Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 433: Simon Dumberger

Der Soldat Simon Dumberger wurde am 28.10.1883 in Reith in Oberbayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 5. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.05.1915 wurde er bei Metzeral schwer verwundet. Ein Tag später, am 06.05.1915 starb er in einem Lazarett in Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) an seinen Wunden.

Über den Tag der schweren Verwundung von Simon Dumberger berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 5. Mai hat der Feind Neues im Schilde. Besetzt ist die Stellung: 4./18 Sommerlitthang, 5. und 7. auf Höhe 830, 6. und 8./18 Sillacker, 1. und 3./18 auf Braunkopf. 2./18 und Reserve-Radfahrer-Kompanie 8, von letzterer zwei Züge bei der 8. Kompanie, am linken Flügel in Reserve.

In der Früh beginnt schweres Artilleriefeuer gegen die Stellung und den Ausgang von Altenhof zum Pfeffertal und Steinabrück. 9.30 Uhr setzen noch Minenwerfer ein. Die schwre Artillerie feuert heftiger als je zuvor. Eine 21 cm-Granate trifft den hinteren Teil des Führer- und Sanitätsunterstandes auf Höhe 830, tötete zehn dort der Pflege des Bataillons-Arztes Dr. Cohen anvertraute Verwundete und verletzt zwei Krankenträger. Dr. Cohen sucht mit bewundernswürdiger Kaltblütigkeit die Unglücksstätte ab und bringt, unterstützt durch den Hilfskrankenträger Adalbert Wagner, rasche Hilfe. Er gibt ein glänzendes Beispiel von aufopfernder Hilfsbereitschaft. Dabei ist rühmend hervorzuheben, dass sich Dr. Cohen freiwillig auf 830 gemeldet hatte. Der tapfere Sanitätsoffizier, der schon in den vorausgegangenen Tagen vielen Verwundeten erste Hilfe bringen konnte, wurde dafür mit dem Militär-Sanitätsorden II. Klasse ausgezeichnet.

Das nachmittags einsetzende Schnellfeuer, das von allen Seiten niederprasselt und der Auftakt zu einer Vertrommelung war, wie wir sie auch in späteren Kriegsjahren nicht stärker erlebten, ließ mit Bestimmtheit einen feindlichen Angriff erwarten. Die in Reserve gehaltenen Züge 2./18 wurden deshalb in die Stellung auf den Höhenkamm vorgeworfen. Gerade noch zur rechten Zeit. Der Feind ging auch tatsächlich zum Angriff vor, es gelang ihm am rechten Flügel bei der 7. Kompanie einzudringen. 2./18 wird sofort zum Gegenstoß unter Leutnant der Reserve Bibinger angesetzt, nimmt den Graben mit Kolben und Bajonett wieder, nachdem unsere eigenen Minenwerfer vorzüglich wirkten und flankierendes Maschinengewehr-Feuer von Sillacker (Mitte) den Gegenstoß durch Niederhalten des Feindes unterstützen konnte. Die in den Gräben versteckt gebliebenen Franzosen wurden, soweit sie nicht Widerstand leisteten, gefangen genommen. Gleichzeitig hat ein gegenüber dem Winterberg in Reserve gehaltener Zug 7./18 die über den Graben hereingedrungenen Franzosen mit dem Bajonett zurückgeworfen und zu Gefangenen gemacht. Der Feind hatte schwere Verluste. Leutnant der Reserve Laubschwer 7./18 hatte den Zug selbständig, ohne Befehl hiezu zu haben, vorgeführt und auch hier den Graben gehalten.

Erst um 6 Uhr abends hören die wiederholten Versuche neuer Infanterieangriffe auf, diesmal wird der Franzmann blutig abgewiesen. Seine Anstürme sind vergebens, sie scheitern alle an der lebendigen Mauer, dem sichern Feuer der braven Verteidiger.

Der Feind setzt sich hierauf im toten Winkel am Hang fest. Die ganze Nacht wird fieberhaft an der Herstellung der zerschossenen Gräben gearbeitet. Tote werden geborgen, Verwundeten wird Hilfe zu Teil, Munition und Material wird ergänzt. Feindliche Feuerüberfälle können uns nicht hindern, dass im Mogrengrauen bereits eine verteidigungsfähige Linie wiederhergestellt ist. Vom Schnepfenriethkopf gut geleitetes Feuer setzt der Feind am 6. Mai wieder auf unsere Gräben und Unterstände, von denen zwei durch Volltreffer zerstört werden. Die ganze Kuppe ist in Rauch und Pulverschwaden gehüllt, ein Angriff erfolgt aber nicht mehr.

Unsere todesmutige 5. Kompanie hat bei diesen Kämpfen am meisten gelitten, sie muss am 7. Mai abgelöst werden. 41 Tote, 69 Verwundete in einer einzigen Stellungsperiode – seit 26. April – fehlten der 5. Kompanie allein. „Eine erschreckend hohe Zahl!“ so vermerkt das Tagebuch der 5./18. Ein Ruhmesblatt sind diese Leistungen unserer stolzen Fünften als tapfere Verteidiger an wichtigem Posten.

