Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 104: Walter Agatowsky (VL: Agatowski)

Der Soldat Walter Agatowsky (VL: Agatowski) stammte aus Groß Sibsau (seit 1945 polnisch: Bzowo). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 58. Infanterie-Regiments. Am 15.04.1918 verstarb er nach schwerer Verwundung bei den Kämpfen nahe Montdidier in einem Lazarett in der saarländischen Stadt Saarlouis.

Man begrub Walter Agatowsky auf dem Garnisons-Friedhof Saarlouis in Block 3, Reihe 6, Grab 255.

In Lünen-Brambauer gedenkt man Walter Agatowsky noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/luenen-brambauer_1866_1870-71_wk1_1923_nrw.htm

Grab von Walter Agatowsky auf dem Garnisonsfriedhof Saarlouis

Sonderbeitrag: Carl Weber aus Lich

Der Soldat Carl (Verlustliste: Karl) Weber wurde am 12.09.1879 in der hessischen Stadt Lich geboren. Er war von Beruf Regierungsbaumeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant der Reserve in der 12. Kompanie des 111. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 18.12.1914 fiel er im Alter von 36 Jahren in Nordfrankreich bei Montauban.

Die Lage des Grabes von Carl Weber ist unbekannt.

In Lich gedenkt man Carl Weber noch heute auf einem Denkmal an der Stadtkirche: http://www.denkmalprojekt.org/2013/lich_stadtkirche_lk-giessen_wk2_hs.html

Das Grab mit der Gedenkinscharift für Carl Weber
Gedenkinschrift für Carl Weber

 

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 102: Wilhelm Krüger

Der Soldat Wilhelm Krüger stammte aus Uthausen, einem Ortsteil der Stadt Kemberg im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 11. Kompanie des 27. Infanterie-Regiments. Am 05.12.1914 (Verlustliste am 04.12.1914) verstarb er nach schwerer Verwundung während der Gefechte bei Arras in einem  Lazarett in der hessischen Stadt Butzbach.

Man begrub Wilhelm Krüger auf dem Soldatenfriedhof Friedhof Butzbach in Abteilung E, Grab 3.

Das Grab von Wilhelm Krüger auf dem Friedhof von Butzbach

Sonderbeitrag: Julius Lazar

Der jüdische Soldat Julius Lazar wurde am 23.07.1892 in der saarländischen Stadt Saarlouis geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 74. Reserve-Infanterie-Regiments und wurde bei Sissonne in Frankreich schwer verwundet. Am 03.06.1917 verstarb er an seinen Wunden.

Man begrub Julius Lazar auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 1, Grab 940.

Gedenken an Julius Lazar
Grab von Erna Lazar mit der Gedenkinschrift für ihren Bruder Julius

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 100: Johann Peschen

Der Soldat Johann Peschen wurde am 26.04.1881 in Leiffarth geboren, einem Stadtteil von Geilenkirchen im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 8. Kompanie des 68. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 verstarb er nach schwerer Verwundung zwischen dem 22. und 29.08.1914 an der Westfront in einem Lazarett in der hessischen Stadt Butzbach. Johann Peschen wurde 33 Jahre alt.

Man begrub Johann Peschen auf dem Friedhof Butzbach in Abteilung E, Grab 1.

In seiner Heimatstadt Geilenkirchen gedenkt man Johann Peschen noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/geilenkirchen-leiffarth_wk1u2_nrw.htm

Grab von Johann Peschen auf dem städtischen Friedhof von Butzbach

Sonderbeitrag: Carl Wilhelm von Windheim

Der Soldat Carl Wilhelm von Windheim wurde am 14.09.1838 in Hameln im heutigen Bundesland Niedersachsen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Premier-Leutnant in der 4. Kompanie des 7. Ostpreußischen Infanterie-Regiments Nr. 44. Am 14.08.1870 wurde er im Deutsch-Französischen Krieg bei Metz durch einen Schuss durch den rechten Oberschenkel schwer verwundet. Am 07.09.1870 verstarb er im Alter von 31 Jahren in der saarländischen Garnisonsstadt Saarlouis an seinen Wunden.

Carl Wilhellm von Windheim

Über den Tag der schweren Verwundung von Carl Wilhelm von Windheim berichtet die Regimentsgeschichte des 7. Ostpreußischen Infanterie-Regiments Nr. 44:

„Am Sonntag, den 14. August, nämlich Nachmittags 5 Uhr, begann der Vormarsch zur Schlacht von Colombey-Nouilly, hart östlich von Metz.

Die Bataillone rückten – Kompanien auseinandergezogen – unter Massenfeuer des Feindes vor. Oft sah man feindliche Abteilungen erst dann, wenn dieselben aus ihren Verstecken in den Weinbergen plötzlich hervorbrachen. Unsere Lage war mehrere Male eine bedenkliche, die Verluste waren so stark, dass mehrfach zwei Kompanien sich zu einer formierten; die 1. Kompanie, sie sich zu weit an die Festung herangewagt, wurde buchstäblich aufgerieben. Auf französischer und preußischer Seite hörte man nur das Signal „Vorwärts“. Am meisten kämpfte das Regiment um die Höhen und den Wald von May.

