Sonderbeitrag: Johann Geiger

Der Soldat Johann Geiger stammte aus der bayerischen Gemeinde Böhen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter der Reserve in der 3. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 20.08.1914 fiel er in Frankreich Während der Kämpfe in Lothringen. Er wurde bei der Ortschaft Saaraltdorf getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Geiger berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

In der Morgendämmerung des 20. 8. ging der Feind auf der ganzen Linie vor, aus nördlicher und südlicher Richtung schallender Gefechtslärm verkündete den Beginn der Schlacht. Vor der Front des Regiments war es vorerst noch ruhig. Plötzlich 6 Uhr morgens gingen feindliche Schützenlinien gegen das II. Batl. vor, wagten aber nicht die Saar zu überschreiten, weitere Linien folgten und über die Höhen südlich Dolvingen eilten starke feindliche Kräfte, 12—15 Kompagnien, in den Saarwald. Aber darauf hatte unsere Artillerie nur gewartet. Mit ganzer Wucht warf sie sich auf den Gegner; heulend zogen ihre Geschosse über den Saargrund und verbreiteten Tod und Verderben in den mit Franzosen angestopften Saarwald. Auf der Höhe nördlich Zittersdorf, wo die französische Artillerie in Stellung gegangen war barsten die schweren Geschosse der deutschen Mörser, haushohe Erdfontänen in die Luft schleudernd. Schon sah man einzelne Franzosen, da und dort auch ganze Trupps aus dem Saarwalde nach rückwärts eilen, da kam der Angriffsbefehl. Die 4. Inf.-Brig. hatte 2 Angriffsgruppen gebildet. Die Gruppe Policzka (II. u. III./12. Inf.-Rgts., 2/3 M.G.Komp. und eine Kompagnie 15. Inf.-Rgts.) sollte in Richtung Südrand Dolvingen—Schnackenhof antreten, wenn der linke Flügel der Gruppe Tutschek (I. u. III./15. Inf.-Rgts. mit M.G.Komp.) die Höhe 304 südwestlich Oberstinzel in Besitz genommen habe; I./12. Inf.-Rgts. und 1/3 M.G.Komp. 12. Inf.-Rgts. waren Brigadereserve. Als gegen $12^{30}$ nachm. die Schützenlinien der Gruppe Tutschek auf der genanten Höhe sichtbar wurden, ging das Regiment vor. Das II. Batl. überschritt bei Saareck und bei der Schnellenmühle die Saar und drang in den Saarwald ein, wo es 120 Gefangene des 10. u. 27. franz. Inf.Rgts. machte. III./12. und die Kompagnie des 15. Inf.Rgts. gingen bei Saaraltdorf über die Saar. Der Feind leistete nur geringen Widerstand. Auch die 4./12. hatte sich voll Kampfeseifer dem Angriff angeschlossen und war mit der Kompagnie des 15. Inf.Rgts. über Bahn und Saar vorgestürmt, wurde an der Saarmühle angehalten und zum Bataillon herangezogen. I./12. folgte in zweiter Linie als Brigadereserve. Wohl fügten zahlreiche Baumschützen und versteckte Schützennester den voreilenden Kompagnien manchen Schaden zu, aber die Widerstandskraft der Franzosen war schon durch das Artilleriefeuer gebrochen. Immer zahlreicher flohen sie aus den deckenden Waldungen und bald sah das Auge, so weit es blicken konnte, in kopfloser Flucht davoneilende blaue Tuchmäntel und rote Hosen. Unaufhaltsam ging es weiter bis zum Abend: wo der Feind Widerstand zu leisten suchte, so am Wald bei St. Ulrich und bei Misselhof, trieb ihn das gut sitzende Feuer unserer Schützen und Maschinengewehre rasch in die Flucht. Langsam sank die Sonne und in ihre Glut mischten sich die Flammen des brennenden Misselhofes, an dem das Regiment kurze Zeit hielt und sich ordnete. Reiche Arbeit fanden die Aerzte und das Sanitätspersonal. 28 Tote und 106 Verwundete hatte das Regiment zu beklagen. In ungeheurer Menge aber lagen verwundete Franzosen in Feld und Wald und nach deutscher Sitte nahm sich unser Sanitätspersonal des kampfunfähigen Gegners in gleicher Weise an, wie der eigenen Verwundeten. Von den Kompagnie- und Zugführern des Regiments war Lt. d. Res. Laupheimer tot, Hptm. Lutzenberger (Chef der 1. Komp.), Oblt. Diem (M.G.K.), die Lts. d. Res. Müller Otto (12. Komp.), Weiß (5. Komp.) und die Off.Stv. Madel (7. Komp.), Wiegand (1. Komp.) und Blankenhorn (M.G.K.) waren verwundet.

