Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 624: Alois Fischerauer

Der Soldat Alois Fischerauer wurde am 09.06.1886 in der bayerischen Stadt Eggenfelden geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Feldwebel in der 6. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.04.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Alois Fischerauer wurde 28 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Fischwerauer berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Die Nacht vom 20. zum 21. April wird von uns zur wiederholten Herstellung der verwüsteten Stellung auf Höhe 830 benützt; der Feind verhält sich ruhig; durch unsere Patrouillentätigkeit wird festgestellt, dass er die alte Stellung von der Straße am Sillackerkopf herüber gegen den Winterberg besetzt hält. Unsere Stellung bleibt in derselben Weise wie tags zuvor gegliedert. In Metzeral fiel an diesem Tage der Kompanie-Feldwebel 6./18 Alois Fischerauer. Beim Überqueren der Fechtbrücke auf dem Fahrrad traf ihn eine verirrte Kugel.“

Man begrub Alois Fischerauer auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 3, Grab 17.

Das Grab von Leo Walter und Alois Fischerauer auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 606: Anton Baumeister

Der Soldat Anton Baumeister stammte aus der bayerischen Stadt Günzburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberstleutnant und Stabskommandeur im Stab des II. Bataillons des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.02.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Über den Todestag und die Todesumstände von Anton Baumeister berichtet die Regimentsgeschichte des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Der neue Tag (20.02.1915) brachte wieder frischen Mut, insbesondere wurde freudig begrüßt, dass erneutes zusammengefasstes Artilleriefeuer von 10 Uhr vormittags ab die feindliche Stellung sturmreif schießen sollte.

Mit inzwischen geordneten Verbänden wurde um 11 Uhr vormittags zum vierten Sturm angetreten. In der Front unterstützt durch 12/bayerisches Landwehr-Infanterie-Regiment 3, von Süden her durch 3. Kompanie des Landwehr-Infanterie-Regiments 121, erkämpfte das Bataillon wieder Schritt für Schritt die Höhe bis zur Sturmentfernung.

Als es dem Bataillonskommandeur, Oberstleutnant z. D. Baumeister, schien, als käme der Angriff wieder ins Stocken, eilte er mit Handgranaten in der Hand in die dicht am Feind befindliche vordere Linie des Bataillons und feuerte durch sein Beispiel zum mutigen Vorwärtsstürmen an. Während unter seiner Führung die vordersten Reihen auf den Gegner eindrangen, brach der tapfere Held, der als verabschiedeter Offizier trotz vorgerückten Alters freiwillig zum Frontdienst zu den Fahnen geeilt war, von mehreren Geschossen tödlich getroffen, zusammen. Mit den Worten „Gott sei Dank, wir haben den Berg!“ fiel er an der Spitze seines Bataillons, ein leuchtendes Beispiel deutschen Heldenmuts und deutschen Pflichtgefühls. Bei dem Versuch, ihn zur Seite zu bringen, fielen drei Leute seines Bataillons, deren Namen dem Verfasser leider nicht bekannt geworden sind, erst dem vierten gelang es, den Sterbenden zu bergen.

Kurze Zeit darauf hatten die Gefechtsgruppen Utz, Eißenberger, Straßer und Zimmermann (die Kompanien waren vollständig vermischt) mit jugelndem Hurra die Höhe genommen, die vom Feinde in wilder Flucht geräumt wurde.

Die Verluste betrugen 36 Tote, 75 Verwundete, 38 Vermisste. Unter den Toten befand sich auch der tapfere Führer der 8./R. 23, Oberleutnant Neumeier, der, an der Spitze seiner Leute in den feindlichen Drahtverhau eingedrungen, von zwei feindlichen Geschossen getroffen, zu Boden sank.

Für den gefallenen Oberstleutnant Baumeister übernahm Hauptmann Utz die Führung des Bataillons.“

Man begrub Anton Baumeister auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 463.

Das Grab von Anton Baumeister auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 605: Josef Lang

Der Soldat Josef Lang stammte aus der bayerischen Gemeinde Tittling. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Offiziersstellvertreter in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.07.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Lingekopf.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Lang berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Am 22. Juli um 5.30 Uhr vormittags setzte starkes Artilleriefeuer leichten und schweren Kalibers auf die Hauptstellung am Lingekopf ein, wodurch die 8. Kompanie schwere Verluste erlitt. (Leutnant Drangmeister gefallen). Auch bei der in Reserve befindlichen 6. Kompanie gab es Verluste.

Als zwischen 9 Uhr und 10 Uhr vormittags das Artilleriefeuer schwächer wurde, ließ der Kommandeur von II./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 in Erwartung des Infanterieangriffs die Hauptstellung am Lingekopf noch durch zwei Züge verstärken, nahm sie aber alsbald wieder zurück, weil neuerdings heftiges Artilleriefeuer, untermischt mit Infanterie- und Maschinengewehrfeuer, eingesetzt.