Auch 2./18 winkt wohlverdiente Ruhe. Der Rest des Regiments verbleibt jedoch noch weiter im Abschnitt.“

Man begrub Simon Dumberger auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 15.

Das Grab von Simon Dumberger und Georg Felsheim auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 431: Friedrich Steigenberger

Der Soldat Friedrich Steigenberger (Volksbund Steinberg) wurde am 12.03.1891 in der bayerischen Landeshauptstadt München geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 5. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.05.1915 starb er nach schwer Verwundung am 05.05.1915 während der Kämpfe bei Metzeral in der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter). Friedrich Steigenberger wurde 24 Jahre alt.

Über den Tag der schweren Verwundung von Friedrich Steigenberger berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 5. Mai hat der Feind Neues im Schilde. Besetzt ist die Stellung: 4./18 Sommerlitthang, 5. und 7. auf Höhe 830, 6. und 8./18 Sillacker, 1. und 3./18 auf Braunkopf. 2./18 und Reserve-Radfahrer-Kompanie 8, von letzterer zwei Züge bei der 8. Kompanie, am linken Flügel in Reserve.

In der Früh beginnt schweres Artilleriefeuer gegen die Stellung und den Ausgang von Altenhof zum Pfeffertal und Steinabrück. 9.30 Uhr setzen noch Minenwerfer ein. Die schwre Artillerie feuert heftiger als je zuvor. Eine 21 cm-Granate trifft den hinteren Teil des Führer- und Sanitätsunterstandes auf Höhe 830, tötete zehn dort der Pflege des Bataillons-Arztes Dr. Cohen anvertraute Verwundete und verletzt zwei Krankenträger. Dr. Cohen sucht mit bewundernswürdiger Kaltblütigkeit die Unglücksstätte ab und bringt, unterstützt durch den Hilfskrankenträger Adalbert Wagner, rasche Hilfe. Er gibt ein glänzendes Beispiel von aufopfernder Hilfsbereitschaft. Dabei ist rühmend hervorzuheben, dass sich Dr. Cohen freiwillig auf 830 gemeldet hatte. Der tapfere Sanitätsoffizier, der schon in den vorausgegangenen Tagen vielen Verwundeten erste Hilfe bringen konnte, wurde dafür mit dem Militär-Sanitätsorden II. Klasse ausgezeichnet.

Das nachmittags einsetzende Schnellfeuer, das von allen Seiten niederprasselt und der Auftakt zu einer Vertrommelung war, wie wir sie auch in späteren Kriegsjahren nicht stärker erlebten, ließ mit Bestimmtheit einen feindlichen Angriff erwarten. Die in Reserve gehaltenen Züge 2./18 wurden deshalb in die Stellung auf den Höhenkamm vorgeworfen. Gerade noch zur rechten Zeit. Der Feind ging auch tatsächlich zum Angriff vor, es gelang ihm am rechten Flügel bei der 7. Kompanie einzudringen. 2./18 wird sofort zum Gegenstoß unter Leutnant der Reserve Bibinger angesetzt, nimmt den Graben mit Kolben und Bajonett wieder, nachdem unsere eigenen Minenwerfer vorzüglich wirkten und flankierendes Maschinengewehr-Feuer von Sillacker (Mitte) den Gegenstoß durch Niederhalten des Feindes unterstützen konnte. Die in den Gräben versteckt gebliebenen Franzosen wurden, soweit sie nicht Widerstand leisteten, gefangen genommen. Gleichzeitig hat ein gegenüber dem Winterberg in Reserve gehaltener Zug 7./18 die über den Graben hereingedrungenen Franzosen mit dem Bajonett zurückgeworfen und zu Gefangenen gemacht. Der Feind hatte schwere Verluste. Leutnant der Reserve Laubschwer 7./18 hatte den Zug selbständig, ohne Befehl hiezu zu haben, vorgeführt und auch hier den Graben gehalten.

Erst um 6 Uhr abends hören die wiederholten Versuche neuer Infanterieangriffe auf, diesmal wird der Franzmann blutig abgewiesen. Seine Anstürme sind vergebens, sie scheitern alle an der lebendigen Mauer, dem sichern Feuer der braven Verteidiger.

Der Feind setzt sich hierauf im toten Winkel am Hang fest. Die ganze Nacht wird fieberhaft an der Herstellung der zerschossenen Gräben gearbeitet. Tote werden geborgen, Verwundeten wird Hilfe zu Teil, Munition und Material wird ergänzt. Feindliche Feuerüberfälle können uns nicht hindern, dass im Mogrengrauen bereits eine verteidigungsfähige Linie wiederhergestellt ist. Vom Schnepfenriethkopf gut geleitetes Feuer setzt der Feind am 6. Mai wieder auf unsere Gräben und Unterstände, von denen zwei durch Volltreffer zerstört werden. Die ganze Kuppe ist in Rauch und Pulverschwaden gehüllt, ein Angriff erfolgt aber nicht mehr.