Man begrub Johann Geiger auf dem Soldatenfriedhof Lafrimbolle in Block 1, Grab 905.

Das Grab von Johann Geiger und Wilhelm Peil auf dem Soldatenfriedhof Lafrimbolle

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 544: Eugen Puck

Der Soldat Eugen Puck stammte aus Stoppenberg, einem Stadtteil der Stadt Essen im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Armierungs-Soldat in der 1. Kompanie des 63. Armierungs-Bataillons. Am 28.06.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Eugen Puck auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 81.

Das Grab von Eugen Puck auf dem Soldatenfriedhof Münster

Sonderbeitrag: Georg Krieger

Der Soldat Georg Krieger kämpfte im Ersten Weltkrieg als Infanterist im bayerischen Infanterie-Leib-Regiment. Am 09.08.1914 fiel er bei Hattigny.

Man begrub Georg Krieger auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé in Block 1, Grab 15.

Das Grab von Georg Krieger auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé

Sonderbeitrag: Karl Klump

Der Soldat Karl Klump wurde am 04.02.1888 in Ubstadt geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Ubstadt-Weiher im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in der 3. Batterie des 14. Reserve-Fußartillerie-Regiments. Am 18.08.1914 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Sankt Petersholz (französisch: Saint-Pierre-Bois).

Man begrub Karl Klumb auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé in Block 1, Grab 13.

Das Grab von Karl Klump auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé

Sonderbeitrag: Hermann Ferdinand August Schnalzger

Der Soldat Hermann Ferdinand August Schnalzger wurde am 18.09.1884 in Schmiedeberg geboren, einem Ortsteil der sächsischen Stadt Dippoldiswalde. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 3. Kompanie des 63. Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 20.08.1914 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen bei Schirrgut am Col de la Charbonnière. Hermann Ferdiannd August Schnalzger wurde 29 Jahre alt.

Man begrub Hermann Ferdinand August Schnalzger auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé in Block 1, Grab 14.

Das Grab von Hermann Ferdinand August Schnalzger auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 543: Hermann Böschen

Der Soldat Hermann Böschen stammte aus Stapel, einem Ortsteil der niedersächsischen Gemeinde Horstedt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 11. Kompanie des 187. Infanterie-Regiments. Am 26.07.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Hermann Böschen auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 79.

Das Grab von Hermann Böschen auf dem Soldatenfriedhof Münster (französisch: Munster)

 

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 542: Josef Ortanderl

Der Soldat Josef Ortanderl wurde am 27.03.1893 in  Mittich geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neuhaus am Inn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 12.03.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Josef Ortanderl auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 39.

Noch heute gedenkt man Josef Ortanderl in seiner Heimatgemeinde Mittich auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2025/mittich_gde-neuhaus_lk-passau_70-71_wk1_wk2_by.html

Das Grab von Josef Offermann und Josef Ortanderl auf dem Soldatenfriedhof Münster
Das Sterbebild von Josef Ortanderl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Ortanderl

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 541: Wilhelm Rose

Der Soldat Wilhelm Rose stammte aus der Gemeinde Muchow im heutigen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier in der 4. Kompanie des 187. Infanterie-Regiments. Am 23.07.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Wilhelm Rose auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 78.

In seiner Heimatgemeinde Muchow gedenkt man Wilhelm Rose noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/muchow_lk-ludwigslust-parchim_wk1_wk2_meck-pomm.html

Das Grab von Heinrich Geiger und Wilhelm Rose auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 541: Heinrich Geiger

Der Soldat Heinrich Geiger stammte aus Enkenbach, damals eine Teil Bayerns – seit 1945 Teil des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 22. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.07.1915 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter).

Man begrub Heinrich Geiger auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 2, Grab 77.

Das Grab von Heinrich Geiger und Wilhelm Rose auf dem Soldatenfriedhof Münster

Sonderbeitrag: Franz Nowack

Der Soldat Franz Nowack stammte aus Rosenberg (polnisch: Rasin) bei Posen (polnisch: Poznań), Kotzoben. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 5. Kompanie des 6. Grenadier-Regiments. Am 05.04.1915 wurde er bei Combres, südlich von Verdun, schwer verwundet. Fünf Tage später, am 10.04.1915, starb er in einem Reserve-Lazarett in Saarbrücken an seiner Verwundung.

Man begrub Franz Nowack auf dem Saarbrücker Ehrenfriedhof.

Das Grab von Franz Nowack auf dem Ehrenfriedhof von Saarbrücken