Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 605: Josef Lang

Der Soldat Josef Lang stammte aus der bayerischen Gemeinde Tittling. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Offiziersstellvertreter in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.07.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Lingekopf.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Lang berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Am 22. Juli um 5.30 Uhr vormittags setzte starkes Artilleriefeuer leichten und schweren Kalibers auf die Hauptstellung am Lingekopf ein, wodurch die 8. Kompanie schwere Verluste erlitt. (Leutnant Drangmeister gefallen). Auch bei der in Reserve befindlichen 6. Kompanie gab es Verluste.

Als zwischen 9 Uhr und 10 Uhr vormittags das Artilleriefeuer schwächer wurde, ließ der Kommandeur von II./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 in Erwartung des Infanterieangriffs die Hauptstellung am Lingekopf noch durch zwei Züge verstärken, nahm sie aber alsbald wieder zurück, weil neuerdings heftiges Artilleriefeuer, untermischt mit Infanterie- und Maschinengewehrfeuer, eingesetzt.

12 Uhr mittags verlegte die feindliche Artillerie ihr Feuer nach rückwärts, was auf einen bevorstehenden Angriff deutete. Deshalb erhielt die 6. Kompanie den Befehl, die Hauptstellung am Lingekopf durch sämtliche drei Züge zu verstärken. Tatsächlich setzte auch gleich darauf der Angriff ein. Der Feind griff den ganzen Lingekopf an und gelangte bis zu dem durch Artilleriefeuer stark beschädigten Drahthindernis vor der Lingekopfstellung, durch welches er an einigen Stellen durchdrang. Beim Vorgehen versteckten sich die französischen Alpenjäger sehr gewandt hinter Steinblöcken und Büschen. Sie feuerten weiße und rote Signalkugeln ab. Infolge unseres heftigen Infanteriefeuers gelang es ihnen jedoch nicht, obwohl sie sich stellenweise im toten Winkel Deckung verschaffen konnten, an die Hauptstellung heranzukommen. Als sie die Unmöglichkeit hiezu erkannt hatten, versuchten sie, wie durch eine von der Nordseite des Lingekopfs vorgeschickte Patrouille erkundet wurde, sich unter Benützung des toten Winkels etwa 100 Meter vor der Lingekopf-Stellung einzugraben. Einem von Norden her vorgeschickte Halbzug der 10. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 3 gelang es, durch Flankenfeuer diesen Versuch zu vereiteln. Auch durch Flankenfeuer eines Maschinengewehrs aus Bastion I auf dem Eichenrain wurde der Lingekopf-Hang bestrichen, was die Lage wesentlich erleichterte. Dem weiteren Versuch der Franzosen, ein Maschinengewehr heranzubringen, wurde mit Handgranaten wirksam begegnet. Zwischen 4 Uhr und 5 Uhr 30 nachmittags lag starkes Artilleriefeuer auf dem Bärenstall, zwischen 6.30 Uhr und 8.30 Uhr abends desgleichen auf Schratzmännele, Lingekopf und Lingehang.

Bei diesen Kämpfen zeichnete sich besonders Wehrmann Josef Sattler der 8. Kompanie aus. Nachdem Zugführer, Leutnant Drangmeister, und stellvertretender Zugführer, Unteroffizier Oelkofner, gefallen waren, übernahm bei Beginn des Angriffs Sattler die Führung von drei Gruppen, warf die Franzosen zurück und brachte durch Handgranaten einen Versuch des Feindes, sich ungefähr 100 Meter vor der Stellung im toten Winkel einzugraben, zum Scheitern. Den Gefreiten Digeser, der bei dieser Gelegenheit schwer verwundet wurde, holte er zwei Stunden später herein. Fürsein Verhalten wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen und durch den Regimentskommandeur persönlich überreicht.“

Man begrub Josef Lang auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 280.

Das Grab von Josef Langgartner auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 604: Xaver Rittler

Der Soldat Xaver Rittler stammte aus Nordhofen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Deisenhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 7. Kompanie des 12. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 03.12.1914 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Rabenbühl.

Man begrub Xaver Rittler auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 278.

Das Grab von Xaver Rittler auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 603: Xaver Trunz

Der Soldat Xaver Trunz stammte aus der bayerischen Ortschaft Dösingen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Westendorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 1. Kompanie des 12. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 09.11.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) nahe Diedolshausen (französisch: Le Bonhomme).

Man begrub Xaver Trunz auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 30.

In seiner Heimatgemeinde Westendorf gedenkt man Xaver Trunz noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/westendorf-doesingen_wk1u2_bay.htm

Das Grab von Xaver Trunz auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 602: Josef Plendl

Der Soldat Josef Plendl stammte aus der bayerischen Ortschaft Taiding. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 01.01.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Barrenkopf.

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Man begrub Josef Plendl auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 29.

Das Grab von Josef Plendl auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 601: Georg Zabel

Der Soldat Georg Zabel stammte aus Bützen bei Nienburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 6. Kompanie des 78. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.08.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Georg Zabel auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 4, Grab 125.

In seiner Heimatgemeinde Landesbergen gedenkt man Georg Zabel noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/landesbergen_1870-71_wk1u2_ns.htm

Das Grab von Georg Zabel auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 600: Karl Biermann

Der Soldat Karl Biermann stammte aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 8. Kompanie des 73. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er starb nach schwerer Verwundung im Lazarett in der Stadt Münster.

Man begrub Karl Biermann auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 29.

Das Grab von Karl Biermann und Walter Jahns auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 599: Johann Rainer

Der Soldat Johann Rainer stammte aus der bayerischen Gemeinde Attenhofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 3. Batterie des 6. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Bataillons. Am 23.08.1915 verunglückte er tödlich .

Man begrub Johann Rainer auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 161.

In seiner Heimatgemeinde Attenhofen gedenkt man Johann Rainer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/attenhofen_wk1u2_bay.htm

Das Grab von Fritz Mathäi und Johann Rainer auf dem Soldatenfriedhof Münster

Sonderbeitrag: Wilhelm Hang

Der Soldat Wilhelm Hang  stammte aus der Stadt Gau-Algesheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter. Am 15.07.1918 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe Lagarde.21

Man begrub Wilhelm Hang auf dem Soldatenfriedhof Lagarde in Grab 79.

Das Grab von Stephan Haas und Wilhelm Hang auf dem Soldatenfriedhof Lagarde

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 598: Fritz Mathäi

Der Soldat Fritz Mathäi stammte aus Gößnitz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in der 4. Kompanie des Garde-Schützen-Bataillons. Am 17.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Fritz Mathäi auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 160.

Das Grab von Fritz Mathäi und Johann Rainer auf dem Soldatenfriedhof Münster

Sonderbeitrag: Stephan Haas

Der Soldat Stephan Haas wurde am 13.06.1879 in der bayerischen Ortschaft Röthenbach geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 6. Kompanie des 10. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1915 fiel er während der Kämpfe in Lothringen bei Parroy. Stephan Haas wurde 36 Jahre alt.

Man begrub Stephan Haas auf dem Soldatenfiedhof Lagarde in Grab 78.

Das Grab von Stephan Haas und Wilhelm Hang auf dem Soldatenfriedhof Lagarde