koste es, was es wolle!!

Am folgenden Tage, dem 16. Juni, soll deshalb ein zweiter Gegenstoß erfolgen. Diesmal unter Mitwirkung der Artillerie. Er beginnt am linken Flügel mit der 9. und 10. Kompanie. Der 9. Kompanie weit voraus stürmt ihr Führer Oberleutnant Engel. Er will den Graben wiedergewinnen. Ein fürchterliches, jeder Beschreibung spottendes Artillerie-, Minen- und Gewehrfeuer setzt ein. Aber Oberleutnant Engel führt seine todesmutige Schar immer näher heran. Als erster springt er in den Graben, wird schwer verwundet. Seine Leute ihm nach. Mit blankem Bajonett säubern sie das Grabenstück, das so eingeebnet ist, dass es kaum noch den Namen „Graben“ verdient.

Besonders bewährt sich jetzt der Unteroffizier Götze von der 1. Kompanie. Kurz vorher war er verschüttet worden. Es gelingt ihm aber, sich von den Steinmassen selbst zu befreien. Da wird er von den Franzosen umzingelt. Einen unbewachten Augenblick benutzt er durchzubrechen. Erreicht die 9. Kompanie und ist jetzt für den schwer verwundeten Oberleutnant Engel die Seele des Angriffs. Bald ist auch der letzte Franzmann herausgehauen. Die Stellung ist wieder unser.

Gleich darauf setzt ein mörderisches Trommelfeuer ein. Es konzentriert sich auf dieses soeben wiedergewonnene Grabenstück. Unmöglich, es zu halten. Die kleine heldenhafte Schar muss wieder zurück. Sie ist ja schutzlos dem Feuer ausgesetzt. Vorher schnappt sie sich aber noch Alpenjäger und bringt sie mit zurück.

Am rechten Flügel ist unser Gegenangriff erfolgreicher. Hier stürmt Leutnant Bernett mit seiner 11. Kompanie den fast ebenen Graben, in dem sich schon der Franzmann eingenistet hat. Mit Handgranaten werfen sie ihn hinaus. Den zu unserm zerstörten Maschinengewehr führenden Graben, den die Alpenjäger besetzt halten, riegeln sie rasch mit einer Barrikade aus Steinen und Sandsäcken ab.

Immer wieder versuchen die Franzosen, in unseren Linien Fuß zu fassen. Geschickt nutzen sie jede Lücke, jede Verwirrung aus. Einmal gelingt es ihnen sogar, mit etwa 20 Mann in den Rücken der 2. Kompanie zu gelangen. Aber die Freude dauert nicht lange. Unsere Leute pfeffern ihnen gewaltig auf den Balg. In wenigen Minuten ist auch diese Gefahr beseitigt.

Immer schwieriger wird jetzt die Verteidigung. Der Franzmann sitzt in dem Grabenstück der 1. Kompanie auf dem Braunkopf und schießt uns dauernd von oben herab in die Flanke. Wir verschanzen uns hinter Sandsackpackungen. Hauptmann Meyer, der gerade mit seinen Leuten zu einem Gegenangriff antritt, sinkt durch die Brust getroffen nieder. Er fühlt, dass seine Wunde tödlich ist. Er drückt noch dem Tambour Röskamp die Hand und beauftragt ihn, seine Frau und Kinder zu grüßen. Dann verlässt ihn das Bewusstsein. Kurz darauf schlägt sein Herz den letzten Schlag.

Zu allem Überfluss schießt jetzt auch unsere eigene Artillerie zu kurz. Ein Volltreffer zerstört die Sandsackbarrikade, so dass wir wieder dem Flankenfeuer ausgesetzt sind. Leutnant Bernett wird schwer verwundet. Schnell wird aus den Sandsäcken ein neuer Riegel aufgebaut. Dabei zeichnet sich besonders der Gefreite Buttjer, 11. Kompanie, aus.

Gegen 5 Uhr nachmittags setzt die feindliche Artillerie mit ganzer Kraft ein. Sie trommelt den linken Flügel des Abschnitts Bowien derart zusammen, dass selbst die letzten Verbindungswege und Unterstände verschüttet werden. Stück für Stück der Stellung bröckeln ab. Unter den Steintrümmern der verschütteten Gräben liegt ein Teil der braven 6. Kompanie. Viele sind verwundet, nur ein kleiner Rest hält todesmutig aus.