12 Uhr mittags verlegte die feindliche Artillerie ihr Feuer nach rückwärts, was auf einen bevorstehenden Angriff deutete. Deshalb erhielt die 6. Kompanie den Befehl, die Hauptstellung am Lingekopf durch sämtliche drei Züge zu verstärken. Tatsächlich setzte auch gleich darauf der Angriff ein. Der Feind griff den ganzen Lingekopf an und gelangte bis zu dem durch Artilleriefeuer stark beschädigten Drahthindernis vor der Lingekopfstellung, durch welches er an einigen Stellen durchdrang. Beim Vorgehen versteckten sich die französischen Alpenjäger sehr gewandt hinter Steinblöcken und Büschen. Sie feuerten weiße und rote Signalkugeln ab. Infolge unseres heftigen Infanteriefeuers gelang es ihnen jedoch nicht, obwohl sie sich stellenweise im toten Winkel Deckung verschaffen konnten, an die Hauptstellung heranzukommen. Als sie die Unmöglichkeit hiezu erkannt hatten, versuchten sie, wie durch eine von der Nordseite des Lingekopfs vorgeschickte Patrouille erkundet wurde, sich unter Benützung des toten Winkels etwa 100 Meter vor der Lingekopf-Stellung einzugraben. Einem von Norden her vorgeschickte Halbzug der 10. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 3 gelang es, durch Flankenfeuer diesen Versuch zu vereiteln. Auch durch Flankenfeuer eines Maschinengewehrs aus Bastion I auf dem Eichenrain wurde der Lingekopf-Hang bestrichen, was die Lage wesentlich erleichterte. Dem weiteren Versuch der Franzosen, ein Maschinengewehr heranzubringen, wurde mit Handgranaten wirksam begegnet. Zwischen 4 Uhr und 5 Uhr 30 nachmittags lag starkes Artilleriefeuer auf dem Bärenstall, zwischen 6.30 Uhr und 8.30 Uhr abends desgleichen auf Schratzmännele, Lingekopf und Lingehang.

Bei diesen Kämpfen zeichnete sich besonders Wehrmann Josef Sattler der 8. Kompanie aus. Nachdem Zugführer, Leutnant Drangmeister, und stellvertretender Zugführer, Unteroffizier Oelkofner, gefallen waren, übernahm bei Beginn des Angriffs Sattler die Führung von drei Gruppen, warf die Franzosen zurück und brachte durch Handgranaten einen Versuch des Feindes, sich ungefähr 100 Meter vor der Stellung im toten Winkel einzugraben, zum Scheitern. Den Gefreiten Digeser, der bei dieser Gelegenheit schwer verwundet wurde, holte er zwei Stunden später herein. Fürsein Verhalten wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen und durch den Regimentskommandeur persönlich überreicht.“

Man begrub Josef Lang auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 280.

Das Grab von Josef Langgartner auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 604: Xaver Rittler

Der Soldat Xaver Rittler stammte aus Nordhofen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Deisenhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 7. Kompanie des 12. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 03.12.1914 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Rabenbühl.

Man begrub Xaver Rittler auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 278.

Das Grab von Xaver Rittler auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 603: Xaver Trunz

Der Soldat Xaver Trunz stammte aus der bayerischen Ortschaft Dösingen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Westendorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 1. Kompanie des 12. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 09.11.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) nahe Diedolshausen (französisch: Le Bonhomme).

Man begrub Xaver Trunz auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 30.

In seiner Heimatgemeinde Westendorf gedenkt man Xaver Trunz noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/westendorf-doesingen_wk1u2_bay.htm

Das Grab von Xaver Trunz auf dem Soldatenfriedhof Hohrod

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 602: Josef Plendl

Der Soldat Josef Plendl stammte aus der bayerischen Ortschaft Taiding. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 01.01.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Barrenkopf.

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Man begrub Josef Plendl auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 29.

Das Grab von Josef Plendl auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 599: Johann Rainer

Der Soldat Johann Rainer stammte aus der bayerischen Gemeinde Attenhofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 3. Batterie des 6. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Bataillons. Am 23.08.1915 verunglückte er tödlich .

Man begrub Johann Rainer auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 161.

In seiner Heimatgemeinde Attenhofen gedenkt man Johann Rainer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/attenhofen_wk1u2_bay.htm

Das Grab von Fritz Mathäi und Johann Rainer auf dem Soldatenfriedhof Münster

Sonderbeitrag: Stephan Haas

Der Soldat Stephan Haas wurde am 13.06.1879 in der bayerischen Ortschaft Röthenbach geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 6. Kompanie des 10. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1915 fiel er während der Kämpfe in Lothringen bei Parroy. Stephan Haas wurde 36 Jahre alt.

Man begrub Stephan Haas auf dem Soldatenfiedhof Lagarde in Grab 78.

Das Grab von Stephan Haas und Wilhelm Hang auf dem Soldatenfriedhof Lagarde

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 591: Johann Stöcker

Der Soldat Johann Stöcker stammte aus Isaar, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Töpen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hornist in der 7. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Johann Stöcker auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 148.

Das Grab von Johann Stöcker auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 589: Fritz Schauss

Der Soldat Fritz Schauss wurde am 21.12.1880 in der bayerischen Gemeinde Rüdenhausen geboren, war verheiratet und von Beruf Korrespondent. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Batterie des 9. bayerischen Reserve-Feldartillerie-Regiments. Am 12.09.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Er fiel am Mönchberg und wurde 34 Jahre alt.

Man begrub Fritz Schauss auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 4, Grab 50.

Das Grab von Eugen Liebendörfer und Fritz Schauss auf dem Soldatenfriedhof Münster