Unsere todesmutige 5. Kompanie hat bei diesen Kämpfen am meisten gelitten, sie muss am 7. Mai abgelöst werden. 41 Tote, 69 Verwundete in einer einzigen Stellungsperiode – seit 26. April – fehlten der 5. Kompanie allein. „Eine erschreckend hohe Zahl!“ so vermerkt das Tagebuch der 5./18. Ein Ruhmesblatt sind diese Leistungen unserer stolzen Fünften als tapfere Verteidiger an wichtigem Posten.

Auch 2./18 winkt wohlverdiente Ruhe. Der Rest des Regiments verbleibt jedoch noch weiter im Abschnitt.“

Man begrub Friedrich Steigenberger auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 13.

Das Grab von Friedrich Steigenberger auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 423: Johann Scherer

Der Soldat Johann Scherer stammte aus der bayerischen Ortschaft Jelinghofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.03.1915 verstarb er in einem Lazarett in der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) nachdem er zuvor während der Ersten Schlacht bei Münster schwer verwundet worden war.

Man begrub Johann Scherer auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 5.

Das Grab von Johann Scherer auf dem Soldatenfriedhof Münster

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 415: Josef Liebl

Der Soldat Josef Liebl stammte aus Galgenberg, Oberb. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Offiziersstellvertreter und Feldwebel in der 8. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 25.04.1916 starb er im Lazarett Drei Ähern (französisch: Trois-Épis) nachdem er zuvor während der Kämpfe nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) bei Unfall am Quimberg schwer verletzt worden war.

Man begrub Josef Liebl auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 144.

Das Grab von Josef Liebl auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 411: Richard Creutz

Der Soldat Richard Creutz stammte aus Albsheim an der Eis, einem Ortsteil der Gemeine Obrigheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der  9. Reserve-Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Pionier-Bataillons. Am 16.06.1916 starb er im Lazarett Drei Ähren (französisch: Trois-Épis), nachdem er zuvor bei den Kämpfen in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) schwer verwundet worden war.

Man begrub Richard Creutz auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 227.

Das Grab von Richard Creutz auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 400: Ludwig Luttner

Der Soldat Ludwig Luttner stammte aus der bayerischen Landeshauptstadt München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der 1. bayerischen Landsturm-Pionier-Kompagnie (I. Armee-Korps). Am 24.05.1916 starb er während der Kämpfe in den Vogesen nördlich der Stadt Münster (französisch: MUnster, elsässisch: Menschter), nachdem er zuvor durch einen Unfall schwer verletzt worden war. Vermutlich starb er am Verbandsplatz Drei Ähren (französisch: Trois-Épis).

Man begrub Ludwig Luttner auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 161.

Das Grab von Ludwig Luttner auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 397: Johann Ruhland

Der Soldat Johann Ruhland stammte aus Meigelsried, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Rötz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 04.10.1916 verstarb er in einem Lazarett bei Drei Ähren (französisch: Trois-Épis) nachdem er zuvor bei den Kämpfen nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Schratzmännele schwer verwundet worden war.

Man begrub Johann Ruhland auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 158.

Das Grab von Johann Ruhland auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 380: Wendelin Steiner

Der Soldat Friedrich Behrens stammte aus Neukirch-Höhe (seit 1945 polnisch: Pogrodzie). Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Jäger in der 4. Kompanie des Garde-Jäger-Bataillons. Am 20.07.1916 wurde er während der Kämpfe in den Vogesen im Elsass am Hartmannsweilerkopf (französisch: Vieil Armand) schwer verwundet. 17 Tage später, am 06.08.1916, starb er im Landwehr-Feldlazarett Ensisheim an seinen Wunden.

Man begrub Wendelin Steiner auf dem Soldatenfriedhof Guebwiller in Block 3, Grab 5.

Das Grab von Friedrich Behrens auf dem Soldatenfriedhof Guebwiller

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 378: Josef Reeb

Der Soldat Josef Reeb stammte aus der Gemeinde Dudenhofen, die damals noch zu Bayern gehörteIm Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der 306. bayerischen Minenwerfer-Kompanie. Am 28.05.1916 starb er in einem Lazarett in Drei Ähren (französisch: ) nachdem er zuvor während der Kämpfe nördlich der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) schwer verwundet worden war.

Man begrub Josef Reeb auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 218.

In Speyer gedenkt man Josef Reeb noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/speyer_st_josef_kirche_wk1_rp.htm

Das Grab von Josef Reeb auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 356: Stephan Matthies

Stephan (Verlustliste: zusätzlich Louis, Franz, Hermann) Matthies wurde am 18.04.1864 und stammte aus der Stadt Rheinsberg im heutigen Bundesland Brandenburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberst im 136. Infanterie-Regiment. Am 17.09.1914 wurde er bei Craonne (Aisne) schwer verwundet. Am 18.09.1914 verstarb er im Alter von 50 Jahren bei Caranelle (Regimentsgeschichte: Corbény) an seiner Verwundung.

Man begrub Oberst Stephan Matthies auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg in Block 1, Grab 245.

Das Grab von Oberst Stephan Matthies auf dem Soldatenfriedhof Straßburg