Alle Reserven sind bereits längst eingesetzt und zum Teil aufgerieben. Auf Unterstützung der Artillerie ist nicht zu rechnen, da alle Fernsprechleitungen zerstört sind. Unter solchen Umständen wird Befehl erteilt, den Abschnitt Bowien, also den Braunkopf zu räumen. Ordnungsmäßig wird bei Einbruch der Dunkelheit der Rückzug auf Metzeral angetreten. Hier werden unsere Leute dem Hauptmann Lorenz zur Verteidigung des Ortes zur Verfügung gestellt.

Die Kämpfe der Kompanien einzeln und ausführlich zu schildern, ist nicht möglich. Jede Stellung hatte ihre besondere Eigenart, die durch das wechselreiche Gelände bestimmt wurde. Und eshalb haben sich auch Abwehr und Angriff innerhalb der Kompanien ganz verschieden abgespielt.“

Man begrub Heinrich Behre auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 23.

Das Grab von Heinrich Behre und Wilhelm Jürgens auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 2. Weltkrieges Teil 618: Georg Ende

Der Soldat Georg Ende wurde am 13.09.1918 geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der deutschen Wehrmacht. Am 28.09.1944 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Kämpfe nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Georg Ende auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 22.

Das Grab von Karl Sorg und Georg End auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 2. Weltkrieges Teil 617: Karl Sorg

Der Soldat Karl Sorg wurde am 05.11.1926 in Eichenried geboren, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Kalbach. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier in der deutschen Wehrmacht. A, 28.09.1944 fiel er im Alter von 17 Jahren in der Nähe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) im Lazarett Altenberg. Fela.Korps Lasch

Man begrub Karl Sorg auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 21.

In Veitsteinbach gedenkt man Karl Sorg noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2018/veitsteinbach_gde-kalbach_lk-fulda_wk1_wk2_hs.html

Das Grab von Karl Sorg und Georg End auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 616: Albert Brüning

Der Soldat Albert Brüning wurde am 20.08.1884 in Steenfelde geboren, einer Ortschaft in der niedersächsischen Gemeinde Westoverledingen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 92. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) bei Metzeral. Albert Brüning wurde 30 Jahre alt.

Man begrub Albert Brüning auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 28.

Das Grab von Heinrich Theodor Brandenburg und Albert Brüning auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 615: Heinrich Theodor Brandenburg

Der Soldat Heinrich Theodor Brandenburg stammte aus Minden im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 10. Kompanie des 78. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Heinrich Theodor Brandenburg auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 27.

Das Grab von Heinrich Theodor Brandenburg und Albert Brüning auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 614: Alfred Sue

Der Soldat Alfred Sue stammte aus Braunschweig. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 3. Kompanie des 73. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen bei Metzeral.

Man begrub Alfred Sue auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 25. 

Das Grab von Alfred Sue auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 2. Weltkrieges Teil 613: Otto Mudraschk

Der Soldat Otto Mudraschk wurde am 10.10.1918 in Boblitz geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der deutschen Wehrmacht. Am 20.06.1940 verstarb er im Alter von 21 Jahren im Lazarett Altenberg.

Man begrub Otto Mudraschk auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 4, Grab 8.

In seinem Heimatort Boblitz gedenkt man Otto Mudraschk noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/luebbenau-boblitz_wk1u2_brb.htm

Das Grab von Alfred Paul und Otto Mudraschk auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 2. Weltkrieges Teil 612: Alfred Paul

Der Soldat Alfred Paul wurde am 10.04.1914 in Bliesendorf geboren, einem Ortsteil der brandenburgischen Stadt Werder (Havel). Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der deutschen Wehrmacht. Am 20.06.1940 verstarb er im Alter von 26 Jahren im Sanatorium Altenberg bei Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Alfred Paul auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 4, Grab 7.

Das Grab von Alfred Paul und Otto Mudraschk auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 611: Karl Georg

Der Soldat Karl Georg stammte aus der Stadt Betzdorf im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger in der 8. Batterie des 19. Reserve-Feldartillerie-Regiments. Am 24.07.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er starb bei Erschlitt.

Man begrub Karl Georg auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 4, Grab 6.

In seinem Heimatort Betzdorf gedenkt man Karl Georg noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/betzdorf_gb_wk1_rp.htm

Das Grab von Karl Georg auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 610: Heinrich Meyer

Der Soldat Heinrich Meyer stammte aus der niedersächsischen Gemeinde Gorleben. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der 1. Kompanie des II. Pionier-Bataillon Nr. 10. Am 22.08.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Heinrich Meyer auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 4, Grab 3.

In seiner Heimatgemeinde Gorleben gedenkt man Heinrich Meyer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2023/gorleben_lkr-luechow-dannenberg_wk1_wk2_ns.html

Das Grab von Dietrich Patjens und Heinrich Meyer auf dem Soldatenfriedhof Münster