Der schwere Kampf dauerte bis spät in die Dunkelheit, das Feuer verstummte allmählig, der Sieg aber war auf unserer Seite. Und dieser wie die beiden Schlachten von Mars-la-tour und Gravelotte am 16. und 18. August, an denen das Regiment nicht beteiligt war, hatten dazu beigetragen, dass der französische Marschall Bazaine mit seiner großen Armee sich in die Festung Metz zurückziehen musste und hier von allen Seiten von unsern Truppen eingeschlossen werden konnte.

Die Verluste unseres Regiments am 14. August hatte betragen:

tot: 8 Offiziere, 130 Unteroffiziere und Gemeine;

verwundet: 15 Offiziere, 325 Unteroffiziere und Gemeine;

vermisst: 7 Unteroffiziere und Gemeine.

Es hatte also beim ersten Gefecht den dritten Teil seiner Offiziere und den sechsten seiner Mannschaft verloren.

In dieser Schlacht am 14. August wurde das Tuch von der Fahne des Füsilier-Bataillons oberhalb des Adlers zwischen dem äußern Namenszug und der untersten Granate von einem feindlichen Granatsplitter getroffen. Es entstand ein ungefähr 7 Zentimeter langer Riss, in dessen Mitte sich ein Eckloch befindet. Außerdem verletzten das Tuch mehrere Chassepotkugeln. Die Fahnenstange blieb unverletzt. Gleichfalls wurde das Tuch der Fahne des 1. Bataillons mehrfach von feindlichen Kugeln durchlöchert.“

Seite 75

Seite 49 Anlagen

Man begrub Carl Wilhelm von Windheim auf dem Garnisons-Friedhof Saarlouis in einem Einzelgrab.

Die Inschrift seines Grabsteins lautet:

Hier ruht in Gott
Carl Wilhelm von Windheim
Premier-Lieutenant und Führer der 4. 
Compagnie
7. Ostpreußisches Infanterie-Regiment Pr 44
geboren den 14. September 1838 zu Hameln
gestorben den 7. September 1870 in Saarlouis
an einer in der Schlacht von Metz den 14. Aug.
erhaltenen Schußwunde

Wer für das Vaterland als Held gefallen,
der lebt unsterblich fort in unsern Herzen.“

Das Grab von Carl Wilhelm von Windheim auf dem Garnisonsfriedhof Saarlouis

Sonderbeitrag: Walter Lewy

Der jüdische Soldat Walter Lewy wurde am 03.06.1895 in Saarwellingen im heutigen Saarland geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 4. Batterie des 29. Feldartillerie-Regiments. Am 16.08.1918 fiel er im Alter von 23 Jahren in Frankreich bei der Monthussart-Ferme nahe Dhuizel durch Gasvergiftung.

Man begrub Walter Lewy auf dem Soldatenfriedhof Montaigu I in Block 7, Grab 98.

Gedenktafel für Walter Lewy am Grab von Paula Lewy auf dem Garnisonsfriedhof Saarlouis
Das Grab von Paula Lewy auf dem jüdischen Teil des Garnisonsfriedhof Saarlouis mit der Gedenktafel für Walter Lewy

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 98: Christian Pracht

Der Soldat Christian Pracht wurde am 02.06.1890 in der hessischen Stadt Grünberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 9. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments (laut Verlustliste nicht im Ersatz-Bataillon, wie auf dem Grabkreuz angegeben). Am 10.09.1915 wurde er in Frankreich während der Stellungskämpfenahe Fouquescourt bei Roye an der Somme schwer verwundet. Ein Tag später, am 11.09.1915 verstarb er im Alter von 25 Jahren bei Patte im 1. Feldlazarett des XVIII. Armee-Korps an seiner Verwundung.

Man begrub Christian Pracht nach der Überführung seines Leichnams in die Heimat in seiner Heimatstadt auf dem Alten Friedhof Grünberg

Das Grab von Christian Pracht auf dem Alten Friedhof von Grünberg (Hessen)

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 97: Heinrich Krömmelbein

Der Soldat Heinrich Krömmelbein wurde am 01.06.1890 in der hessischen Stadt Lauterbach geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 2. Kompanie des 117. Infanterie-Leib-Regiments. Am 19.04.1915 wurde er bei Saint-Quentin, genauer gesagt bei Chaulnes an der Somme schwer verwundet. Am 05.07.1915 verstarb er im Alter von 25 Jahren im Vereinslazarett der hessischen Stadt Gießen an seinen Wunden.

Man begrub Heinrich Krömmelbein auf dem Alten Friedhof Grünberg in Grab 5.

Grab von Heinrich Krömmelbein auf dem Alten Friedhof Grünberg

Soldatenschicksale des 1. Weltkrieges Teil 91: Wilhelm Balser

Der Soldat Wilhelm Balser stammte aus der hessischen Ortschaft Albach, einem Ortsteil der Gemeinde Fernwald. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Sanitäts-Kompagnie des XVIII. Armeekorps. Am 22.09.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren bei Aizecourt.

Man begrub Wilhelm Balser auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 8, Grab 891.

Gedenkstein für Wilhelm Balser Auf dem Friedhof von Fernwald-Albach